Menü
Anmelden
Wetter wolkig
22°/ 11° wolkig
Umland Burgdorf Bürgermeisterwahl: Fragen und Antworten

Stichwahl 2019: Wer wird Bürgermeister in Burgdorf?

+++ Die Inhalte werden laufend aktualisiert +++

Am 16. Juni wird in Burgdorf ein Bürgermeister gewählt. Wir haben den beiden Kandidaten vor der Stichwahl Fragen zu vier Themen gestellt. Alles, was Sie sonst noch über die Wahl wissen müssen, lesen Sie hier.

Welcher Aspekt interessiert Sie besonders? Bitte klicken Sie auf ein "Thema", um direkt zu den Infos zu springen.

Welcher Aspekt interessiert Sie besonders? Bitte tippen Sie auf ein "Thema", um direkt zu den Infos zu springen.


Auch 45 Jahre nach der Gebietsreform sehen sich Ortsteile und Kernstadt nicht als Einheit. Wie wollen Sie den Zusammenhalt stärken?

Bitte klicken Sie auf die Namen der Kandidaten.

Bitte tippen Sie auf die Namen der Kandidaten.

Jeder Ortsteil hat eine eigene ausgeprägte Identität. Und das ist gut so. Wer Burgdorf als Einheit erkennt, sieht seine Vielfalt. Das macht Burgdorf stark. Es gibt verschiedene Wohn-, Arbeits-, und Gemeinschaftsformen zwischen Stadtleben und Dorfleben – das ist Burgdorf. Das Verbindende ist die Freude der hier und dort lebenden Menschen an ihrer Umgebung, den Mitbürgern, den Aktivitäten und dem Engagement für den Orts- oder Stadtteil. Das Problem liegt woanders. Die Ortsteile fühlen sich nicht richtig unterstützt in ihren Entwicklungen: Wohnbaugebiete, Wirtschaftsförderung, Erneuerung und Sanierung von KiTas und Schulgebäuden. Schaffen wir gleiche Voraussetzungen für die Ortsteile, wie für die sogenannt Kernstadt in Wirtschaft und Leben, ist die Grundvoraussetzung für eine gemeinsame Identität gegeben.

Ist das so? Weder im Rat noch in der Bevölkerung sehe ich da ein grundsätzliches Problem. Natürlich setzt sich jeder besonders für die Lösung von Problemen und Anliegen im unmittelbaren Wohnumwelt ein. Wer sich besonders in seinem Dorf engagiert – oft mit sehr hohem ehrenamtlichen Einsatz - tut das ja nicht gegen die anderen Ortsteile. Ein gutes Beispiel ist die hohe Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren, selbstverständlich Hand in Hand. Angesichts der knappen Finanzlage und des Fachkräftemangels auch für die Stadtverwaltung kann allerdings nicht alles in der Stadt überall gleichzeitig geschehen. Hier muss der Rat der Stadt um Verständnis werben. Auch ich als Bürgermeister werde das tun. Dazu gehört, dass ich insbesondere in den Ortsteilen ohne eigenen Ortsrat präsent sein werde, um direkt die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger kennen zu lernen.


Die Hochbrücke steht vor dem Abriss, das eröffnet neue Perspektiven für die Verkehrsführung. Befürworten Sie einen möglichen Stadtring und eine autofreie Innenstadt?

Bitte klicken Sie auf die Namen der Kandidaten.

Bitte tippen Sie auf die Namen der Kandidaten.

Trotz der Umgehungstraße B188 neu reißt der Durchgangsverkehr – Berufsverkehr - in der Innenstadt nicht ab. Für Fahrradfahrer ist nicht genug Platz. Die Geschäfte brauchen Kunden, die mit dem Fahrzeug zum Einkaufen kommen. Der Zulieferverkehr braucht Platz, auch die Busse, die Rettungsdienste sowie die Feuerwehr. Der Wunsch steht im Raum, eine Fußgängerzone einzurichten. Damit soll dann alles besser werden. Wirklich? Das Thema ist zu komplex. Deshalb braucht es eine Datenbasis aus der Simulationen abgeleitet und Szenarien entwickelt werden können. Alle Bedingungen gehören auf den Tisch, die zu einer Beruhigung führen können. Dazu gehört auch das Einbeziehen einer „Südumfahrung“ sowie der Neubau einer Über- oder Unterführung.Vorher sind die Ziele zu definieren sowie die Bürger zu beteiligen.

Es gibt gerade in den Morgen- und späten Nachmittagsstunden zu viel Durchgangsverkehr in der Innenstadt. Den wollen wir herausbekommen. Dafür hat die SPD-Fraktion im Rat eine neue Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wollen wir jetzt abwarten. Weniger Verkehr in der Innenstadt: Ja – wenn die Erreichbarkeit der Geschäfte weiter gegeben ist. Eine Fußgängerzone: Ja - wenn wir eine Lösung für den Autoverkehr finden. Ihn einfach wegzuwünschen reicht ja nicht. Verkehrlich weiß man schon seit den 30er Jahren, dass eine Südumgehung Vorteile hätte. Allein: Heute müsste man dafür den Stadtpark zerstören und/oder tausende Südstädter erheblicher Verkehrsbelastung aussetzen. Das alles ist aus heutiger Sicht völlig undenkbar.


