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Burgdorf Armin Pollehn skizziert sein Wahlprogramm
Umland Burgdorf Armin Pollehn skizziert sein Wahlprogramm
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16:43 18.01.2019
CDU-Bürgermeisterkandidat: Armin Pollehn stellt beim Neujahrsempfang erste Ideen für sein Wahlprogramm vor. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

Mehr Transparenz, Meinungsvielfalt und Bürgernähe, Unterstützung des Ehrenamts und effektivere Wirtschaftsförderung – das ist in Kurzform das Wahlprogramm des Bürgermeisterkandidaten Armin Pollehn. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands und der CDU-Ratsfraktion hat am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang seiner Partei dargelegt, welche Aufgabenschwerpunkte er setzen will.

Er sei im vergangenen Jahr oft in der Stadt unterwegs gewesen, habe mit den Bürgern gesprochen und viel erlebt, berichtete Pollehn. Er habe viele Menschen kennen gelernt – in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Seine Erkenntnis: „Die Bürger sind aufgeklärt, sie wollen nicht belehrt werden und nicht die Welt erklärt bekommen.“ Deshalb wolle er, dass die Bürger mehr zur Wort kommen bei den Entscheidungen in ihrer Stadt. Zurzeit gebe es nur Bürgerversammlungen zu Projekten, die strittig oder besonders teuer sind. Aufgefallen sei ihm bei diesen Versammlungen, „das letzte Wort hat immer der Bürgermeister, der dann erklärt, wie die Welt funktioniert“. Diesen Stil will Pollehn nach eigenem Bekunden nicht pflegen, wenn er denn am 26. Mai zum Bürgermeister gewählt wird.

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„Der Rat ist die oberste Instanz in der Stadt, dann kommt der Verwaltungsausschuss und dann erst der Bürgermeister. In den letzten 23 Jahren war es umgekehrt. Das ist aber nicht meine Vorstellung von einer parlamentarischen Demokratie“, betonte Pollehn mit einem Seitenhieb auf Amtsinhaber Alfred Baxmann (SPD). Folgerichtig versprach er künftig mehr Offenheit bei allen politischen Entscheidungen.

Wichtig sei ihm auch, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erhalten und zu fördern. Ein Ausdruck dieses Zusammenhalts ist ehrenamtliches Engagement. „Burgdorf ist eine unheimlich engagierte Stadt“, betonte Pollehn. Es sei wichtig, diesen freiwilligen Einsatz der Bürger für die Allgemeinheit weiterhin zu unterstützen.

Für förderungsbedürftig hingegen hält der CDU-Bürgermeisterkandidat Burgdorfs Wirtschaft. „In Burgdorf liegen wir vier bis fünf Jahre zurück.“ Altwarmbüchen und Kirchhorst seien „Boom-Towns“ geworden. „Diese Entwicklung haben wir verschlafen.“ Seiner Ansicht nach ist das Projekt Aue-Süd deshalb ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Stadt. Außerdem treibe ihn die Frage um, wie die Innenstadt attraktiver werden kann, erklärte Pollehn. Sein Vorschlag: „Wir müssen die Läden auf engem Raum konzentrieren.“ Die Geschäfte in den Parallelstraßen zur Marktstraße seien schon zu weit weg. „Wichtig für eine bessere Aufenthaltsqualität ist darüber hinaus eine gute Gastronomie.“

Beim Thema Schulpolitik verwies Pollehn auf den Erfolg der CDU im Rat der Stadt: „Es ist uns gelungen, dass statt einer Prioritätenliste eine Projektliste aufgestellt wird, die die Verwaltung abarbeitet.“

Von Anette Wulf-Dettmer