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Burgdorf Schillerslage soll endlich sein Baugebiet am Hornweg bekommen
Umland Burgdorf

Burgdorf: Schillerslage soll endlich sein Baugebiet am Hornweg bekommen

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09:00 30.11.2019
Auf dieser Fläche am Hornweg (links) soll das kleine Baugebiet in Schillerslage entstehen. Hinter der Buschreihe verläuft die Bundesstraße 3. Quelle: Antje Bismark
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Schillerslage

Jetzt soll es schnell gehen mit einem Bebauungsplan für Schillerslage. Schon in zwei Jahren könnten die Grundstücke am Hornweg im Norden der Ortschaft baureif sein. Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann hat in der Ortsratssitzung am Donnerstagabend mögliche Bebauungsvarianten und den Zeitplan für das Verfahren erläutert.

Seit Jahren fordert der Ortsrat, dass die Fläche auf der Ostseite des Hornwegs im Norden der Ortschaft als Bauland ausgewiesen wird. Dass Schillerslage ein Baugebiet erhält, war zwar beschlossene Sache, doch wann war bislang offen. Vor allem an der hohen Arbeitsbelastung der städtischen Planungs- und der Bauabteilung war die Umsetzung gescheitert.

Ortsrat stellt erste Weiche für Neubaugebiet

Dass etwas passieren soll, ist eine erfreuliche Entwicklung, kommentierte Ortsbürgermeister Cord Reißer die neue Entwicklung. Da die Fläche nur etwa 1,2 Hektar groß ist, kann dafür ein Bebauungsplan im sogenannten beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13b des Baugesetzbuches aufgestellt werden, erklärte Brinkmann. Entfallen könne dabei beispielsweise eine Umweltprüfung. Allerdings könne diese Möglichkeit nur noch bis zum 31. Dezember 2019 genutzt werden. Deshalb müsse bis zu diesem Tag der Aufstellungsbeschluss stehen.

Dem wollte sich der Ortsrat natürlich nicht verschließen. Er votierte einstimmig dafür, damit auch die zuständigen Ratsgremien bis Jahresende grünes Licht geben können. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan muss laut Stadtplaner bis spätestens 31. Dezember 2021 verabschiedet sein.

Stadtplaner stellt Bebauungskonzepte vor

Brinkmann hatte zur Sitzung mehrere Konzepte mitgebracht, wie die Fläche mit welchen Häusern bebaut werden könnte. „Ich will eine maßgeschneiderte Lösung liefern.“ Zwei Varianten stellte er näher vor. Variante eins: eine einzige Zeile entlang des Hornwegs mit sieben Häusern und Variante zwei: eine versetzte Bauweise mit neun Einfamilienhäusern.

Der Vorteil der Variante eins: der Grünstreifen, der für die Entwässerung des Gebiets wichtig sein könnte, bleibt erhalten, und der Hornweg müsste nicht ausgebaut werden. Die Variante zwei hätte den Vorteil, dass die Fläche effektiver genutzt werden kann. Allerdings sei es sehr wahrscheinlich, dass der Hornweg dafür ausgebaut werden müsste, sagte Brinkmann. Dann würden auch die Anlieger auf der Westseite des Hornwegs zur Kasse gebeten.

Diese Entwürfe zeigen, wie die Häuser auf der Ostseite des Hornwegs – die Westseite ist bereits bebaut – verteilt werden könnten. Bei der Variante mit den sieben Häusern (links) hätten die Grundstücke eine Größe von circa 650 Quadratmetern. Bei der rechten Variante mit neun Häusern wären die vorderen Grundstücke 600 und die hinteren 850 Quadratmeter groß. Quelle: Repro: Anette Wulf-Dettmer

Ortsrat favorisiert einheitliches Erscheinungsbild

Das wollen die Ortsratsmitglieder aber verhindern, wie sie am Donnerstagabend darlegten. Mario Gawlik erklärte, dass es für ihn wichtig sei, „dass der Hornweg nicht ausgebaut werden muss, um die jetzigen Anlieger finanziell nicht zu belasten“. Zudem sprachen sie sich dafür aus, dass Schillerslager bei der Vergabe der Bauplätze bevorzugt werden. Ebenso favorisieren sie zurzeit ein einheitliches Erscheinungsbild des Baugebiets mit Satteldächern.

Brinkmann hatte dem Ortsrat zuvor erläutert, dass Satteldächer den Vorteil hätten, dass sie „mit einer Dachneigung von 45 Grad und einer exakten Nord-Süd-Ausrichtung klimaschutztauglich sind“.

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