Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf Stadt und Region errichten Schulbauten gemeinsam
Umland Burgdorf Stadt und Region errichten Schulbauten gemeinsam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 27.04.2019
Auf dem Acker zwischen Flüchtlingsheim und Sorgenser Mühlen plant die Region Hannover direkt neben der künftigen IGS ihren Förderschulneubau. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Ein neues, großes Schulzentrum gegenüber der Keksfabrik Parlasca in der Nordstadt wird immer wahrscheinlicher. Inzwischen hat die Region Hannover der Stadt Burgdorf signalisiert, dass sie sich mit ihrer aus den Nähten platzenden Förderschule am Wasserwerk ab sofort in das IGS-Neubauvorhaben einklinken will. Alles läuft darauf hinaus, dass Stadt und Region ihre Schulbauten gemeinsam ausschreiben werden und vom selben Totalunternehmer errichten lassen.

Den sich anbahnenden Schulterschluss bei den Schulbauprojekten hat laut Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) die Stadt schon vor Wochen ins Spiel gebracht. Der Verwaltungsausschuss der Stadt gab für diese Pläne am Dienstag grünes Licht, nachdem zuvor die Regionsspitze deutlich gemacht habe, dass sie das Angebot der Stadt annehmen will.

Stadt hat Fachanwälte für Vergaberecht beauftragt

Laut Baxmann hat die Stadt bereits mit der Rechts- und Steuerkanzlei bbt+ in Hannover Fachanwälte für Vergaberecht beauftragt. Diese sollen die Stadt bei der Suche nach einem Projektsteuerer juristisch beraten. Die Aufgaben des Projektsteuerers wolle die Stadt dann im Oktober europaweit ausschreiben. Dessen Aufgabe werde es sein, zunächst die Ausschreibung der gewünschten Bauleistungen vorzubereiten, damit die Stadt erneut auf dem Weg einer europaweiten Ausschreibung den Totalunternehmer suchen kann, der Planungsleistungen erbringen, die Zwischenfinanzierung sicherstellen und den schlüsselfertigen Bau liefern soll. Bauüberwachung und Schlussabnahme des Neubaus soll ebenfalls der Projektsteuerer erledigen.

Die Region will sich nach Darstellung Baxmanns bereits in der jetzigen Beratungsphase durch bbt+ einklinken. „Es ist uns sehr recht, wenn die Region als Partner mit uns zusammenarbeitet“, sagte Baxmann. So könne man sich später die Kosten teilen für die Verkehrserschließung und gemeinsam zu nutzende Flächen (Außenbereich und Sporthalle). Der Verwaltungsausschuss beauftragte Baxmann am Dienstag, alles Notwendige zu veranlassen, um ein gemeinsames Neubauprojekt für die IGS und die Förderschule zu ermöglichen.

Region besitzt das Grundstück noch nicht

Heikel daran freilich ist, dass die Stadt mit ihrem IGS-Neubauprojekt viel weiter zu sein scheint als die Region Hannover. So ist sich die Region mit dem Eigentümer der benötigen Fläche nach wie vor nicht handelseinig, wie man selbst bestätigt. Mehr noch: Auf Regionsebene gibt es nach wie vor keinen politischen Beschluss für den Förderschulneubau. „Einen politischen Beschluss kann es erst geben, wenn die Region ein geeignetes Grundstück erwirbt, sich mit der benachbarten IGS über mögliche und gewünschte Synergien im Raumprogramm verständigt hat und eine Kostenschätzung vorliegt“, teilt die Region dazu auf Nachfrage mit.

Baxmann bekundet gleichwohl Zuversicht, dass die Stadt Burgdorf infolge des Deals mit der Region Hannover keinen Zeitverlust erleidet. Damit der Zeitplan steht, müsste die Region allerdings spätestens bis Oktober ihre Hausaufgaben gemacht haben. Raumprogramm und Nutzungskonzept würden deshalb auch ohne Neubau-Beschluss der Regionsversammlung mit der Stadt Burgdorf abgestimmt, heißt es dazu aus dem Regionshaus, wo bislang noch niemand sagen kann, was der Förderschulneubau die Region am Ende kosten wird. Auch auf die Frage, was mit der Altimmobilie am Wasserwekswerk nach einem Umzug in einem Neubau neben der IGS geschieht, hat die Regionsverwaltung gegenwärtig keine Antwort parat.

Von Joachim Dege

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen flüchtigen Unfallfahrer sucht die Polizei: Er hatte am Dienstagvormittag einen Daimler-Benz Sprinter beschädigt, der am Höhenweg parkte. Die Polizei hofft auf Zeugen, die den Wagen beobachtet haben.

24.04.2019

Ein öffentlich zugänglicher Holzunterstand hat am Dienstagnachmittag gebrannt. Weil die Ursache nicht feststeht, sucht die Polizei jetzt Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben.

24.04.2019

Die Polizei sucht Einbrecher, die am Osterwochenende in eine Arztpraxis am Spittaplatz eingedrungen sind. Die Täter entwendeten Geld, die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

24.04.2019