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Burgdorf Blaulicht-Gottesdienst dankt den Rettern
Umland Burgdorf Blaulicht-Gottesdienst dankt den Rettern
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00:17 25.11.2018
Mehr als 200 Besucher kommen zum ersten Blaulichtgottesdienst in die St.-Pankratius-Kirche. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Mit einem Blaulicht-Gottesdienst am Abend des Buß- und Bettages haben Geistliche der evangelischen und der katholischen Kirche den Rettern in der Stadt für ihren Einsatz gedankt – und ihnen zugleich den Segen gegeben für ihre Arbeit zugunsten ihrer Mitmenschen. Mehr als 200 Besucher kamen zu der Premiere in die St.-Pankratius-Kirche, darunter viele Feuerwehrleute, Polizisten und Mitglieder von THW, ASB, DRK und DLRG.

Angesichts der Resonanz können sich Pastor Dirk Jonas und Pfarrer Martin Karras eine Fortsetzung vorstellen, ob bereits im nächsten Jahr wollen die Theologen mit Vertretern der Hilfsorganisationen abstimmen. Vor dort stammt auch die Idee, die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit einem besonderen Gottesdienst zu würdigen: DRK-Chef Gero von Oettingen hatte die Pastoren in der Stadt darauf hingewiesen, dass andere Kirchengemeinden solche Gottesdienste organisieren. „Diesen Vorschlag haben wir gern aufgegriffen“, sagt Pastor Jonas, der mit Pastor Matthias Paul die evangelische Kirche vertrat.

Am Abend des Buß- und Bettages haben die evangelischen und die katholische Kirche den Helfern gedankt, die sich um das Wohl ihrer MItmenschen sorgen.

„Schon jetzt gibt es Schnittstellen, beispielsweise bei der Notfallseelsorge“, ergänzt Pfarrer Karras. Aber diese unterstütze häufig die Opfer, nicht aber die Retter. „Die Hilfe bieten wir noch nicht in dem Umfang an, der nötig ist, wenn wir einmal auf die Bilder schauen, mit denen Einsatzkräfte konfrontiert werden“, sagt er. Wie auch bei den Einsätzen gehe es den Theologen nicht darum, ausschließlich Christen anzusprechen, sondern all denen zu danken, die ihr Leben für andere Menschen riskieren – unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Einstellung zur Kirche.

Wie vielfältig diese Hilfe aussieht, beschrieb der emeritierte Weihbischof Hans-Georg Koitz vom Bistum Hildesheim, der in seiner Predigt anschaulich den Ablauf des Heiligen Abends mit Spenden für bedürftige Familien schilderte. Ohne die Unterstützung der Organisationen wie Feuerwehr, DRK und THW sei diese Veranstaltung nicht denkbar – ebenso wenig wie Martinsumzüge, sagte der Geistliche, dessen Bruder in Burgdorf wohnt und der die Stadt deshalb gut kennt. „Für mich ist der Blaulicht-Gottesdienst auch eine Premiere“, sagte er vor Beginn. Er begrüße den Gedanken sehr, jenen zu danken, die Dienst am Menschen leisten. „Es ist richtig, eine solche Würdigung nicht bei einem Sommerfest vorzunehmen, sondern am Buß- und Bettag.“

Den passenden Rahmen bot nicht nur die – mit einem hölzernen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr –geschmückte Kirche, sondern auch der Chor New Hymn mit dem Florianslied nach der Melodie von „Lobe den Herrn“. Der Abend klang auch mit einem Beisammensein, für das die Kirchenvertreter das Catering organisiert hatten.

Auf ein positives Echo stößt der Blaulichtgottesdienst bei den Ehrenamtlichen – sie freuen sich über den Dank und Gespräche mit anderen Rettern.

Von Antje Bismark

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