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Burgdorf Stadt will 11 Millionen Euro in Bauhof-Neubau investieren
Umland Burgdorf

Burgdorf: Stadt will 11 Millionen Euro in Bauhof-Neubau invstieren

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00:20 23.06.2019
Der Straßenbauhof an der Friederikenstraße ist ebenso in die Jahre gekommen, wie der Gärtnerbauhof in der Südstadt. Beide will die Stadt in einem Neubau zusammenlegen. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

 Die Stadt Burgdorf kommt auf den Geschmack: Das Bauen mit einem Totalunternehmer (TU) kommt sie billiger, als wenn sie ihre Bauvorhaben selbst errichtete. Deshalb wählte die Stadt bereits für den IGS-Neubau ein TU-Modell. Nun ist auch die in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum geplanten Bauhof-Neubau zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadt eine Menge Geld sparen kann, wenn sie einen Totalunternehmer beauftragt, um das voraussichtlich 11 Millionen Euro teure Vorhaben zu realisieren.

Variante kommt 1,26 Millionen Euro billiger

Die Public Sector Project Consultants GmbH aus Berlin, kurz PSPC, haben es der Stadt jetzt ins Stammbuch geschrieben. Würde die Bauverwaltung im Rathaus Planung und Bau des neuen Bauhofs am Stadtrand im Osten der Kernstadt selbst in Angriff nehmen, käme das die Stadt mehr als 1,26 Millionen Euro teurer zu stehen, als wenn sie das Projekt in die Hände eines Totalunternehmers legte. Ein solcher Unternehmer, der Planung, Bau und Zwischenfinanzierung übernimmt, könnte es nach Berechnungen der Berliner Berater für knapp 11 Millionen Euro richten. Ein Bau in Eigenregie schlüge im Stadtsäckel mit mehr als 12,2 Millionen Euro zu Buche. Das wären mehr als 10 Prozent mehr.

Weiteres Sparpotenzial haben die Berater für den Fall ausgemacht, dass die Stadt beim Bebauungsplanverfahren Gas gibt und damit einen Zeitpuffer von sechs Monaten herausholt. Damit ließen sich die Kosten beim TU-Modell zusätzlich um 630.000 Euro drücken, heißt es in der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung.

Geschätzte Kosten für Bauhof-Neubau explodieren

Seitdem die Stadt sich vor zwei Jahren entschloss, ihre in die Jahre gekommenen und beengten Bauhöfe zusammenzulegen und neu zu bauen, ist die Kostenschätzung allerdings explodiert. Im Dezember 2017 machte die Stadtverwaltung den Baupolitikern noch Hoffnung, ein Neubau sei für 5,6 Millionen Euro zu haben. Das bedeutet nahezu eine Verdopplung der Baukosten.

Die Baupolitiker des Rates hätten keinen Zweifel daran, dass die Stadt gut beraten ist, nicht nur die IGS, sondern auch der Bauhof-Neubau mit einem Totalunternehmer zu realisieren, sagt der Bauausschussvorsitzende Volkhard Kaever (WGS). Eine entsprechende Empfehlung des Ausschusses in dieser Woche sei einstimmig erfolgt. Die Entscheidung fällt nächste Woche im Verwaltungsausschuss der Stadt.

Bauhof-Mitarbeiter können Ende 2020 einziehen

Gibt auch der Verwaltungsausschuss grünes Licht für einen Totalunternehmer, kann die Bauverwaltung umgehend loslegen, sich auf die Suche nach einem Projektsteuerer machen und die europaweite Ausschreibung des Bauvorhabens vorbereiten. Weil das Bauamt mit der komplizierten Materie selbst überfordert wäre, muss sie dafür jeweils externe Büros anheuern. Diese Vorbereitungsphase nimmt bis Ende 2020 in Anspruch. Ziel ist es laut Kaever, den Neubau auf der zur Verfügung stehenden 19.000 Quadratmeter großen Fläche in der Nähe des Klärwerks in dreieinhalb Jahren, also Ende 2022, fertigzustellen. Die reine Bauzeit beträgt 18 Monate.

Von Joachim Dege

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