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Burgdorf Stadtmuseum zeigt Leben des Schwarzen Herzogs
Umland Burgdorf

Burgdorf: Stadtmuseum zeigt Leben des Schwarzen Herzogs

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14:55 30.07.2019
In Uniformen, angelehnt an die napoleonische Epoche, stellen die Darstellungsgruppen geschichtliche Ereignisse nach.
In Uniformen, angelehnt an die napoleonische Epoche, stellen die Darstellungsgruppen geschichtliche Ereignisse nach. Quelle: privat
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Burgdorf

Seinen Namen verdankt er den von ihm getragenen dunklen Uniformen: der Schwarze Herzog, bekannt als Friedrich Wilhelm von Braunschweig. 1807 wurde der preußische General von französischen Truppen aus seinem Land vertrieben. Zwei Jahre später stellte er in Schlesien einen Freikorps zusammen, mit dem er nach einem in der Nähe von Braunschweig ausgetragenen Gefecht in Richtung Burgdorf auswich. Dort richtete er ein nächtliches Biwak her. Wie eine solche Übernachtungsmöglichkeit zur napoleonischen Zeit aussah, können Interessierte am Sonnabend, 3. August, von 14 bis 17 Uhr und Sonntag, 4. August, von 11 bis 17 Uhr vor dem Stadtmuseum an der Schmiedestraße 6 anschauen. Dann finden die Aktionstage zur Ausstellung „Als der Schwarze Herzog kam“ statt.

Darsteller veranschaulichen militärischen Alltag

Für die Museumbesucher soll an diesen Tagen das Leben des Schwarzen Herzogs erlebbar gemacht werden. Eingeladen sind auch historische Vereine und Darstellungsgruppen, die den militärischen Alltag nachstellen werden. Mit dabei sind das Herzog Braunschweigische Feldcorps, Leibbataillon Braunschweig, das 2. Westfälische Infanterieregiment, der Braunschweiger Stab und die Buckskinners Otze/Living History. In historischen Uniformen werden sie Drill- und Exerzierübungen vorführen, mit denen sich Soldaten auf die Schlachten vorbereitet haben. Auch das Lazaretts- und Sanitätswesen wird präsentiert, ebenso wie das damals verwendete Waffenarsenal, eine Feldküche und Schmiede.

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Zusammen mit Jens Kalle können Gäste sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag um 14 Uhr zu einer gemeinsamen Führung durch die Museumausstellung aufbrechen und dabei mehr über die tragischen Lebensumstände von Friedrich Wilhelm von Braunschweig erfahren. Bis 1813 lebte der Herzog im Britischen Exil, ehe er nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht von Leipzig auf Bitten der Bevölkerung nach Braunschweig zurückkehrte. 1815 starb Wilhelm, genauso wie sein Vater, auf dem Schlachtfeld. In Gedenken an den bekannte Feldherren wird am Sonnabend, 3. August, um 12 Uhr ein Kranz am Denkmal für den Schwarzen Herzog an der Immenser Straße niedergelegt.

Information: Die Ausstellung „Als der Schwarze Herzog kam“ ist noch bis Sonntag, 11. August, im Stadtmuseum an der Schmiedestraße 6 zu sehen. Die geplanten Aktionstage finden am Sonnabend, 3. August, von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag, 4. August, von 11 bis 17 Uhr vor dem Museum statt.

Von Laura Beigel