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Burgdorf Fahrraddiebe auf Beutezug an S-Bahn-Stationen
Umland Burgdorf

Burgdorf: Fahrraddiebe auf Beutezug an S-Bahn-Stationen

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14:07 16.07.2019
Professionelle Fahrraddiebe sind mit professionellem Werkzeug ausgestattet, um Fahrradschlösser - hier eine gestellte Szene - knacken zu können. Quelle: Symbolbild (Andreas Gebert)
Burgdorf/Otze

Im Stadtgebiet Burgdorf suchen Fahrraddiebe offenbar gezielt nach lohnenswerter Beute an den S-Bahn-Stationen. In den vergangenen Tagen wurden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte, zwei hochwertige Fahrräder am Burgdorfer und am Otzer Bahnhof entwendet – obwohl diese von ihren Besitzern gesichert abgestellt worden waren.

Der erste Diebstahl ereignete sich in der Zeit von Sonnabend, 9.15 Uhr, bis Sonntag, 9.15 Uhr. Gestohlen wurde ein schwarz-weißes Damenfahrrad der Firma Rabeneick mit 28-Zoll-Reifen und einer Sieben-Gang-Nabenschaltung. Die Geschädigte hatte ihr Rad mit einem Seilschloss gesichert an der Lehrter Straße auf der Westseite des Bahnhofs in Burgdorf abgestellt.

Am Otzer S-Bahnhof ist am vergangenen Donnerstag ein blaues Trekkingrad der Marke Gudereit mit 28-Zoll-Reifen und einer Acht-Gang-Nabenschaltung gestohlen worden. Der Besitzer hatte sein Rad mit einem Spiralschloss gesichert um 6.50 Uhr am Fahrradständer abgestellt. Als er um 21.30 Uhr damit wieder nach Hause fahren wollte, war es verschwunden.

Die Polizei fragt: Wer hat die Fahrraddiebe gesehen?

Die Polizei Burgdorf bittet mögliche Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit den Fahrraddiebstählen gemacht haben oder Hinweise auf die bislang unbekannten Täter geben können, sich mit ihr unter Telefon (05136) 8861-4115 in Verbindung zu setzen.

Kleine Tricks können Diebe ablenken

Ein Patentrezept, wie Fahrräder vor Diebstahl zu schützen sind, gibt es nicht. Aber einige Faustregeln sollten Radfahrer schon berücksichtigen. Demnach ist ein Fahrrad mit einem robusten Schloss nicht nur abzuschließen, sondern an einen festmontierten Ständer oder Ähnlichem anzuschließen. Experten raten, für ein sicheres Schloss etwa zehn Prozent der Fahrradkaufsumme zu investieren. „An den Bahnhöfen sollten die Räder möglichst in den Sicherheitskäfigen abgestellt werden“, sagt ein Burgdorfer Beamter.

Auch kleine Tricks können ein Fahrrad für einen Dieb zumindest auf den ersten Blick uninteressant machen: Zum Beispiel ein hochwertiges Rad mit einem Fahrradkorb ausstatten oder sein Rad nicht auf Hochglanz putzen, sondern bis auf die Kette ruhig staubig lassen. Außerdem sollten teure Räder generell nicht über Stunden unbeaufsichtigt im öffentlichen Straßenraum abgestellt werden – auch nicht wenn sie mit einem sehr guten Schloss gesichert sind, rät die Polizei.

So sichern Sie Ihr Fahrrad gegen Diebstahl

Im vergangenen Jahren sind in Deutschland 292.015 Fahrräder bei der Polizei als gestohlen gemeldet worden. „Dabei können schon einfache Maßnahmen vor Fahrraddiebstahl schützen“, erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Das sollten Fahrradbesitzer beherzigen:

Nutzen Sie stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser mit massivem Schließsystem aus hochwertigem Material, beispielsweise aus durchgehärtetem Spezialstahl.

Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand, wie Fahrradständer und Laternenpfahl) oder mit anderen Rädern zusammen. Das gilt auch in Fahrradabstellräumen.

Wenn Sie ein Elektrofahrrad abstellen, nehmen Sie wertvolle Zubehörteile wie den Akku unbedingt immer mit oder sichern Sie diesen mit einem zusätzlichen stabilen Schloss. Die Akku-Schlösser, die viele Elektrofahrräder haben, reichen als Diebstahlschutz nicht aus.

Vermeiden Sie, Ihr Rad in dunklen Ecken, auf einsamen Plätzen oder an schlecht einsehbaren Straßen abzustellen. Auch Öffentlichkeit schützt vor Diebstahl.

Notieren Sie Rahmennummer, Marke und Typ Ihres Fahrrads in einem Fahrradpass und legen Sie ein aktuelles Foto Ihres Rads dazu oder benutzen Sie hierzu die digitale und kostenlose Fahrradpass-App der Polizei. Bei vielen in Deutschland verkauften Fahrrädern ist eine individuelle Rahmennummer bereits in den Rahmen eingraviert, eingeschlagen oder anderweitig fest mit dem Rahmen verbunden.

Achten Sie darauf, dass an Ihrem Fahrrad eine Individualkennzeichnung angebracht ist.

Fahrraddiebe trauen sich auch auf Privatgrundstücke

Selbst vor der eigenen Haustür oder sogar auf dem Grundstück sind ungesichert abgestellte Fahrräder vor Dieben nicht sicher, wie mehrere Fälle in Burgdorf und Uetze in den vergangenen Monaten gezeigt haben.

Mehr dazu lesen Sie hier: Diebe stehlen Fahrrad vom Hof und Dieb stiehlt Mountainbike aus der Garage.

Von Anette Wulf-Dettmer

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