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Burgdorf Region kauft Acker für die neue Förderschule
Umland Burgdorf

Burgdorf: Region kauft Acker für die neue Förderschule

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18:03 26.06.2019
Auf diesem Acker will die Region Hannover direkt neben der künftigen IGS einen Neubau für die Förderschule am Wasserwerk errichten. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Eine gute Nachricht für alle Eltern, die ein Kind in der Förderschule am Wasserwerk (Geistige Entwicklung) haben: Die Region Hannover hat jetzt das Grundstück für den geplanten Neubau erworben. Der soll auf dem Acker gegenüber der Keksfabrik Parlasca entstehen und damit direkt neben dem dort von der Stadt Burgdorf geplanten Neubau für die Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule.

Die Grundstücksverhandlungen waren dem Vernehmen nach nicht ganz einfach, sind jetzt aber doch noch erfolgreich zum Abschluss gekommen. Gerade rechtzeitig: Stand die Region doch erheblich unter Zeitdruck, weil sie ihren Schulneubau erklärtermaßen gemeinsam mit dem IGS-Neubau der Stadt Burgdorf von einem Totalunternehmer planen, zwischenfinanzieren und schlüsselfertig bauen lassen will. Dazu braucht es einen Projektentwickler, der die erforderlichen Vorarbeiten erledigt, später den Bau überwacht und schließlich abnimmt. Weil die Stadt Burgdorf beim IGS-Neubau nicht länger zuwarten kann, soll die europaweite Ausschreibung des Projektentwicklerauftrags im Herbst rausgehen. Damit es zum Schulterschluss von Region und Kommune kommen kann, musste die Region erst einmal das Baugrundstück erwerben.

Region zahlt mehr als eine Million Euro

Der Deal sei unter Dach und Fach, teilt die Region mit. Die Kosten für die 19.618 Quadratmeter große, zurzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Flüchtlingswohnheim und Sorgenser Mühle betrügen inklusive Nebenkosten 1.015.000 Euro. Die Regionsversammlung muss dem Kaufvertrag in ihrer Sitzung am. 2. Juli noch zustimmen.

Das 40 Jahre alte Schulgebäude ist sanierungsbedürftig. Längst kann die Förderschule dort nicht mehr alle Schüler unterrichten und muss ausweichen auf Außenstellen. Quelle: Joachim Dege

Die Schule am Wasserwerk ist eine von neun Förderschulen der Region Hannover für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Das Schulgebäude am Wasserwerksweg 8 ist mittlerweile 40 Jahre alt und stark sanierungsbedürftig. Mehr noch: Die Räume reichen schon lange nicht mehr aus, um dort alle Schüler zu unterrichten. Die Schule wich deshalb bis Juli vergangenen Jahres in die Prinzhornschule der Stadt Burgdorf aus. Als Burgdorf Eigenbedarf für die aufwachsende IGS anmeldete, richtete die Region gegen Eltern- und Lehrerproteste in der Stötznerschule in Uetze einen Außenstandort ein; befristet bis Juli 2023. Die Organisation des Schulbetriebs der zwei 17 Kilometer voneinander entfernten Standorte sei unverhältnismäßig aufwendig, räumt die Schulverwaltung im Regionshaus ein.

Region: „Wir bauen für 18 Klassen“

Für den geplanten Neubau unweit des alten Standorts am Wasserwerksweg haben die Schul- und die Bauverwaltung der Region parallel zu den Kaufverhandlungen ein detailliertes Raumprogramm für die benötigten Unterrichtsräume, Fachräume, Sportflächen, Gemeinschaftsräume, Therapieräume und den Verwaltungsbereich aufgelegt. „Wir bauen für 18 Klassen“, teilt Regionssprecherin Frauke Bittner mit. Zurzeit besuchen 121 Kinder aus Burgdorf, Lehrte, Uetze und Sehnde die Schule am Wasserwerk. Von der Nachbarschaft zur IGS versprechen sich Region und Stadt Burgdorf Synergien, und zwar sowohl bei der gemeinsamen Nutzung etwa der Sportanlagen wie bei der Inklusion. Gerade erst hätten die beiden Schulen eine Vereinbarung über die zukünftige pädagogische und organisatorische Zusammenarbeit geschlossen, teilt Bittner mit.

Zu den Kosten für den Neubau will die Region gegenwärtig noch keine Angaben machen. Erst müssten sich die Schulen über die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur verständigen. Bis zum Herbst müssten zudem die beiden Schulträger Region und Stadt eine Vereinbarung über die Ausnutzung der Grundstücke, die Abwicklung des Baus und die Auftragsvergaben schließen.

Von Joachim Dege

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