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Burgdorf Burgdorfs Feuerwehren müssen schneller werden
Umland Burgdorf Burgdorfs Feuerwehren müssen schneller werden
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17:30 15.03.2019
Brennt es in Burgdorf, werden immer mehrere Ortsfeuerwehren alarmiert, damit ausreichend Brandbekämpfer am Einsatzort zur Verfügung stehen. Quelle: Archiv (Anette Wulf-Dettmer)
Burgdorf

„In einigen Bereichen der Stadt müssen wir zwei Minuten schneller werden“, sagt Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer und bezieht sich damit auf den Feuerwehrbedarfsplan für Burgdorf, den erstmals eine externe Beratungsfirma, die Forplan GmbH aus Bonn, erstellt hat. Von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort sollen nach den offiziellen Vorgaben nicht mehr als acht Minuten vergehen. Dieses Ziel schaffen Burgdorfs Ortsfeuerwehren meist nicht – und vor allem nicht mit den geforderten neun Einsatzkräften.

Das liegt laut Stadtbrandmeister nicht zuletzt daran, dass in Burgdorfs Feuerwehrhäusern viele Fahrzeuge mit nur sechs Sitzplätzen stehen. Dachtmissen, Schillerslage und Weferlingsen haben nur Löschfahrzeuge mit sechs Sitzen, alle übrigen Ortsfeuerwehren immerhin mit neun. Doch auch das Tanklöschfahrzeug, das die Burgdorfer Ortsfeuerwehr stets zuerst schickt, kann nur sechs Feuerwehrleute mitnehmen. Neun Einsatzkräfte sind deshalb sinnvoll, weil das die Stärke einer Gruppe ist mit Maschinist, Gruppenführer, Melder und sechs Atemschutzgeräteträgern.

„Bürger müssen nicht beunruhigt sein“

Trotz der Zeitverzögerungen „müssen unsere Bürger nicht beunruhigt sein“, sagt Armin Pollehn, Vorsitzender des Feuerwehrausschusses des Rats, in dem der Bedarfsplan vorgestellt wurde. Die Analyse Forplans hat ergeben, dass die Feuerwehren am leistungsfähigsten an Wochenenden, Feiertagen und nachts sind. Das deckt sich mit der Erfahrung Heuers: „Unter der Woche haben wir die Probleme, nachts und am Wochenende, wenn die Feuerwehrleute zu Hause sind, ist alles okay.“

Für den Stadtbrandmeister steht fest: „Wir müssen generell schneller werden.“ Deshalb will er die internen Abläufe in den Gerätehäusern optimieren. Dazu gehöre auch, dass Einsatzkräfte nicht nur mit ihrer angestammten Feuerwehr ausrücken, sondern auch dort helfen, wo sie arbeiten oder nach einem Umzug wohnen. „Denn ein Teil unserer Feuerwehrleute wohnen nicht in dem Ort, wo sie Mitglied sind“, sagt Heuer. Hier kommt die Stadt ins Spiel: Sie müsste diese Ehrenamtlichen mit einem weiteren Satz Schutzkleidung ausstatten, die dann in den Feuerwehrhäusern hängt, von wo aus diese einsatzbereit sein sollen.

Fehlt in der Südstadt ein Feuerwehrhaus?

Handlungsbedarf besteht laut Forplan in der Südstadt, denn Burgdorf wächst vor allem dort. Im Neubaugebiet An den Hecken stehen mehr als 70 Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser. Am Ostlandring ist das Projekt Aue-Süd mit Mehrfamilienhäusern und Einkaufsläden geplant. Die Deutschen Reihenhaus plant eine Siedlung am Duderstädter Weg. Zudem werden in absehbarer Zeit mehrstöckige Häuser an der Retschystraße gebaut. Die Ortsfeuerwehr Burgdorf hat ihren Standort aber im Norden der Kernstadt. „Uns fehlt im Süden eine Ortschaft mit eigener Feuerwehr“, sagt Heuer mit einem Augenzwinkern.

Hülptingser Feuerwehr wird immer wichtiger

Für Pollehn steht fest, „dass die Hülptingser Feuerwehr eine größere Bedeutung bekommen wird“. Die Firma Forplan schlägt vor, deren neues Gerätehaus nicht am alten Standort, sondern im Bereich Ostlandring/Duderstädter Weg zu errichten. So könnten mögliche Einsatzorten in der dicht besiedelten Südstadt mit ihren mehrstöckigen Gebäuden und den Schulen, die mehr als 5000 Schüler besuchen, schneller erreicht werden.

Zwei Monate haben Feuerwehr, Stadtverwaltung und die Ratspolitiker jetzt Zeit für Vorschläge, wie die Situation in den nächsten fünf Jahren zu verbessern ist. Am 9. Mai soll laut Pollehn über den Feuerwehrbedarfsplan für die Stadt Burgdorf entschieden werden.

Von Anette Wulf-Dettmer

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