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Burgdorf Rüdiger Nijenhof tritt als Bürgermeisterkandidat im Mai an
Umland Burgdorf Rüdiger Nijenhof tritt als Bürgermeisterkandidat im Mai an
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14:40 12.03.2019
Rüdiger Nijenhof, Fraktionsvorsitzender der Freien Burgdorfer, kandidiert für das Bürgermeisteramt in Burgdorf. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Seit Donnerstagabend steht offiziell fest: Rüdiger Nijenhof, Fraktionsvorsitzender der Freien Burgdorfer im Rat der Stadt Burgdorf, kandidiert für die Wahl des Bürgermeisters am Sonntag, 26. Mai. Damit stehen fünf Bewerber fest im Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Alfred Baxmann: der SPD-Ratsherr und Pastor Matthias Paul, der CDU-Fraktionsvorsitzende und Unternehmer Armin Pollehn, der Linken-Ratsherr Michael Fleischmann und Marc Müller von Die Partei.

Schon seit Monaten gab es in der Stadt immer wieder Spekulationen um Nijenhofs Kandidatur, bislang hatte er sich öffentlich mit einer klaren Positionierung stets zurückgehalten. Nun, drei Monate vor der Wahl, wirft der Diplom-Verwaltungswirt, der sich als stellvertretender Gesamtausbildungsleiter bei der Evangelischen Kirche Hannover für den Verwaltungsbereich um den Nachwuchs kümmert, seinen Hut in den Ring: „Für mich geht es nicht darum, dass ein Vertreter einer bestimmten Partei gewählt wird, sondern darum, ein Bürgermeister für alle Burgdorfer zu sein“, sagt Nijenhof. Deshalb trete er als Einzelbewerber an: „Ich möchte bei Entscheidungen als Bürgermeister von keiner Partei oder Wählergruppierung abhängig sein.“

Wechsel von CDU zu Freien Burgdorfern ist umstritten

Der 41-Jährige lebt seit 2011 mit seiner Familie in Burgdorf, setzt seitdem in der Kommune sein kommunalpolitisches Engagement fort – umstritten ist vor allem bei Vertretern der Linken, CDU und FDP seit Herbst 2017 sein Wechsel von den Christdemokraten in die gemeinsame Fraktion der Freien Burgdorfer mit Lukas Kirstein und Niklas Gottschalk. Den Bruch mit einer Partei kennt der dreifache Familienvater bereits aus seiner Heimatstadt Walsrode, dort trat er 2001 aus der SPD aus. „Über sieben Jahre hatte ich mich engagiert, aber die Diskrepanz zwischen den solidarischen Worten der SPD und deren Handeln hat mich immer mehr geärgert.“ Er verließ die Partei, gründete mit anderen Mitstreitern die Junge Union, führte das Jugendparlament und übernahm in der Zeit viel Netzwerkarbeit.

Wahlkampf als Bewerbungsmarathon

Dem begonnenen, aber aus finanziellen Gründen abgebrochenen Jura-Studium folgte die Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt, unter anderem mit einer Praxisphase in der Langenhagener Verwaltung. „Dazu gehörte auch die Gremienarbeit“, sagt Nijenhof, der 2016 auf Platz 22 der CDU-Liste in den Burgdorfer Rat gewählt wurde. Seinen Wahlkampf bezeichnet er als Bewerbungsmarathon bei den Bürgern. Als Verwaltungschef will er sich insbesondere um die Ausbildung und Qualifizierung der Rathausmitarbeiter kümmern, die digitale Arbeitsweise vorantreiben und die – seinerzeit nicht erkennbaren – Fehlentscheidungen der Politiker korrigieren. „Bis vor wenigen Jahren mussten Rat und Verwaltung anhand der erwarteten demografischen Entwicklung davon ausgehen, Gebäude wie Schulen zu schließen“, nennt er ein Beispiel. Diese Prognose habe sich als falsch erwiesen, mit kostenintensiven Folgen für den Bau oder die Sanierung von Schulen und Kitas. „Wir brauchen jetzt fünf bis zehn Jahre Kraft, danach müssen wir sparen“, sagt Nijenhof und fügt hinzu: „Es lässt sich schon jetzt erkennen, dass die wirtschaftliche Situation sich bei Einkommens- und Gewerbesteuer verschlechtern wird.“ Darauf müsse die Verwaltung vorbereitet sein – als attraktiver Standort für Menschen und Unternehmen.

Von Antje Bismark

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