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Burgdorf „Der dressierte Mann“ bringt das Publikum zum Lachen
Umland Burgdorf „Der dressierte Mann“ bringt das Publikum zum Lachen
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16:29 07.04.2019
Helen (Rhonda Neumann) erzählt Bastian (Julian Schmidtmann), das sie den Job angeboten bekommen hat, den er gern haben will. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Burgdorf

„Viel Spaß und Unterhaltung“ hat das VVV-Theater vor der fünften und letzten Aufführung der Komödie „Der dressierte Mann“ dem Publikum versprochen. Die rund 70 Zuschauer wurden am Sonnabendabend im Jugend- und Kulturhauses Johnny B. nicht enttäuscht – nicht zuletzt dank der vier Akteure auf der Bühne: Julian Schmidtmann, Rhonda Neumann, Angela Düchting und Jenny Polomski. Deren schauspielerische Leistung würdigte das Publikum nach der 90-minütigen Vorstellung mit viel Applaus.

Lachen musste mancher Besucher vielleicht auch deshalb, weil ihm der Spiegel vorgehalten wurde. Denn auch fast 50 Jahre nach Erscheinen des Buches „Der dressierte Mann“, in dem die Autorin Esther Vilar die umstrittene These vertritt, dass die Frau den Mann unterdrücke, verdienen in der Regel immer noch Frauen weniger als Männer und müssen sich um Haushalt und Kinder kümmern.

Bastians Stolz wird gekränkt

In dem Theaterstück will Bastian (Julian Schmidtmann) bei einem selbst zubereiteten Abendessen Helen (Rhonda Neumann) einen Heiratsantrag machen. Doch alles läuft schief. Helen verspätet sich, und Bastian verbrennt sich bei der Zubereitung die Hände. Für ihn kommt es noch schlimmer: Helen erzählt ihm, dass der Chef ihr in der Bank den Posten angeboten hat, auf den er selbst spekuliert hatte und sie jetzt zehnmal mehr verdient als Bastian. Das ist für ihn zu viel. Sein Stolz ist gekränkt. Von der Verlobung will er nichts mehr wissen und betrinkt sich.

Die Mütter Elisabeth Schröder-Röder (Jenny Polomski, links) und Konstanze Engelbrecht (Angela Düchting, rechts) schmieden mit Helen (Rhonda Neumann) einen Plan, wie Bastian (Julian Schmidtmann) doch noch um Helens Hand anhalten soll. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Unerwartet tauchen Helens und Bastians Mütter in der Wohnung ihrer Kinder auf. Es sind zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Helens Mutter Konstanze Engelbrecht (Angela Düchting) ist Zahnarztgattin, deren Lebensinhalt hauptsächlich aus Shoppen besteht. Elisabeth Schröder-Röder (Jenny Polomski), Bastians Mutter, ist Frauenrechtlerin. Trotzdem schmieden beide einen Plan, wie Bastian doch noch um Helens Hand anhalten soll. Helen soll das Heimchen am Herd spielen. Doch das geht daneben.

Das Stück endet mit der Pointe, dass Bastian zu Hause bleibt und Helen Karriere macht. So will Bastian zum Schluss wissen, was Helen am nächsten Tag zur Arbeit anziehen will. „Die blaue Hose und eine weiße Bluse“, sagt sie. „Beides hängt gebügelt im Schrank“, antwortet ihr „dressierter Mann“.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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