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Burgdorf Meister Yoda als Badeente: Star-Trek-Club zeigt kuriose Sci-Fi-Sammlerstücke
Umland Burgdorf

Burgdorf: Stadtmuseum zeigt Kunst und Kitsch aus Kinofilmen und Fernsehserien

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07:00 26.09.2019
Wolfgang Glinka (rechts) führt Birgit und Karl-Heinz Hübner durch die Ausstellung seines Star-Trek-Clubs im Stadtmuseum. Quelle: Michael Schütz
Burgdorf

Es sind zwar „unendliche Weiten“, die der Vorspann der Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ einst versprach, trotzdem ist im Burgdorfer Stadtmuseum genug Platz für die kuriosen Exponate, die die Mitglieder des Star-Trek-Clubs Hannover gesammelt haben. Die mittlerweile sechste Ausstellung der Science-Fiction-Fans in Burgdorf dreht sich nicht nur um Captain James T. Kirk und sein Raumschiff, es gibt auch Kinoplakate, Spiele, Modelle und Devotionalien anderer Kinofilme und Fernsehserien zu bestaunen.

Alf-Buch und Meister-Yoda-Badeente

In einer Vitrine findet sich neben einem Alf-Buch so etwa eine grüne Badeente, die an den Jedi-Meister Yoda aus „Star Wars“ erinnert. Statt Laserschwert hält sie eine Bürste in den Händen – und ein Seifenstück mit dem Aufdruck „Spa Wars“.

Die Schau „Unendliche Welten − Spielzeug, Kitsch & Kunst aus Serien und Filmen“, die noch bis zum 20. Oktober läuft, widmet sich auch Western wie „True Grit“, doch den Schwerpunkt bildet Science-Fiction. So zeigt Club-Mitglied Michael Slapnicar etwa auch Modelle der Kampfroboter und Raumgleiter aus der wenig bekannten US-Trickfilmserie „Starcom“ von 1987.

Viele Originalautogramme von Schauspielern nicht nur aus Science-Fiction-Serien sind zu sehen. Quelle: Michael Schütz

Für die Film- und Serienfans ist das Stadtmuseum ein idealer Ort, um eigene Ausstellungen zu konzipieren. In Hannover sei das so nicht möglich. „Entweder werden wir dort ausgelacht oder müssen viel Geld für einen Ausstellungsort bezahlen“, sagt Wolfgang Glinka, Chef des Star-Trek-Clubs. Das könne der zwölfköpfige Verein nicht leisten. Deswegen sind er und seine Mitstreiter dem Verkehrs- und Verschönerungsverein sehr dankbar, dass sie immer wieder gratis im Museum ausstellen dürfen. Besonders sonntags kämen viele Neugierige – bis zu 150 Besucher hat Glinka gezählt.

Meistens kommt Laufkundschaft

Manche kämen gezielt zu der Schau im Museum. „Die meisten sind aber Laufkundschaft, die nicht über den Inhalt der Ausstellung informiert sind“, sagt der Clubchef. Zum Oktobermarkt vom 4. bis 6. Oktober erwarten die Macher noch einmal einen Ansturm.

Chewbacca-Aufsteller weckt Erinnerungen

Birgit und Karl-Heinz Hübner haben sich die Ausstellung als Zielpunkt für eine Radtour aus dem heimischen Hänigsen ausgesucht. „Wir sind damit aufgewachsen“, erklärt Birgit Hübner angesichts eines überlebensgroßen Chewbacca-Aufstellers aus der „Star Wars“-Reihe. „Früher hieß das noch ,Krieg der Sterne‘, und wir haben es im Autokino gesehen.“

Mit viel Sammelleidenschaft hat Michael Slapnicar seine Modelle aus Science-Fiction-Serien zusammengetragen. Hier zeigt er Modelle aus der Achtzigerjahre-Serie „Starcom“. Quelle: Michael Schütz

Sammelleidenschaft führt Fans zu Filmauktionen

Die Devotionalien und Kuriositäten zeugen von Sammelleidenschaft. Filmplakate, Aufsteller und Fotos bekomme man ebenso auf Flohmärkten wie auf Internetplattformen wie Ebay oder bei Filmauktionen, erklären Glinka und Clubvize Slapnicar, aus dessen Fundus ein großer Teil der Ausstellung stammt. Zu sehen sind hochwertige und seltene Stücke wie das Buch der Sith aus „Star Wars“, das in einer besonderen Aufbewahrungsbox zu sehen ist. Aber auch billige Merchandise-Artikel und kuriose Plagiate zeigt der Fanclub. „Das ist dann meist Schrott“, sagt Glinka, „aber Kitsch gehört zum Gesamtbild.“

„May the bath be with you“: Diese Badeente ist kein offizieller „Star Wars“-Fanartikel, erinnert aber trotzdem an den kleinen Yedi-Meister Yoda. Quelle: Michael Schütz

Besondere Öffnungszeiten zum Oktobermarkt

Die Ausstellung „Unendliche Welten − Spielzeug, Kitsch & Kunst aus Serien und Filmen“ ist noch bis zum 20. Oktober im Stadtmuseum Burgdorf, Schmiedestraße 6, zu sehen. Geöffnet immer sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Michael Slapnicar lädt am Sonntag, 29. September, zu einer Führung. Beginn ist um 14.30 Uhr. Zum Oktobermarkt öffnet das Museum zu besonderen Zeiten: Freitag, 4. Oktober, von 16 bis 20 Uhr, Sonnabend, 5. Oktober, von 14 bis 20 Uhr und Sonntag, 6. Oktober, von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Michael Schütz

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