Auf der Agenda stehen millionenschwere Investitionen. Wie wollen Sie verhindern, dass Burgdorf seine finanzielle Handlungsfähigkeit verliert?

Bitte klicken Sie auf die Namen der Kandidaten.

Bitte tippen Sie auf die Namen der Kandidaten.

Die Kommunalaufsicht stellt seit Jahren die Leistungsfähigkeit der Stadt infrage, der letzte Haushalt für 2019/20 ist genehmigt worden. Die Politik überträgt das „Großprojekt Schulzentrum Nord“ an einen Totalunternehmer, guter Ansatz zur Vermeidung von überzogenen Haushaltsansätzen, sollte Schule machen. Vorschlag: Alle beschlossenen Investitionen werden um zehn Prozent reduziert. Es muss dringend ein Umsteuern einsetzen, das mehr Arbeitsplätze in Burgdorf schafft oder nach Burgdorf holt. Die Infrastruktur der Gewerbestandorte ist zu verbessern, Fördermittel für Projekte sind zu beantragen. Sparsames Haushalten und kluges Investieren sind Voraussetzung für die Haushaltsführung. Außerordentliche Einnahmen gehen in die Rücklagen. Die Einkommensstruktur in Burgdorf ist zu verbessern.

Der Haushalt wird im Rat der Stadt beschlossen. Die Entscheidungen zu den hohen Investitionsplanungen vor allem im Bereich Bildung und der Kindergärten sind der Mehrheitsgruppe nicht leichtgefallen. Allerdings hat uns auch die Kommunalaufsicht bescheinigt, dass die Investitionen gut begründet sind. Eine echte Alternative hat im Rat niemand aufzeigen können, einfach „dagegen“ sein ist einfach. Es kommt in der Zukunft auf die Schuldentragfähigkeit an, die aus heutiger Sicht gegeben ist. Durch kluge Wirtschaftsförderung will ich die Einnahmesituation der Stadt verbessern. Als Bürgermeister bin ich für eine sparsame Haushaltsausführung verantwortlich – hier werden meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit mir jede Ausgabe genau prüfen.


Immer mehr Burgdorfer wünschen sich eine klimafreundliche Stadt. Welche Möglichkeiten sehen Sie für E-Mobilität, plastikfreie Kita oder CO2-neutrale Gebäude?

Bitte klicken Sie auf die Namen der Kandidaten.

Bitte tippen Sie auf die Namen der Kandidaten.

Klimafreundlich bedeutet für mich zu allererst zu fragen, was kann ich tun, um CO2 einzusparen. Dies gilt auch für alle Vorhaben und Entscheidungen in Rat und Verwaltung. Wir brauchen innovative Impulse für unsere Stadt, für den größeren Einsatz von regenerativen Energien, die die Wärme und den Strom für KiTa, Schulen, Feuerwehrhäuser, Bauhöfe und Rathäuser liefern, für die Förderung der E-Mobilität (freies Parken für E-Autos) – hier brauchen wir eine neue Mobilität in der Innenstadt für den Klimaschutz. Unser Klimaschutzmanager ist Ansprechpartner, mit den Stadtwerken haben wir sogar ein Energieunternehmen in der Stadt und nun brauchen wir ein „Dach“ für eine CO2 neutrale Stadt -Uetze macht es uns vor.

Der Klimawandel ist die politische Herausforderung unserer Generation. Die Politik, aber auch jeder einzelne Konsument ist gefragt: „Jeder will zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß“. Insbesondere ist die Bundes- und wohl auch die Landesebene gefragt. Die E-Mobilität wird zunehmen, es ist gut, dass die Stadtwerke Burgdorf hier bereits erste Ladesäulen aufgestellt haben. Das wird aber nicht reichen. Das Fahrrad (ggf. e-bike) wird eine Schlüsselrolle in der Stadt-Mobilität der Zukunft einnehmen. Hier hat die SPD-Fraktion im Rat beantragt, zügig die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes in Angriff zu nehmen. Ich bin unbedingt für CO2 neutrale Gebäude. Nicht zuletzt die Schulneubauten werden helfen, den CO2-Ausstoß der öffentlichen Gebäude deutlich zu reduzieren. Aber hierzu müssen Land und Bund die Kommune finanziell besser unterstützen.

Die Wahl: Das müssen Sie wissen

Bitte klicken Sie auf die Fragen.

Bitte tippen Sie auf die Fragen.

