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Burgdorf Stadt findet erneut Asbest in der Waldschule in Ehlershausen
Umland Burgdorf

Burgdorf: Erneut Asbest-Funde in der Waldschule in Burgdorf-Ehlershausen

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17:25 20.09.2019
Der Raum der ehemaligen Bücherei, der zum Differenzierungraum umfunktioniert werden soll, ist mit Asbest belastet und deshalb mittlerweile verschlossen. Quelle: Joachim Dege (Archiv)
Ehlershausen

Nicht nur in einer, sondern in mehreren Wänden der Waldschule Ehlershausen hat die Stadt jetzt Asbest gefunden. Nach einem ersten Asbest-Fund im Juni ließt die Stadt am 2. September auch den Klassenraum zwei sowie drei weitere Wände der ehemaligen Bücherei beproben. Die Befürchtung, dass aus den Rissen und den Stellen mit abgeplatztem Putz Asbest in die Luft des Klassenraumes gelangt sein könnte, bestätigte sich allerdings nicht. In den aus der Wand des Klassenraums genommenen Proben ließ sich kein Asbest nachweisen, teilt die Stadt mit.

Anders sieht die Situation in der ehemaligen Bücherei aus, die die Schule künftig als Differenzierungraum für das Klassenzimmer eins nutzen will. Im Vorgriff auf einen notwendigen Wanddurchbruch für ein Sichtfenster zum Klassenzimmer hatte ein Schadstoffgutachter am 28. Juni aus der Wand zum Nachbarraum Proben entnommen. Diese enthielten, wie sich später herausstellte, Asbest. Darum entnahm der Gutachter Anfang September auch aus den anderen Wänden des Raums Proben. Die Wand zum Flur erwies sich als schadstofffrei. In den anderen zwei Wänden aber fand sich erneut Asbest.

CDU fordert von der Stadt Raumluftmessungen

Die CDU-Fraktion im Ortsrat wünscht sich nun, dass ein Sachverständiger sich von der Gesamtsituation in der Waldschule ein Bild macht. Dabei soll er auch untersuchen, ob sich in der Raumluft Asbestpartikel befinden. Ihre Forderung gossen die Christdemokraten in einen förmlichen Antrag. „Weiterhin beantragen wir, dass nun notwendige Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, um einen ungestörten Schulbetrieb aufrechterhalten zu können“, schreibt die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Sonja Heyna an Bürgermeister Alfred Baxmann.

Heyna gehört nicht nur dem Ortsrat an. Sie war bis Donnerstagabend in Personalunion Elternratsvorsitzende der Waldschule, seitdem ist sie die Stellvertreterin. Nicht von der Gebäudewirtschaftsabteilung im Rathaus, sondern als Elternvertreterin will Heyna von Schulleiterin Esther Tönsing inoffiziell erfahren haben, was bei den erneuten Messungen herauskam.

Eltern: Stadt soll die Raumluft messen lassen

Am Donnerstagabend tagte der Schulelternrat. Schulleiterin Tönsing, die wegen der jüngsten Testergebnisse mit dem Rathaus bereits vorab Kontakt hatte, informierte die Elternvertreter der fünf Waldschulklassen. Die Eltern zeigten sich laut Heyna erleichtert darüber, dass in den beiden Klassenzimmern nichts gefunden wurde. Sie fragten sich allerdings angesichts der vielen alten Löcher im Wandputz der ehemaligen Bücherei, warum die Stadt noch keine Raumluftmessung veranlasst habe und wünschen sich eine solche. Schließlich sei auch früher in die Wände gebohrt worden, als noch niemand gewusst habe, dass der krebserregende Dämmstoff verbaut worden war, so die Sorge.

„Für eine weitere Nutzung der Räume bedarf es keiner baulichen Maßnahmen, besondere Verhaltensregeln in der Nutzung sind nicht erforderlich“, ließ Bürgermeister Baxmann Heyna mit Schreiben vom 3. September mitteilen. Im eingebauten, festgebundenen Zustand sei Asbest nicht schädlich. „Gefahr im Verzug besteht hier nicht.“

Schulklasse kommt in anderem Raum unter

Inzwischen hat die Stadt den beabsichtigten Wanddurchbruch verschoben und sich auf die Suche nach einer Fachfirma begeben. Diese soll beauftragt werden, in den Herbstferien den kontaminierten Wandputz im einstigen Büchereiraum abzutragen. Dazu werde der Raum von den angrenzenden Räumen abgeschottet, um eine Ausbreitung der gefährlichen Fasern zu unterbinden.

Danach soll der Raum gereinigt und die Raumluft gemessen werden. Erst dann erhalte der Raum einen neuen Putz mitsamt Anstrich, bevor schließlich der Durchbruch für das Sichtfenster hergestellt werden könne, heißt es in einem Vermerk der Gebäudewirtschaftsabteilung. Weil die Arbeiten voraussichtlich länger dauerten als die Herbstferien, sei mit Schulleiterin Tönsing vereinbart, dass die Schüler aus dem Klassenzimmer eins in dieser Zeit in einem anderen Raum untergebracht werden.

Wie die Stadt mit den weiteren Asbestfunden umgeht, diese Frage beschäftigt auch den Ortsrat der beiden Dörfer Ramlingen und Ehlershausen in seiner nächsten Sitzung. Das Gremium kommt am Dienstag, 24. September, um 19 Uhr im Saal der Martin-Luther-Kirchengemeinde an der Ramlinger Straße 25 zusammen.

Von Joachim Dege

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