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Burgdorf Auf den Spuren von Klassik und Jazz durch die Stadt
Umland Burgdorf

Burgdorf: Kulturverein Scena lockt Kulturliebhaber zu Wandelkonzerten durch die Stadt

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16:00 16.06.2019
Mit Salonmusik vor der Magdalenenkapelle eröffnen Michael Schalamov und Scena-Sprecher Matthias Schorr (links) das Wandelkonzert. Quelle: Laura Beigel
Burgdorf

Vier Orte, fünf Konzerte – so könnte die zweite Scena-Nachtmusik zusammengefasst werden. Das Besondere: Die Konzerte fanden am vergangenen Freitag nicht gleichzeitig statt, sondern nacheinander. Dabei deckten sie eine musikalische Bandbreite von Klassik bis Jazz ab. Ohne eine Eintrittskarte kaufen zu müssen, konnten Interessierte einfach von Ort zu Ort gehen, um das Wandelkonzert zu erleben. Ansprechen wollte der Kulturverein Scena mit dieser Veranstaltung besonders junge Menschen und kulturelle Neulinge. Das gelang jedoch nur sporadisch. Stattdessen waren gleich zur ersten Station an der Magdalenenkapelle Kulturliebhaber wie Monika und Klaus Schelkes gekommen. Sie kannten die Scena-Nachtmusik bereits aus dem Vorjahr und erwiesen sich als kompetente Begleiter durch den Konzertabend.

Monika und Klaus Schelkes (von rechts) sind Kulturliebhaber durch und durch. Gemeinsam mit Laura Beigel verfolgen sie aufmerksam der Nachtmusik Serenata Notturna, die das Bode-Quintett zum Abschluss vor dem Schloss spielt. Quelle: privat

„Beim letzten Mal waren die Konzerte traumhaft“, schwärmte Monika Schelkes. „Deshalb haben wir dieses Mal hohe Erwartungen.“ Die Kulisse an der Magdalenenkapelle unter freiem Himmel sei jedenfalls schon mal sehr schön. Dort spielte der Pianist Michael Schalamov zusammen mit Scena-Sprecher Matthias Schorr leichte Salonmusik. Begleitet von fröhlichem Vogelgezwitscher aus den Baumkronen und den vorbeifahrenden S-Bahnen. „Das gehört nun mal dazu“, sagte Klaus Schelkes. Sein Fazit: „Es hat nur noch ein kleines Tischchen gefehlt, um das Weinglas abzustellen. Diese Stimmung passt absolut zu den Sommernächten.“

Beim Wandelkonzert trifft Jazz auf Klassik

Vor allem die zweite Station, der Schlossgarten, lockte die Besucher an. Dort hatten die vier Jazzmusiker Lars Bernsmann, Esat Ekincioglu, Lennart Smidt und Johannes Metzger ihre Instrumente aufgebaut. Da Smidt sich den Ellenbogen gebrochen hatte, musste Ekincioglu kurzerhand die Band ergänzen. Doch ganz ließ sich der Verletzte den Auftritt nicht nehmen: Statt am Klavier spielte Smidt auf der Melodica. „Die Stücke waren gut komponiert und ein schöner Kontrast zum vorherigen Auftritt“, resümierte Klaus Schelkes.

Im Ratssaal des Schlosses warteten dann das dritte und vier Konzert. Zum einen präsentierten Laura Dalla Libera und Yo Hirano Werke von Bach und Händel. Zum anderen gab Pianist Michael Schalamov eine Zugabe am Konzertflügel, an dem er drei Kompositionen von Tschaikowski spielte. „Das Wandelkonzert zeigt so viele unterschiedliche Musikrichtungen, die man sonst nicht allzu oft hört“, lobte Monika Schelkes. Und ihr Mann ergänzte: „Man muss offen bleiben für Neues. Jede Musikrichtung hat irgendwie auch seine Zeit.“

Mit Mozart klingt die Konzertnacht aus

Für die Nachtmusik „Serenata Notturna“ von Wolfgang Amadeus Mozart war es dann auch an der letzten Station – diesmal vor dem Schloss – die richtige Zeit. Dargeboten wurde das Stück vom Bode-Quintett um Manuel Bode, Thomas Hildebrand, Matthias Schorr, Gerhard Breves und Frank Schubert. „Die Stimmung ist einfach toll“, schwärmten die Schelkes. Fazit: „Man nimmt aus den Konzerten immer etwas Neues mit. Unsere Erwartungen wurden vollkommen erfüllt.“

Die musikalische Bandbreite des Wandelkonzerts reichte von Klassik bis Jazz. So war am Ende für jeden Kulturliebhaber das Passende dabei.

Von Laura Beigel

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