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Burgdorf Etappensieg für Hülptingser Eltern
Umland Burgdorf Etappensieg für Hülptingser Eltern
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15:28 10.12.2018
Nur die beiden Haltestellenschilder weisen Autofahrer derzeit auf der Straße Vor den Höfen daraufhin, dass an dieser Stelle mit Fußgängern zu rechnen ist. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Hülptingsen

Der Schulweg für die Hülptingser Kinder soll sicher sein – da sind sich Eltern, Politiker und die Stadtverwaltung einig. Doch wie, darüber wird seit Monaten diskutiert und gestritten. Jetzt scheint eine Lösung – zumindest eine vorübergehende – greifbar nahe. Der Verkehrsausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, an der Straße Vor den Höfen vor den Bushaltestellen Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ und Geschwindigkeitsmessgeräte, die den Autofahrern in der Tempo-30-Zone permanent anzeigen, wie schnell sie unterwegs sind, aufzustellen. Das Geld dafür soll im Haushalt für das Jahr 2019 bereitgestellt werden.

Darüber hinaus unterstützen die Ausschussmitglieder den CDU-Antrag, als Option auch Mittel für die Installation einer Fußgängerampel (20.000 bis 25.000 Euro) oder der Anlage eines Fußgängerüberwegs (laut Stadt mindestens 60.000 Euro) auf der Hülptingser Durchgangsstraße in den Etatplan 2019/2020 aufzunehmen. Die Entscheidung fällt in der Ratssitzung am Donnerstag, 13. Dezember, wenn der Doppelhaushalt der Stadt verabschiedet wird.

Die Eltern der Hülptingser Grundschüler, die seit August 2017 die Grundschule in der Innenstadt besuchen und deshalb mit dem Bus fahren müssen, kämpfen seitdem dafür, dass der Schulweg ihrer Kinder sicherer wird. Am liebsten hätten sie eine Bedarfsampel oder zumindest einen Zebrastreifen. Derzeit begleiten die Eltern ihre Kinder beim Überqueren der Straße Vor den Höfen, damit diese am frühen Morgen unbeschadet über die stark befahrene Straße kommen. Als die jungen Hülptingser in der Gudrun-Pausewang-Schule in der Südstadt unterrichtet wurden, gab es das Problem nicht. Sie fuhren mit dem Fahrrad auf Radwegen und über ampelgesteuerte Kreuzungen. Deshalb sehen die Eltern auch die Stadt in der Pflicht, den neuen Schulweg endlich sicherer zu machen.

Doch die Stadtverwaltung ebenso wie die ausschlaggebende Verkehrsbehörde der Region Hannover lehnen bislang sowohl eine Ampel als auch einen Zebrastreifen ab. Die Begründung: Es sind zu wenige Kinder, die dort in der Zeit von 7 bis 8 Uhr die Straße überqueren, um zur Bushaltestelle in Richtung Burgdorfer Innenstadt zu gelangen. Statt der erforderlichen mindestens 30 wurden bei einer Zählung am 6. November nur 25 Schüler gezählt.

Die Hülptingser Eltern haben daraufhin selbst juristischen Rat eingeholt. Diese rechtliche Bewertung kommt zu dem Schluss: Die Begründung der Region basiert auf veralteten Vorschriften, die darüber hinaus auch noch falsch sortiert seien. Die Kernaussage der Stellungnahme: „Es kommt nicht mehr auf die Zahl der Querungen an, sondern wichtig ist, wie regelmäßig die Kinder die Straße überqueren.“ Dieses Schriftstück wurde der Stadtverwaltung zur nochmaligen Prüfung der rechtlichen Situation übergeben. Diese will jetzt Kontakt mit dem Juristen aufnehmen, der es erarbeitet hat.

Von Anette Wulf-Dettmer

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