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Burgdorf Stadt will stinkende Grundschultoiletten endlich sanieren
Umland Burgdorf

Burgdorf: Stadt will stinkende Schultoiletten endlich sanieren

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17:06 27.11.2019
In der Jungentoilette der Grundschule Burgdorf stinkt es beißend nach Urin. Selbst das Lüften hilft nicht. Quelle: Joachim Dege (Archiv)
Burgdorf

Die stinkende Jungentoilette in der Grundschule an der Hannoverschen Neustadt ist seit Jahren ein Riesenproblem und Ärgernis. Nachdem der kommissarisch eingesetzte Schulleiter Heiko Blumenstein in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Schulangelegenheiten seinem Ärger Luft gemacht hat, kommt nun offenbar Bewegung in die Angelegenheit. Die wegen des beißenden Gestanks von vielen Schülern mittlerweile gemiedene Sanitäreinrichtung solle nunmehr im Sommer nächsten Jahres saniert werden, verspricht Erster Stadtrat Michael Kugel.

Blumenstein hielt vor den versammelten Kommunalpolitiker nicht hinter dem Berg mit seinem Ärger über die von der städtischen Abteilung Gebäudewirtschaft verschleppte Toilettensanierung. Immer wieder seien der Schulleitung und dem Schulelternrat falsche Versprechungen gemacht worden, zuletzt im Februar dieses Jahres. Im Dezember 2017 bereits hatte der damals noch amtierende Erste Stadtrat Lutz Philipps Abhilfe spätestens für das Jahr 2018 in Aussicht gestellt. Passiert allerdings sei bis heute nichts, beklagte Blumenstein.

Vor allem in den Fliesenfugen gibt es eine unangenehme Geruchsbildung. Quelle: Joachim Dege (Archiv)

Schulleiter kritisiert, dass nichts passiert ist

Das Projekt sei vielmehr immer wieder verzögert worden. Gründe dafür habe die Schule nie erfahren. „Es ist nicht in Ordnung, dass nichts passiert und nichts kommuniziert wird.“ Erst vor Kurzem schließlich habe die Gebäudewirtschaft der Schulleitung mitgeteilt, dass andere Projekte wie die Kita-Erweiterung in Otze und die unaufschiebbare Dachsanierung des Jugendkulturhauses JohnnyB. hätten vorgezogen werden müssen.

Verwundert reagierten Ratsmitglieder auf die Mitteilung Blumensteins, dass vor mehr als einem Jahr das Gesundheitsamt der Region Hannover die Gefahr „einer massiven Besiedelung mit Krankheitserregern“ in der Toilettenanlage bemängelt habe. Ratsfrau Christine Gersemann (SPD) kritisierte, dass die Stadtverwaltung das Begehungsprotokoll dem Rat nicht zugänglich gemacht habe. Ratsherr Mirco Zschoch (CDU) forderte, die Stadtverwaltung müsse ihre Prioritäten überdenken, wenn der Gesundheitsschutz gefährdet sei.

Verwaltungsvize Kugel, seit Herbst im Amt und zuständig für die Schulen, sagte auf Nachfrage dieser Zeitung: „Wir haben das Problem erkannt und werden das angehen“. Kugel bestritt, dass das Gesundheitsamt Hygienedefizite wegen baulicher Mängel festgestellt habe. Vielmehr habe die Behörde im September 2018 Reinigungsdefizite beanstandet. Deshalb habe die Stadt Desinfektionsspender installiert. Wiederholt seien intensive Reinigungen vorgenommen worden. Dabei seien Spezialmittel zum Einsatz gekommen, die der Geruchsbildung in den Fliesenfugen entgegenwirken.

Stadt plant die Sanierung für den Sommer 2020

Weil das nach Darstellung der Schule wenig gebracht hat, will die Stadt die Toiletten nun sanieren. Das könne frühestens in Sommer nächsten Jahres passieren. Denn Voraussetzung sei, dass das benötigte Geld über einen erst noch aufzustellenden Nachtragshaushalt auch zur Verfügung stehe. Was die Sanierung kostet, müsse die Gebäudewirtschaftsabteilung erst ermitteln.

Bis zum Sommer 2020 muss laut Stadtsprecher Sebastian Kattler auch die Sanierung der kleinen Turnhalle des Gymnasiums warten. Kurz vor den Herbstferien waren Statikprobleme in der Dachkonstruktion festgestellt und die Halle daraufhin umgehend gesperrt worden. Während der Schulsport des Gymnasiums und der Realschule in anderen Hallen ausweichen könne, müssten Vereine Einschränkungen hinnehmen. Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben mit Sanierungskosten in Höhe von einer halben Million Euro. Auch dieses Geld müsse der Rat über den Nachtragshaushalt erst bereitstellen.

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Von Joachim Dege

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