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Burgdorf Café Klönschnack besteht seit einem Jahr
Umland Burgdorf Café Klönschnack besteht seit einem Jahr
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12:48 24.04.2019
Marie-Luise Behm und Frank Wymazal bei der Essensausgabe. Quelle: Gabriele Gerner
Burgdorf

„Am Anfang dachten alle, wir sind verrückt“, sagt Simone Weber. Die Idee, eine Tagespflege in dem ehemaligen Aldi-Markt am Rubensplatz einzurichten, stieß bei vielen Anwohnern auf Unverständnis. Doch inzwischen besteht das Café Klönschnack der Diakonie Sozialstation seit einem Jahr. Und Simone Weber, Managerin für Assistiertes Aktives Leben bei der Diakonie, ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Der zuvor 600 Quadratmeter große Raum gliedert sich jetzt in einen großzügigen Eingangsbereich, einen Wandelflur, einen Speisesaal mit offener Küche und drei Räume für verschiedene Aktivitäten. Das Farbkonzept und die Bauweise berücksichtigen die Bedürfnisse älterer Menschen – so sind WC-Deckel und Türrahmen besonders hervorgehoben, damit auch Besucher mit Sehbeeinträchtigungen diese gut erkennen. Längst gilt der ehemalige Lieferantenzugang als Eingang, den Besucher vom Ratskamp aus kommend erreichen: Dort findet sich ausreichend Platz zum Parken. Für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl gibt es einen Lift, der elegant die Treppen zum Eingang umgeht.

„Kann ich nächstes Mal mein eigenes Tablet mitbringen?“

Inzwischen besuchen rund 60 Tagesgäste zwischen 70 und 95 Jahren das Café Klönschnack, manche kommen mehrmals pro Woche den ganzen Tag, manche buchen lediglich ab und zu einen Vormittag oder einen Nachmittag. Sie frühstücken zusammen, essen gemeinsam Mittag und nehmen an einer Vielzahl der hier angebotenen Aktivitäten teil: Ob Vorlesestunde oder Singkreis, Basteln, Handwerken, Malen oder Tablet-Kurs – in kleinen Gruppen können sich die Senioren je nach Interessenlage zusammenfinden. Wer will, kann aber auch für sich bleiben. An diesem Nachmittag spielen im Herrenzimmer ein paar Männer eine Runde Skat. Im Nebenraum singen Frauen: „Wenn ich ein Vöglein wär, flög ich zu Dir“.

Die Diakoniestation setzt auf Aktivität statt Passivität: „Gestern haben wir Seifen selbst hergestellt“, sagt Weber und zeigt die duftenden Kreationen. Auch beim Bau des Hochbeets am Eingang haben sich Gäste eingebraucht – einige zimmerten die Wände, andere pflanzten die Blumen. Im Tablet-Kurs staunt Weber immer wieder, wie technisch versiert viele Senioren sind und sagt: „Da heißt es oft 'Kann ist nächstes Mal mein eigenes Tablet mitbringen?'“ Um die Besucher kümmern sich nach Aussage Webers drei Altenpfleger und vier Betreuer sowie Ehrenamtliche, die das breite Angebot entwickeln und aufrecht erhalten.

Im einem ehemaligen Aldi-Markt am Rubensplatz ist seit einem Jahr die Tagespflege der Diakoniestation beheimatet. Ein Besuch bei Senioren und Betreuern.

Von Gabriele Gerner

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