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Burgdorf Musikschule Ostkreis erlebt Welturaufführung zu 40. Geburtstag
Umland Burgdorf

Burgdorf: Musikschule Ostkreis erlebt Welturaufführung zu 40. Geburtstag

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07:24 02.09.2019
Das Lehrerorchester der Musikschule Ostkreis Hannover spielt unter Karl-Heinz Malkes Leitung, die Ostkreis-Suite, die Jochen Pietsch komponiert hat. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Burgdorf

Für Professor Eckart Altenmüller, Leiter des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, steht außer Frage: Der Osten der Region Hannover braucht eine Musikschule. Altenmüller hielt die Festrede während des Festakts anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Musikschule Ostkreis Hannover im StadtHaus Burgdorf.

„Musik ist eine der schönsten menschlichen Erfahrungen“, sagte Altenmüller. Sie verbinde Generationen. Wiegenlieder stärkten die Kind-Eltern-Beziehung. Beim Singen von Kinderliedern lernten kleine Kinder unterschiedliche Rhythmen und Melodien kennen. Musik fördere, sprechen zu lernen. „Kinder lieben Bewegungslieder wie ,Hoppe, hoppe, Reiter’“, berichtete Altenmüller.

Heiko Weidemann trägt auf der Ukulele Henry Mancinis "The Day of Wine and Roses" vor. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Feinmotorik wird geschult

Das Erlernen eines Musikinstruments schult laut Altenmüller die Feinmotorik. Kinder, die ein Instrument spielten, erledigten ihre Hausaufgaben gewissenhaft. Sie könnten auch bei einem hohen Lärmpegel andere verstehen, weil das Musizieren mit einem Instrument ein Hörtraining sei. Es helfe auch, eine Fremdsprache zu lernen.

„Menschen können in jedem Lebensalter ein Instrument lernen“, sagte Altenmüller. Auch bei Erwachsenen löse Musik Emotionen aus. Musik sei eine Möglichkeit, Trauer auszudrücken. „Musik führt zu einer Vertiefung sozialer Kontakte“, fügte der Professor hinzu.

„Um Schüler für Musik zu begeistern, braucht man begeisternde Lehrer“, betonte Altenmüller. Sie müssten Schülern das Gefühl vermitteln, dass diese Fortschritte machen. So könnten sie das Selbstbewusstsein ihrer Schüler stärken. „Behalten Sie die Freude an Ihrer Arbeit“, sagte der Professor zum Kollegium der Musikschule.

Mehr als 55.000 Schüler unterrichtet

„Unser wichtigstes Kapital sind die Lehrerinnen und Lehrer“, betonte Gerald Hinz, Vorstandsvorsitzender der Musikschule. Sie hätten in den vergangenen 40 Jahren mehr als 55.000 jüngere und ältere Menschen unterrichtet. „Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, fügte Hinz hinzu. Der Burgdorfer SPD-Ratsherr hob außerdem hervor, dass die vier Trägerkommunen – Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze – rund 30 Prozent der Kosten trügen. Als Gegenleistung brächten sich Ensembles der Musikschule ins öffentliche Leben ein.

Zum Schluss des Festakts erlebten die eingeladenen Gäste eine Welturaufführung. Das Lehrerorchester trug mit Unterstützung des Musikschulchors und des Jazz-Rock-Popchors Sugar and Salt unter Karl-Heinz Malkes Leitung, der seit 40 Jahren an der Musikschule unterrichtet, die Ostkreis-Suite vor, die Malkes Kollege Jochen Pietsch komponiert hat. Dafür gab es stehenden Applaus.

Zuvor hatten zwei ehemalige Schüler, die Musik zu ihrem Beruf gemacht haben, ihr Können unter Beweis gestellt. Nora Louise Müller ist heute in Europa und Nordamerika als Interpretin und Dozentin für zeitgenössische Klarinettenmusik tätig. Der diplomierte Instrumentalpädagoge Heiko Weidemann, der an der Musikschule Roxel in Münster unterrichtet, spielte auf der Ukulele und der Gitarre zwei Stücke.

Redebeiträge und Musik dürfen beim Festakt nicht fehlen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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