Die Stichwahl findet am Sonntag, 16. Juni, statt. Die Wahlbüros öffnen von 8 bis 18 Uhr.

Die Adresse des Wahlbüros findet sich auf der Wahlbenachrichtigungskarte.

Alle Wahlberechtigten stehen im Wählerverzeichnis, das in dem jeweiligen Wahlbüro vorhanden ist. Die Wahlhelfer benötigen für den Abgleich den Personalausweis oder Reisepass des Wahlberechtigten, wenn er keine Wahlbenachrichtigungskarte mehr besitzt.

Ja, seit Montag, 3. Juni, bis Freitag, 14. Juni, öffnet das Briefwahlbüro im Bürgerbüro vom Rathaus III, Spittaplatz 4. Wähler können das Briefwahllokal montags und donnerstags von 8 bis 18 Uhr, dienstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr aufsuchen. Burgdorfer können zudem die Briefwahlunterlagen beantragen: Dazu nutzen sie entweder den Vordruck auf der Wahlbenachrichtigungskarte, das Fax (05136) 898212 oder  dieses Onlineformular.

Im Falle nachweislich plötzlicher Erkrankung, die ein Aufsuchen des Wahlraumes nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten möglich macht, kann der Briefwahlantrag noch bis zum Wahltag, 15 Uhr, im Bürgerbüro des Rathauses gestellt werden. Darauf weist Stadtsprecher Sebastian Kattler hin.

Die Stadtverwaltung hat jetzt angekündigt, dass sie die Auszählungsergebnisse am Wahlabend ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses II, Vor dem Hannoverschen Tor 1, präsentieren wird. Außer Zwischenergebnissen, Trends, Hochrechnungen und den endgültigen Resultaten können Besucher dort auch erfahren, wie die Bürgermeisterwahlen in Lehrte und in Neustadt ausgehen.  Online können Sie den Ausgang der Stichwahl in Burgdorf natürlich live hier auf HAZ.de verfolgen.

Die Bürgermeisterwahl in Burgdorf geht in die Verlängerung: Armin Pollehn (CDU), der am Wahlsonntag die Nase knapp vorn hatte, und Matthias Paul (SPD) müssen in die Stichwahl am 16. Juni.

30.05.2019

Nachrichten per E-Mail - Newsletter

Täglich um 17 Uhr die wichtigsten Nachrichten kostenlos per E-Mail! Neben den Top-Meldungen des Tages erhalten Sie das Neueste aus Ihren Lieblings-Ressorts – und die spannendsten Neuigkeiten aus Ihrer Region.

Die beiden Kandidaten für die Stichwahl am 16. Juni stehen fest: Armin Pollehn (CDU) erzielt 26,2 Prozent der Stimmen, Matthias Paul (SPD) kommt auf 24 Prozent.

26.05.2019

Kein Rotstift bei freiwilligen Leistungen, keine höhere Gewerbesteuer, dafür mehr Sicherheit für Radfahrer: Darin stimmen die sieben Kandidaten für das Bürgermeisteramt überein. Beim HAZ-Forum in der heißen Phase des Wahlkampf zeigen sich aber auch Differenzen.

15.05.2019

Mehr Sicherheit für Radfahrer – darin stimmen die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl überein. Beim HAZ-Forum am Dienstag zeigten sich aber auch Differenzen, zum Beispiel beim Abbau der Schulden.

15.05.2019
Anzeige

Welche Themen muss der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin in Burgdorf angehen? Beim HAZ-Forum am 14. Mai stehen die sieben Kandidaten der Redaktion Rede und Antwort.

10.05.2019

Service - Anzeige aufgeben

Viele unkomplizierte Wege führen zu Ihrer Anzeige: Hier erfahren Sie, wie und wo Sie Ihre Anzeige in der HAZ aufgeben können. Besuchen Sie unsere Geschäftsstellen oder rufen Sie uns an!

Für Michael Fleischmann ist der soziale Wohnungsbau eine große Baustelle in Burgdorf. 25 Prozent soll der Anteil in jedem neuen Baugebiet betragen, findet der Linke, der sich ums Bürgermeisteramt bewirbt.

11.05.2019

Einen Neubeginn im Rathaus und im Rat fordert der FDP-Bürgermeisterkandidat Dirk Schwerdtfeger. Er setzt auf interfraktionelles Arbeiten und mehr Bürgerbeteiligung.

08.05.2019

CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Pollehn hat klare Vorstellungen davon, wie er Burgdorf gemeinsam mit den Bürgern in die Zukunft führen will. Seine Themen: Mehr Arbeitsplätze, umfassende Digitalisierung und ein neues Verkehrskonzept.

02.05.2019

Die größte Baustelle in der Stadt befindet sich nach Einschätzung von Bürgermeisterkandidat Marc Müller in der Verwaltung: Dort will das Partei-Mitglied die Schulden senken und für mehr Transparenz sorgen.

04.05.2019