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Burgdorf Schule am Wasserwerk zieht neben den IGS-Neubau
Umland Burgdorf Schule am Wasserwerk zieht neben den IGS-Neubau
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17:40 09.04.2019
Die aus den Nähten platzende Förderschule am Wasserwerk soll neben die IGS auf den Acker zwischen Flüchtlingswohnheim und Sorgenser Mühle ziehen. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

In der Nordstadt entsteht aller Voraussicht nach ein neues, großes Schulzentrum. Die Stadt Burgdorf will gegenüber der Keksfabrik Parlasca nicht nur den von ihr geplanten IGS-Neubau errichten. Sie will mit einer Änderung des Flächennutzungsplans der Region Hannover auch den Weg ebnen für einen Neubau der Schule am Wasserwerk neben der IGS. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung platzt bekanntlich aus den Nähten und musste deshalb in Uetze provisorisch eine Außenstelle einrichten.

Die Pläne für den Förderschulneubau scheinen bereits weit gediehen zu sein. Nach Darstellung von Rudolf Alker, Regionsabgeordneter der SPD, liegt in der Schulverwaltung der Region Hannover das Raumprogramm fix und fertig in der Schublade. Die Schulleitungen von IGS und Schule am Wasserwerk seien sich zudem über eine künftige Kooperation längst einig. Die Stadt Burgdorf spricht in der Begründung zur Flächennutzungsplanänderung von „Synergieeffekten bei der gemeinsamen Nutzung der sportlichen Anlagen“.

Raumprogramm für Neubau liegt vor

Auf Nachfrage bestätigt die Regionsverwaltung, dass bereits ein Raumprogramm für das neue Förderschulgebäude vorliegt. Mehr noch: „Beide Schulen und Schulträger stehen im Austausch miteinander und wünschen sich auch im Sinne der Inklusion eine enge Kooperation. Diese Koorperation soll eine gemeinsame Nutzung von Flächen beinhalten.“ Die Region will den Neubau bereits zum Schuljahr 2023/24 in Betrieb nehmen, teilte Regionssprecherin Frauke Bittner mit. Zurzeit besuchten 121 Schüler die Förderschule. Etwa die Hälfte komme aus Lehrte, 21 Prozent aus Burgdorf, 19 Prozent aus Uetze, acht Prozent aus Sehnde und zwei Prozent aus anderen Kommunen.

Die Förderschule am Wasserwerk besuchen 121 Kinder. Das Gebäude am Wasserwerksweg ist längst zu klein geworden. Quelle: Joachim Dege

Ob sich der sowohl von der Regionsverwaltung als auch von der Mehrheit in der Regionsversammlung gewünschte Schulneubau in Burgdorf realisieren lässt, ist allerdings nicht ausgemacht. Denn das nördlich des Flüchtlingsheims gelegene Grundstück, auf dem die Region bauen will, gehört weder der Stadt noch der Region. Die Region will es zwar kaufen. Die Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer gestalten sich aber schwierig. Der Eigentümer soll „überzogene Preisvorstellungen“ haben, sagen mehrere Regionspolitiker übereinstimmend hinter vorgehaltener Hand.

„Mondpreise wird die Region nicht bezahlen“

Bernward Schlossarek, aus Lehrte stammender CDU-Fraktionschef in der Regionsversammlung, wird deutlicher. Er macht klar: „Mondpreise wird die Region nicht bezahlen. Notfalls muss die Region die Stadt Lehrte als Standort für die Schule in Betracht ziehen.“ Außer einem am Bauamt der Stadt Burgdorf gescheiterten Erweiterungsbau am bisherigen Standort sei eine Umsiedlung nach Lehrte immer als eine von drei möglichen Optionen ins Auge gefasst worden. Wegen der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe und deren Heilpädagogischem Zentrum aber sei der Verbleib in Burgdorf wünschenswert.

Alker will nicht ausschließen, dass die Kaufverhandlungen noch im April zum Erfolg führen könnten. Sicher ist er sich aber nicht. Von einer ursprünglich für den 8. Mai geplanten Fraktionssitzung in der Schule am Wasserwerk in Burgdorf, wo die SPD das Neubau-Vorhaben hatte präsentieren wollen, nahm Alkers Fraktion inzwischen wieder Abstand.

Von Joachim Dege

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