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Burgdorf Nostalgischer Kinospaß auf dem Schützenplatz
Umland Burgdorf

Burgdorf: Nostalgischer Kinospaß auf dem Schützenplatz

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00:20 03.06.2019
Die aufblasbare Leinwand des Autokinos entfaltet sich. Techniker Dominic Wagner (vorn) achtet darauf, dass sich die Luftkammern gleichmäßig füllen, und er justiert die Halteseile kontinuierlich nach. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

Eine Hommage an die gute alte Zeit des Autokinos ist das dreitägige Event am Wochenende, 31. Mai bis 2. Juni, auf dem Schützenplatz in Burgdorf. Sobald die Sonne untergegangen ist, beginnen die Filmvorführungen. Vor der 16 mal acht Meter großen Projektionsfläche ist Platz für 250 Autos.

Der Aufbau für die Filmvorführungen hat am Freitagmorgen begonnen, etwas früher als geplant. Aber die Stadt Burgdorf habe die Auflage gemacht, die Aufbauten für die nächtlichen Filmvorführungen aus Sicherheitsgründen abzunehmen, sagt Marlene Fricke von der Festfabrik. Die Veranstaltungsagentur des Madsack-Konzerns ist Ausrichter der dreitägigen Nostalgieveranstaltung. In anderen Städten sei das bislang nicht der Fall gewesen.

Aufgestellt wurden vier Container, die bis obenhin mit Bauschutt gefüllt sind. „Sie dienen dafür, die Leinwand zu stabilisieren. Mit Seilen wird diese an den Containern verankert“, erklärt Fricke. Bauzäune grenzen den Autokino-Bereich ein. Gesperrt wird dieser an den Kinotagen aber erst ab 16 Uhr bis nachts um 3 Uhr. Frei für Fahrzeuge bleibt die Durchfahrt zwischen Rewe-Markt und Schützenweg. Auch der Wochenmarkt am Sonnabendvormittag findet statt.

Beim Aufbau der aufblasbaren Kinoleinwand müssen viele Hände mit anpacken.

An jedem Kinotag heißt es „Luft marsch!“

Die Kinoleinwand – ein Ungetüm aus Kunststoff – wird ähnlich einer Hüpfburg aufgeblasen. Jeweils nach der letzten Vorführung des Tages wird die Luft abgelassen und alles gut vertäut. Die Bauzäune und Versorgungsfahrzeuge, zum Beispiel Imbiss- und Getränkestände, bleiben an den drei Tagen stehen. Ein Wachdienst wird laut Fricke dafür sorgen, dass nichts beschädigt oder gestohlen wird.

Freitagmittag: Die Leinwand steht. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Einlass ins Autokino ist jeweils ab 20 Uhr, eineinhalb Stunden vor Beginn der ersten Vorführung um 21.30 Uhr. Der Filmton wird via Autoradio übertragen. „Die Besucher bekommen von uns die Frequenz genannt“, erklärt Fricke. Für Fahrer, die befürchteten, dass ihre Autobatterie das nicht mitmacht, stünden Kofferradios zur Verfügung. Der erste Film der Nacht beginnt um 21.30 Uhr. Wenn dieser zu Ende ist, müssen die Fahrzeuge zügig den Schützenplatz verlassen. Denn gleichzeitig werden die Zuschauer für die zweite Vorführung auf den Platz gelassen.

Zum Start am Freitagabend laufen die Klassiker „Grease“, wobei die Onlinekarten schon lange vorher vergriffen waren, und „Friedhof der Kuscheltiere“. Am Sonnabend um 21.30 Uhr startet das Autokino mit dem Film „Bohemian Rhapsody“ über die Rockband Queen. Auch hierfür gibt es keine Onlinekarten mehr. „An der Abendkasse können aber noch rund 100 Eintrittskarten verkauft werden“, sagt Fricke. Das gelte für alle fünf Filme. Denn erfahrungsgemäß entschieden sich viele erst kurzfristig zum Kinobesuch. Der zweite Film am Sonnabend ist „Glam Girls“. Am Sonntag wird mit „Green Book“ nur ein Film gezeigt. Beginn ist ebenfalls um 21.30 Uhr. Der Eintritt für alle Filme kostet 10 Euro pro Person.

Die Filme im Burgdorfer Autokino

Diese Filme werden am Wochenende im Autokino gezeigt.

Freitag, 21.30 Uhr: Grease. Der Musicalfilm aus dem Jahr 1978 mit John Travolta und Olivia Newton-John in den Hauptrollen ist längst Kult. Erzählt und getanzt wird die Liebesromanze, die sich zwischen Sandy, einem braven Mädchen, und Danny, Mädchenschwarm und Anführer der Burger Palace Boys während der Sommerferien entwickelt.

Freitag, Mitternacht: Friedhof der Kuscheltiere. Dieser Horrorfilm aus dem Jahr 1989 passt bestens zur Mitternachtsvorführung. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King, der auch das Drehbuch für den Film schrieb.

Sonnabend, 21.30 Uhr: Bohemian Rhapsody. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte wie Freddie Mercury und Brian May, Roger Taylor und John Deacon die Band Queen gründeten – eine der legendärsten Rockgruppen aller Zeiten. Der Film begleitet die Musiker, während sie Hit über Hit produzieren, die Musikcharts anführen und dabei ihre Musik immer weiter entwickeln. Doch hinter der Fassade des Erfolgs kämpft Freddie mit seiner inneren Zerrissenheit, die ihn in die Einsamkeit treibt. Er trennt sich von der Band, um eine Solokarriere zu starten ....

Sonnabend, 0.20 Uhr: Glam Girls. Leider hat die etwas ungeschickte Penny (Rebel Wilson) nie Glück bei den Männern und so kommt sie in ihrer Enttäuschung irgendwann an den Punkt, wo sie beschließt, ab jetzt den Spieß umzudrehen – so wie beispielsweise Josephine (Anne Hathaway): Die raffinierte Trickbetrügerin geht gezielt auf die Jagd nach männlichen millionenschweren Opfern, die sie dann kurzerhand um das ein oder andere Finanzpölsterchen erleichtert. Genau das will Penny auch, aber leider ist sie für diese Masche einfach viel zu unbeholfen.

Sonntag, 21.30 Uhr: Green Book – eine besondere Freundschaft. Der schwarze Pianist Dr. Don Shirley geht 1962 auf eine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten. Sein weißer Fahrer Tony Lip ist ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs verdient. Der Gegensatz könnte nicht größer sein. Dennoch entwickelt sich zwischen beiden eine enge Freundschaft. Gemeinsam meistern sie alle Hindernisse, die die damalige strikte Rassentrennung in den USA ihnen in den Weg legt.

Freitag, 21.30 Uhr: Grease. Der Musicalfilm aus dem Jahr 1978 mit John Travolta und Olivia Newton-John in den Hauptrollen ist längst Kult. Erzählt und getanzt wird die Liebesromanze, die sich zwischen Sandy, einem braven Mädchen, und Danny, Mädchenschwarm und Anführer der Burger Palace Boys während der Sommerferien entwickelt.

Freitag, Mitternacht: Friedhof der Kuscheltiere. Dieser Horrorfilm aus dem Jahr 1989 passt bestens zur Mitternachtsvorführung. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King, der auch das Drehbuch für den Film schrieb.

Von Anette Wulf-Dettmer

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