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Burgdorf Dreschefest in Schillerslage zeigt Kartoffelanbau im Zeitraffer
Umland Burgdorf

Burgdorf: Dreschefest in Schillerslage zeigt Kartoffelanbau im Zeitraffer

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10:45 16.09.2019
Eine richtige Kraftarbeit: Beim Umpflügen des Ackers für den Kartoffelanbau legt Heiner Wehrs selbst mit Hand an. Quelle: Laura Beigel
Schillerslage

Vor annähernd 400 Jahren wurde das Nachtschattengewächs vom preußischen König Friedrich II. erstmalig in Deutschland angebaut, heute ist es aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken: die Kartoffel. Mit wie viel Kraftaufwand der Erdapfel zu Großvaters Zeiten angebaut wurde, zeigte der Förderverein Ortsfeuerwehr Schillerslage (FOS) am Sonntag beim Dreschefest in Burgdorf-Schillerslage.

Zehn historische Maschinen werden vorgeführt

Zum 33. Mal entstand auf dem Acker hinter der Feuerwehrwache ein Freilichtmuseum für historische landwirtschaftliche Maschinen. Ausgestellt waren dort unter anderem ein Pflug aus Holz sowie ein Sackroder. Letzterer zähle bereits zu den jüngeren Maschinen, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Heiner Wehrs. Rund 100 Landwirtschaftsgeräte waren auf dem Gelände zu sehen. Zehn von ihnen wurden sogar in natura vorgeführt.

Dabei demonstrierten die Mitglieder des Fördervereins im Zeitraffer, wie die Landwirte vor 80 Jahren auf ihren Feldern Kartoffeln angebaut haben – von der Vorbereitung des Ackerbodens über die Aussaat bis hin zur Rodung. „Es geht darum, die Maschinen vorzustellen und zu verstehen“, sagte Wehrs, der bei der Vorführung selbst mit Hand anlegte. „Die Landwirtschaft vor 80 Jahren ist ein riesiger Kraftaufwand gewesen.“ Das wurde auch den interessierten Zuschauern beim Anblick der Feldarbeit bewusst.

Alte Maschinen werden regelmäßig gewartet

Vor allem die Dreschmaschine aus den Fünfzigerjahren sorgte für großes Interesse bei den Festbesuchern. Angetrieben von einem Ackerschlepper wurde in der Maschine früher das geerntete Getreide ausgedroschen und das Korn gleich in Säcke abgefüllt. So fortschrittlich wie die Maschinen für damalige Verhältnisse wirkten, viele von ihnen würden nach den heutigen Standards nicht mehr zugelassen werden, sagte Wehrs. Statt für die Feldarbeit eingesetzt zu werden, seien die Geräte in Scheunen untergebracht und werden regelmäßig instand gesetzt.

Das Dreschefest kann nicht nur mit den historischen Landwirtschaftsmaschinen punkten, sondern auch mit kleinen Attraktionen – vor allem für die jüngeren Besucher.

Dreschefest ist auch ein Spaß für junge Besucher

Das Dreschefest hatte aber nicht nur für Freunde von historischen Landwirtschaftsmaschinen etwas zu bieten, sondern auch für die jüngeren Besucher. Auf dem Gelände hinter der Feuerwache konnten sie Trecker fahren und Ponys reiten. Außerdem boten einige Essensstände – wie zum Beispiel eine Kartoffelpufferbude – Leckeres für den kleinen Hunger feil.

Gegen Ende des Dreschefestes pflügte ein Pflug aus den angelegten Ackern die letzten Kartoffeln, die die Besucher mit nach Hause nehmen durften.

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Von Laura Beigel

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