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Burgdorf Martin Kind erhält beim RSE eine besondere Ehrung
Umland Burgdorf

Burgdorf: Martin Kind erhält beim RSE eine besondere Ehrung

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14:51 27.10.2019
Jürgen Stern (links) ernennt Martin Kind zum Ehrenmitglied des RSE-Förderkreises. Quelle: Debbie Jayne Kinsey
Ehlershausen

„In der Krise zeigt sich, ob eine Marke stabil ist.“ Diese Einschätzung von 96-Boss Martin Kind hatte am Freitagabend beim traditionellen Grünkohlessen des RSE-Förderkreises gleich doppelte Aussagekraft. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft und öffentlichem Leben hatte der SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE) ins Gasthaus Bähre eingeladen, um mit der Vereinsführung um Jürgen Stern und Kurt Becker einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Abend zu verbringen.

Als Ehrengast war einmal mehr Martin Kind der Sprecher des Abends. Er nutzte die Gelegenheit, ebenso offen wie selbstkritisch eine Bilanz der sportlichen und wirtschaftlichen Situation von Hannover 96 zu ziehen. Den Abstieg aus der ersten Liga nannte Kind denn auch „das Ergebnis von Fehlentscheidungen“, für die zweifellos er selbst die Hauptverantwortung trägt. Über die Mannschaft der Abstiegssaison fiel sein Urteil sogar noch härter aus: „Es passte letztendlich gar nichts.“

Martin Kind stellt RSE-Chef hervorragendes Zeugnis aus

Als starke Marke im Umfeld des kriselnden Amateur-Fußballs sieht er den RSE, dessen Vorsitzenden Jürgen Stern er ein hervorragendes Zeugnis ausstellte: „Das System Stern ist professionell. Er ruft, und alle kommen“, lobte Kind die langjährige Arbeit Sterns. Da dieser Ruf ebenso regelmäßig von Martin Kind selbst erhört wird, wollte Jürgen Stern seinen Gast denn auch nicht ohne einen besonderen Dank verabschieden und ernannte den 96-Boss unter großem Beifall zum Ehrenmitglied des RSE-Förderkreises.

„Etat von Hannover 96 hat sich halbiert“

Kind erklärte den Gästen des RSE mit klaren Worten, was der Gang in die 2. Liga für seinen Klub bedeutet: „Das ist sportlich wie wirtschaftlich desaströs“, betonte er und kritisierte die riesigen Etats der meisten Bundesligakonkurrenten. „Unser Etat lag in der letzten Saison bei 90 Millionen Euro, was in der ersten Liga schon nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Durch den Gang in die zweite Liga hat sich dieser von einem Tag auf den anderen halbiert“, erläuterte er die Folgen des Abstiegs.

Kind lässt neue Spieler außerhalb Deutschlands suchen

Hohe Gehälter der aus dem Erstligakader in die Zweitliga-Saison übernommenen Spieler belasten den aktuellen Etat zudem überproportional, sodass Kind seinen Verantwortlichen wohl oder übel einen strengen Sparkurs verordnen musste. Ob unter diesen Bedingungen ein Wiederaufstieg realistisch ist, ließ er offen. „Wir müssen das Entscheidungs- und Vertragsmanagement deutlich verbessern“, lautet sein Rezept für eine Rückkehr in die Erfolgsspur.

Zudem weist Kind dem Scouting neuer Spieler eine Schlüsselrolle zu, wobei er angesichts der geradezu inflationären Verhältnisse auf dem Transfermarkt vor allem außerhalb Deutschlands suchen lässt. „Deutsche Spieler sind praktisch nicht mehr zu bezahlen“, urteilt er über die Ablösesummen und Gehaltsstrukturen in der Bundesliga. Dass trotz aller Probleme kein Sponsor nach dem Abstieg abgesprungen sei, wertet Kind als deutlichen Beleg für die Stärke der Marke Hannover 96.

Von Thorsten Schirmer

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