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Burgdorf Kommt die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen?
Umland Burgdorf

Burgdorf: Kommt die Kastrationspflicht für Katzen?

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17:18 25.06.2019
Müssen Katzenhalter in Burgdorf ihre Tiere kastrieren und chippen lassen? Darüber entscheidet am Donnerstag der Rat. Quelle: Symbolbild
Burgdorf

Die Stadt bekommt in den nächsten Monaten eine Kastrationspflicht für Katzen, die zudem einen Chip tragen müssen – diese Vorentscheidung traf am Montagabend der Ausschuss für Haushalt, Finanzen und Verwaltungsangelegenheiten mehrheitlich. Folgt der Rat am Donnerstag, 27. Juni, diesem Beschluss, sind die Tierhalter in der Pflicht.

Im November 2018 hatte die Fraktion Freie Burgdorfer den Antrag gestellt, eine entsprechende Satzung zu erlassen. Bei der neuen Vorgabe orientierte sich die Verwaltung an den Satzungen der Städte Barsinghausen, Gehrden und Celle, dort gelten die neuen Pflichten für Katzenbesitzer bereits. Sie schreiben vor, dass Freigänger, die älter als fünf Monate und nicht für die Zucht vorgesehen sind, von einem Tierarzt kastriert worden sein müssen. Zudem haben sie einen Chip von Tasso oder dem Deutschen Haustierregister zu tragen. „Als Katzenhalterin oder Katzenhalter im Sinne dieser Verordnung gilt auch, wer einer freilaufenden Katze regelmäßig Futter zur Verfügung stellt“, heißt es in der Satzung, die der Ausschuss nun mehrheitlich beschloss. Wer gegen dieses Regelwerk verstoße, begehe eine Ordnungswidrigkeit und müsse mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen.

Kastrationspflicht soll Katzenplage vorbeugen

Lukas Kirstein begründete für die Freien Burgdorfer die Forderung nach der neuen Vorgabe: „Noch hat die Stadt keine Katzenplage“, sagte er in der Sitzung, aber angesichts von sechs bis sieben Jungen pro Wurf innerhalb von wenigen Monaten sei eine Beschränkung durchaus sinnvoll. „Damit beugen wir einer Plage vor“, sagte er. Barthold Plaß (CDU) lehnte den Vorstoß mit dem Hinweis auf die Mehrarbeit im Rathaus ab – dieser Darstellung indes widersprach Stadtrat Lutz Philipps: „Es geht in diesem Fall nicht um proaktive Kontrollen, sondern um gezieltes Handeln “, sagte er. Die Verwaltung würde eingreifen, wenn eine freilaufende Katze gefangen werde und nicht kastriert sei, aber keine Tiere bewusst einfangen. „Sollten wir anders agieren müssen, brauchen wir ein entsprechendes Signal vom Rat.“ Das werde es nicht geben, sagte SPD-Fraktionschef Gerald Hinz. Hinter dem Antrag stecke vielmehr der Gedanke, dass Institutionen wie das Tierheim eine streunende Katze kastrieren lassen und die Rechnung für die Operation dem Halter, den Tierarzt oder Tierheim über den Chip ermitteln können, übergeben.

Wie CDU und FDP lehnte auch die AfD-Ratsfrau Christiane Wichmann den Antrag samt Satzung ab. Ihre Argumentation indes irritierte die anderen Ausschussmitglieder: „Die Daten der Halter liest die Region Hannover über den Chip aus, damit erfährt die Behörde, wer ein Haustier hat.“ Sie verwahre sich dagegen, dass die Behörde die Informationen erhalte: „Wir wissen doch gar nicht, wofür sie die Daten verwendet.“ Ihr Gefühl sage ihr aber, dass sich Halter auch kleiner Katzen, fremdbestimmt fühlen müssten. Der Argumentation mochte Antragsteller Kirstein nicht folgen: „Die Registrierung läuft doch gar nicht über die Region Hannover“, sagte er verwundert.

Rat entscheidet auch über sozialen Wohnraum

Neben der neuen Satzung findet sich auf der Tagesordnung des Rates auch das Thema sozialer Wohnraum – unter anderem mit einem Grundsatzbeschluss und einem städtischen Wohnraumförderprogramm. Die Ratssitzung beginnt am 27. Juni um 18 Uhr im Ratssaal des Schlosses. Nach der Beratung können Einwohner ihre Fragen stellen.

Das müssen Tierhalter bei einer Kastration der Katzen beachten

Eine kleine Abfrage unter Tierärzten in Burgdorf ergab, dass die Kastration von Katern zwischen 80 und 160 Euro kostet. Die Kastration von Katzen ist mit 120 bis 250 Euro deutlich teurer. Die Praxen weisen darauf hin, dass die Tierhalter einen Termin für die Operation vereinbaren müssen. Einige Veterinärmediziner untersuchen die Katzen bei einem ersten Termin und planen dann die Kastration. Die Besitzer sollten am Abend nach der Behandlung zu Hause sein, damit sie sich um ihre Tiere kümmern können. Alle Praxen setzen Katzen auch den von den Politikern geforderten Chip. bis

Von Antje Bismark

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