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Burgdorf Die Stadt ehrt ihre erfolgreichen Sportler
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Burgdorf: Die Stadt ehrt ihre erfolgreichen Sportler

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00:18 01.06.2019
Stolz zeigen die jungen Samurai-Kämpfer, die auf Regions- und Bezirksebene mit ihren Leistungen überzeugt haben, ihre Urkunden. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

Schützen, Judoka, Golfer, Basket-, Volley- und Faustballer sowie Leichtathleten hat die Stadt Burgdorf bei ihrer diesjährigen Sportlerehrung für ihre Leistungen auf Landes-, Bezirks-, Regions- und Kreisebene mit Urkunden ausgezeichnet. Auch ein Deutscher Meister ist unter ihnen: der Kegler Steven Gruß. Erstmals fand die Veranstaltung im Culturcircus-Zelt im Schlosspark statt. Passend zu dieser Kulisse unterhielten die kleinen Artisten des JohnnyB.-Zirkus’ Kritzpritzknuckelmuckeldü die Sportler und ihre Begleiter mit ihren Darbietungen.

Das sind die geehrten Sportler

Sieben Vereine aus dem Stadtgebiet haben ihre erfolgreichsten Sportler für die Ehrung angemeldet: Golfclub, Schützengesellschaft, Samurai, Schießsportgemeinschaft, die Turn- und Sporverveinigung, der Verein Burgdorfer Kegler und des Heeßeler SV.

Vom Golfclub sind das Lucas Joel Hendriks Albert und Sabrina Hoxhaj, Ella Wichmann, Janes Winkler, Felix Bode, Lorenz von der Höh, Conner Verney, Leonard Erdmann-Jesnitzer, Joshua Danne, Noah Bruns, Ole Klingebiel, Ole Ammenhäuser, Vincent Behschnitt mit ihren Trainern Hans-Christian Vernekohl und Bill Knowles.

Burgdorfer Schützengesellschaft: Anna-Sophia und Nicolas Brauer, Finn-Luca Bähre, Rieke und Rabea Hansen, Marco und Timo Schulze-Frieling, Julia-Marie Rinne mit ihrer Trainerin Anja Piel.

Kampfsportverein Samurai: Domenic Lilienthal, Alexander Busse, Kelvin Koch, Jasper Grußendorf, Mia Sophie Diedrich, Laura Mathilda Kamp, Nina Baars mit ihrer Trainerin Anja Kuhlgatz.

Schießsportgemeinschaft Burgdorf: Kerstin Gehrke, Silke Bäßmann, Silke Opitz.

TSV-Volleyballer: die Jugendlichen Silvana El-Fahel, Sabine Marien Engler, Imke Hartkopf und Trainerin Lina-Marie Arlt sowie die 1. Herren-Mannschaft mit Robert Antowski, Hendrik und Steffen Bauerochse, Euler Timm, Kevin Fischer, Cedric Hauf, Lukas Kühle, Niclas Lindemann, Adrian Löhr, Malte Moeller, Ole Ringelmann, Tim Siele, Dennis Sutmöller, Kolja Westphal und Trainer Kai Hartel.

TSV-Faustballer: Laurenz Volkmann, Steffen Schrader, Elias Böhm, Tom Olders, Luan Selimi und die Trainer Christian Kupisch und Holger Harnack.

Basketballer des Heeßeler SV: Anton Frackenpohl, Laurenc Könecke, Maurits Könecke, Maximilian Könecke, Felix Dietz, Jannis Engel, Maximilian Lührmann, Jasper Scheel, Tim Schmezko, Georg Thormann.

TSV-Leichtathleten: Anouk Schäfer, Vianne Schäfer, Greta Nolte, Rebecca Lichomski, Lina Zoé Rüth, Janna Ritter, Anna Schmidt, Sierra Zimmermann, Fiene Buchholz, Johanne Buchhholz, Lisann Schleihahn, Ann-Sophie Wilken.

Die Stadt verstehe sich als Partner der Vereine, sagte Matthias Paul, der als stellvertretender Bürgermeister diesmal die Urkunden an die fast durchweg jungen Sportler überreichte. Er verwies auf die städtischen Sportanlagen, die nach und nach ausgebaut würden. „Ein ganz deutliches Signal wird mit der geplanten neuen IGS-Sporthalle gesetzt.“ Den Vereinen zollte Paul Anerkennung für ihr Engagement: „Sie sind eine wichtige Säule des Gesamtkonzerts dessen, was Burgdorf ausmacht.“ Ein dickes Dankeschön gehe an alle – Eltern, Großeltern, Übungsleiter und Trainer – die hinter den jungen Sportlern mit ihren Erfolgen stünden. Stellvertretend für die Arbeit hinter den Kulissen wurde Olaf Kendziorra, Betreuer und Torwarttrainer des SV Sorgensen, ausgezeichnet.

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Paul steht mit dem Sport auf Kriegsfuß

Freimütig bekannte Paul, er selbst stehe „mit dem Sport auf Kriegsfuß“. Sein größter sportlicher Erfolg sei der Sieg bei einem 5000-Meter-Lauf in der Schulzeit gewesen. „Gewonnen habe ich aber nur, weil der Favorit während des Laufs wegen gesundheitlicher Probleme aufgegeben hat“, erinnerte er sich am Rande der Veranstaltung.

Kommentar: Zeit für ein neues Konzept

Die Sportlerehrung der Stadt in ihrer jetzigen Form ist offensichtlich ein Auslaufmodell. Da hilft auch das Ambiente in der Manege des CulturCircus-Zelts nicht. Die geehrten Sportler und ihre Betreuer blieben am Dienstagnachmittag unter sich, und selbst in ihren Reihen klafften Lücken. Nicht alle, die ausgezeichnet werden sollten, kamen. Ob wegen des Termins – an einem Werktag um 17 Uhr – oder der eher lieblos gestalteten Feierstunde sei dahin gestellt.

Der Nachbargemeinde Uetze ist es beispielsweise mit den Vereinen gelungen, die Sportlerehrung von ihrem angestaubten Image zu befreien und das Interesse vieler an dieser Veranstaltung zu wecken: Alle Einwohner können sich dort an der Wahl des Sportlers oder der Sportlerin des Jahres beteiligen.

Man kann aber auch gleich größer denken und einen Tag des Sports auf die Beine stellen, in dessen Rahmen Burgdorf seine ambitioniertesten Sportler ehrt. Das wäre eine tolle Werbung für den Sport und würde dessen oft beschworene Bedeutung unterstreichen. Nicht zuletzt könnte ein Open-Air-Aktionstag helfen, die Menschen wieder mehr in Bewegung zu bringen. Längst belegen Studien, dass wir alle uns viel zu wenig bewegen.

Egal, welche Vorschläge letztlich umgesetzt werden können, eines ist klar: So wie die Sportlerehrung zurzeit abläuft, ist dafür jeder Organisationsaufwand zu schade. Wenn die Veranstaltung eine Zukunft haben soll, muss ein neues Konzept her.

Von Anette Wulf-Dettmer

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