Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf Das Forsthaus bleibt stehen
Umland Burgdorf Das Forsthaus bleibt stehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 26.08.2018
Nach der Rodung steht die Brandruine des denkmalgeschützten Forsthauses wie nackt auf dem Försterberg.
Nach der Rodung steht die Brandruine des denkmalgeschützten Forsthauses wie nackt auf dem Försterberg. Quelle: Joachim Dege
Anzeige
Burgdorf

Die Brandruine des denkmalgeschützten Forsthauses in Sichtweite zum Kreisel am Schwarzen Herzog steht seit dieser Woche ganz und gar nackt da auf dem Försterberg. Arbeiter einer Bauunternehmung aus Peine haben das Areal rund um das 1680 errichtete und im Juni durch einen Brand zerstörte Fachwerkgebäude diese Woche mit schwerem Gerät im Auftrag des Eigentümers gerodet. Passanten reagierten reihenweise mit Bestürzung auf den kahlen Anblick. Unter ihnen der frühere Ratsherr Hermann Schwuchow, der umgehend einen Brief an die Ratsfraktionen aufsetzte, um zu verhindern, dass das Gebäude dem Boden gleichgemacht werde: „Es wäre schade, wenn so ein Kulturgut und damit Geschichte verloren geht“, sagte Schwuchow, der nach eigenem Bekunden 1966 mit Beginn seiner Lehre einen seiner ersten Arbeitseinsätze in dem historischen Forsthaus hatte. Die Stadt kann Schwuchow und alle anderen, die einen geplanten Abriss als Grund der Rodung befürchten, beruhigen: „Das Gebäude wird definitiv nicht abgerissen“, versicherte Stadtsprecher Sebastian Kattler auf Nachfrage. Die Stadt sei in Gesprächen mit dem Architekten des Eigentümers, der Bauunternehmung Duran. Und zwar mit dem Ziel, das Gebäude zu erhalten. Auch das Landesdenkmalamt sei involviert.

Nach der Rodung steht das historische Gemäuer wie nackt auf dem Försterberg.

Von Joachim Dege