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Burgdorf „Gewalt kommt nicht in die Tüte“: Betroffene erhalten Infos
Umland Burgdorf

Burgdorf: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“: Betroffene erhalten Infos

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12:41 22.11.2019
Ann-Kristin Drewke (Gleichstellungsbeauftragte Gemeinde Uetze), Petra Pape (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Burgdorf), Fokeline Beerbaum-Vellinga (stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Stadt Lehrte) und Jennifer Glandorf (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Sehnde) wollen Betroffene über Hilfsangebote aufklären. Quelle: Stadt Sehnde
Burgdorf

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“: So lautet die Aktion, mit der der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape auf das Thema aufmerksam machen will. Dabei verteilen die Aktiven in den vier Ostkommunen der Region insgesamt 100.000 Papiertüten mit dem entsprechenden Aufdruck des Mottos der Kampagne. Sie stehen am Sonnabend, 23. November, ab 9.30 Uhr im Eingangsbereich des Edeka-Marktes an der Uetzer Straße und informieren über die Aktion.

Die Inhaber von Bäckereien, Fleischereien, Hofläden, Supermärkten, Kiosken und anderen Verkaufsstellen für Back- und Fleischwaren nutzen die Tüten für ihre Waren, sie unterstützen damit die Aktion der Gleichstellungsbeauftragten und der jeweiligen Präventionsräte. Auf die Tüten gedruckt sind die Telefonnummern von Beratungsstellen, an die sich Frauen wenden können, wenn sie Gewalt erleben. Insbesondere Nachbarn und Freunde sollen sich angesprochen fühlen. „Sie sollen sich trauen, hinzuschauen und zu helfen, damit die Frauen und deren Kinder einen Weg aus der Gewalt finden können“, erklärt Petra Pape, Gleichstellungsbeauftragte in Burgdorf, und verweist darauf, dass der 25. November der von den Vereinten Nationen anerkannte internationale Tag gegen Gewalt an Frauen sei.

Die Fälle von häuslicher Gewalt, die bei der Polizei erfasst würden, seien differenziert zu sehen, sagt Sehndes Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Glandorf. Es gebe eine hohe Dunkelziffer. Messbar sei, dass der Bedarf an Beratung in der AWO-Frauenberatungsstelle stetig steige. Das hat nun auch die Räte der vier Kommunen im Ostkreis Hannover überzeugt. Sie hatten erst im Juni die Erweiterung der entsprechenden Beratungsstelle beschlossen. Ab nächstem Jahr kann damit nun auch Beratung direkt vor Ort in den einzelnen Kommunen angeboten werden.

Von Antje Bismark

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