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Burgdorf So sehen die Pläne für den Saisonstart im Freibad aus
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Burgdorf: Freibad öffnet 2021 unter diesen Corona-Regeln

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16:13 27.05.2021
Betriebsleiter Ralf Beer und sein Team freuen sich auf die Rückkehr der Badegäste.
Betriebsleiter Ralf Beer und sein Team freuen sich auf die Rückkehr der Badegäste. Quelle: Antje Bismark
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Burgdorf

Geht es nach Ralf Beer, Betriebsleiter im Hallenfreibad, und seinen Kollegen, dann könnte das Freibad in den nächsten Tagen öffnen: Sie haben bereits vor zwei Wochen das Hygienekonzept an die Region Hannover übersandt, etwa 1900 Kubikmeter Wasser in das große Becken einlaufen lassen und die Grünanlagen für die Besucher vorbereitet. „Nun warten wir darauf, dass die Inzidenz unter 50 fällt und wir danach die Genehmigung für das Öffnen erhalten“, sagt Beer.

Für das Team kehrt in dieser Woche die Normalität zurück, denn am 2. November vergangenen Jahres musste das Hallenbad – wie alle Bäder in Niedersachsen – schließen. Von den 13 Beschäftigten mussten neun in die 100-prozentige Kurzarbeit wechseln, bis jetzt. „Die anderen haben die Arbeiten erledigt, die im regulären Betrieb liegen geblieben waren“, sagt Beer. Inzwischen sei alles gerichtet, sodass die Badegäste kommen könnten. Endlich, fügt der Betriebsleiter hinzu.

Negativer Test, Impfung, überstandene Infektion: Bad fordert Nachweis

Zwar habe das Wasser noch eine Temperatur von 20 Grad Celsius, doch mit dem Start werde es auf 24 Grad Celsius erwärmt. Dann greift das Hygienekonzept, das ein Einbahnstraßensystem von der Kasse zum Becken vorsieht. Der Rückweg führt durch den Duschbereich zum Ausgang. Jeder Badegast muss entweder einen negativen Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder seine zweite Impfung oder Genesung nach einer Coronavirus-Infektion nachweisen. „Stichprobenartig werden wir auch die Personaldokumente prüfen“, kündigt Beer an.

Maximal 360 Frauen, Männer und Kinder dürfen sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten, 100 von ihnen im Schwimmbecken. Dieses gliedert sich – wie im Vorjahr – in drei Bereiche: Schwimmer, Nichtschwimmer, Sprungbecken. „Das Vorgehen hat sich im vergangenen Jahr bewährt, deshalb setzen wir es fort, auch wenn wir mehr Personal für die Kontrolle benötigen.“ Gesperrt bleiben das Plansch- und das Babybecken. Für diejenigen, die gerade keine Bahnen ziehen, stellt das Team die Strandkörbe und Liegestühle zum Erholen auf, die die Beschäftigten in den Pausen desinfizieren.

Hallenbad bekommt eine neue Rutsche

Denn die Badegäste müssen sich wieder auf Zeitzonen einstellen: Montags bis freitags dauern diese von 6 bis 8.30 Uhr, von 9 bis 13 Uhr, von 14 bis 17.30 Uhr und von 18 bis 19.30 Uhr. Am Wochenende gilt die Öffnung von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Die Auslastung der Anlage veröffentlicht das Badteam im Internet: „Eine Ampel auf unserer Homepage zeigt genau, ob wir noch jemanden einlassen können oder nicht“, sagt Beer. Seinen Angaben zufolge öffnet auch die Gastronomie mit dem Außenverkauf von Lebensmitteln und Getränken, diese dürfen aber nicht auf der Terrasse verzehrt werden.

Trotz aller Einschränkungen, sagt Beer, freuten sich alle auf die Rückkehr der Besucher – und viele Burgdorfer warten offenbar schon sehnsüchtig auf den Start. „Wir bekommen täglich etliche Anrufe mit der Frage, wann es wieder losgeht“, sagt Betriebsleiter und fügt hinzu, dass die Badegäste keinen höheren Eintritt zahlen müssen. Allerdings steht ihnen in diesem Sommer das Hallenbad nicht zur Verfügung: Weil die blaue Rutsche nicht mehr alle Anforderungen erfüllt, bekommt die Einrichtung eine neue Rutsche aus Edelstahl. Sie führt künftig um die dem Außenbecken zugewandte Ecke einmal um das Gebäude. „Die Rutsche wird nicht länger, aber attraktiver“, verspricht Beer – bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Von Antje Bismark