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Burgdorf Stadt schließt weitere Asbest-Funde im Schwimmbad aus
Umland Burgdorf

Burgdorf: Stadt schließt weitere Asbest-Funde im Schwimmbad aus

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08:01 25.09.2019
Noch bis Ende Oktober können Schwimmer im Freibad ihre Bahnen ziehen, dann gibt es bis 18. November keine Möglichkeit mehr - so lange bleibt das Hallenbad geschlossen. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Der Fund von Asbest im Hallenbad verzögert die Eröffnung nach den Bauarbeiten – eine weitere Belastung schließt die Verwaltung indes nach Aussage von Stadtsprecher Sebastian Kattler aus. Seinen Angaben zufolge hatten Arbeiter vor Jahrzehnten innerhalb des Beckenkopfes die alten Eternitrohre eingebaut. Bei einer Sanierung der Leitungen in den Achtzigerjahren, die damals zudem auch noch über andere Strecken verlegt wurden, demontierten die Arbeiter die in Beton eingefassten Eternitrohre dann aber nur teilweise. „Das bedeutet, dass die Leitungsreste im Beton verblieben sind“, erklärt Kattler.

Gesamtkosten liegen bei 1,5 Millionen Euro

Diese seien nicht sichtbar gewesen, so dass sie erst jetzt entdeckt wurden. Aber, betont der Stadtsprecher, bei der „Freilegung der Rohre fand keine Kontamination“ statt. Es gebe keine Hinweise auf weitere Schadstoffe, deshalb stünden auch keine weiteren Untersuchungen an. Gleichwohl sorgte der Fund dafür, dass das Bad nach der Sanierung nun statt im September erst am 18. November öffnet. Die Gesamtkosten für die Arbeiten, die sich über drei Jahre erstrecken, liegen bei 1,5 Millionen Euro. Stadt und Wirtschaftsbetriebe als Betreiber teilen sich die Summe.

Dass diese Kostenplanung nicht zu halten sein wird, davon geht Kattler aus: „Es sind bereits Kostensteigerungen eingetreten.“ Die Höhe lasse sich erst beziffern, wenn im nächsten Jahr der letzte Bauabschnitt erledigt sei. Bislang seien die Wirtschaftsbetriebe in Vorleistung getreten.

NBank unterstützt Wassertechnik mit 402.000 Euro

Diesen Weg hätten die Verantwortlichen jedoch bei einer bei der NBank beantragten Förderung nicht gehen können: Bei dem Programm „Energieeinsparung und Energieeffizienz“ hatten Stadt und Wirtschaftsbetriebe für die energieeffiziente Sanierung der Wassertechnik eine Förderung von 402.000 Euro eingereicht. Der Antrag sei fristgerecht zum 30. April abgegeben worden, sagt Kattler. Direkt nach der Bewilligung am 28. Mai seien die Baufirmen beauftragt worden. „Die Stadt kann nicht in Vorleistung treten, das würde die Vergabe der Fördermittel gefährden“, teilt der Sprecher mit.

Er begründet die fast achtwöchige Verzögerung mit dem Fund der Schadstoffe, dem Fördergeld und der umfangreichen Koordination der Arbeitsabläufe und Firmen, die der Architekt habe leisten müssen. Erst im Laufe des Septembers habe sich abgezeichnet, dass die Zeit bis zum Ende der Herbstferien nicht ausreichen werde. Deshalb hätten Stadt und Wirtschaftsbetriebe in der vergangenen Woche den neuen Öffnungstermin festgelegt.

Vereinen fehlen Hallenzeiten für Trockentraining

Diesen kommunizierten die Verantwortlichen zunächst mit einem Aushang im Bad, dann mit einer Pressemitteilung. Die TSV-Schwimmer erfuhren erst bei einem Anruf dieser Zeitung von der Verzögerung, die unter anderem eine Zwangspause für die Schwimmer bedeutet – direkt vor den Vereinsmeisterschaften am 23. November . Ein Trockentraining, wie es die DLRG und die Schulen planen, kann Gottfried Krauel, Leiter der TSV-Schwimmsparte, nicht organisieren: Ihm und seinem Team fehlen schlicht Hallenzeiten.

Das Freibad könne nur bis Ende Oktober eingeschränkt öffnen – variabel nach Witterungslage. „Bei schlechtem Wetter bleibt das Bad geschlossen.“ Einzelheiten dazu erarbeiteten derzeit die Wirtschaftsbetriebe. Das Personal baue in dieser Zeit seine Überstunden ab, außerdem werde es verstärkt für Wartungs- und Reinigungsarbeiten eingesetzt.

Lesen Sie dazu auch:
So trifft die Zwangspause bis 18. November die Vereine

Von Antje Bismark

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