Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf Der Herr der Kindertagesstätten: Thomas Peest ist neu im Rathausteam
Umland Burgdorf

Burgdorf: Thomas Peest leitet im Rathaus die Abteilung Familien und Kinder

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:03 03.02.2020
Thomas Peest leitet seit Dezember die Abteilung Familien und Kinder bei der Stadt Burgdorf. Quelle: Sandra Köhler
Anzeige
Burgdorf

Der neue Leiter der Abteilung Familien und Kinder bei der Stadt Burgdorf heißt Thomas Peest. Am 1. Dezember trat er die Nachfolge von Nicole Raue an, die die Zentralen Dienste (ehemals Hauptabteilung) im Rathaus übernommen hat.

Von Ronnenberg nach Burgdorf

„Ich habe den Eindruck, dass Burgdorf bereits auf einem guten Weg ist“, sagt Peest: „Doch werden wir auch in Zukunft gefordert sein, das Angebot der Betreuungsplätze auszubauen und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.“ In der von Peest geführten Abteilung laufen die Fäden für die Kinderbetreuung in Burgdorf zusammen. Weil er selbst Vater von zwei Kindern ist, kann er die Bedürfnisse und die Lage junger Familien aus eigenem Erleben nachvollziehen.

Anzeige

„Meine erste Tochter ist zwei, die jüngere am 30. Dezember geboren“, sagt der Fachbereichsleiter, der seit 2015 in Burgdorf wohnt und das Leben in der Kleinstadt schätzt. Wie den nun kurzen Weg zur Arbeit. „Von 2015 an habe ich in Ronnenberg das Team Bildung und Jugend geleitet. Da musste ich durch Hannover. Da dauerte eine Strecke eine Stunde. Dem Weg trauere ich nicht nach. Hier kann ich mit dem Fahrrad fahren“, sagt Peest.

Rechtswissenschaftler mit Lust auf Verwaltung

Auch wenn er in Ronnenberg in erster Linie für Schulen zuständig war, gebe es eine große Schnittmenge zwischen den Aufgabenbereichen, sagt Peest. „Momentan sammle und evaluiere ich noch viel. Ich freue mich, den wichtigen Bereich der Kinderbetreuung in Burgdorf mitgestalten zu können.“ Noch arbeitet sich der 1984 in Hannover geborene und in Celle aufgewachsene Abteilungsleiter ein. Schon bald will er für die Verwaltung und die Kommunalpolitiker eine Übersicht sämtlicher Kinderbetreuungsangebote in der Stadt zusammenzustellen, um daraus ableiten zu können, „wo wir hin wollen“.

Peest hat sich nach seinem Jurastudium in Göttingen bewusst für eine Tätigkeit in der Verwaltung entschieden. „Im Studium hatte ich es viel mit Verwaltungsrecht zu tun, das ist schon eine gute Basis.“ Das Studium der Rechtswissenschaften habe ihn gereizt, weil „man sich ein sehr strukturiertes Denken aneignet.“ 2014 sattelte er noch eine Mediationsausbildung drauf.

Anmeldungen werden ausgewertet

„Die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr werden jetzt gesichtet. Nun gilt es, sich mit unseren und den Einrichtungen der freien Träger abzusprechen“, sagt Peest. Wie lang die Warteliste ist, werde sich daraus ergeben. Insbesondere die sogenannten Flexi-Kinder, bei denen erst spät klar ist, ob sie eingeschult werden oder noch ein Jahr im Kindergarten bleiben, machen das Planen schwierig. Wichtig sei es, nicht nur neue Betreuungsplätze zu schaffen, sondern auch Mitarbeiter zu gewinnen und die vorhandenen fortzubilden. Sechs Fachkräfte will die Stadt selbst ausbilden und nach Möglichkeit übernehmen. „Das ist für junge Leute eine Chance“, sagt Peest.

Ein unverzichtbares Glied in der Kette der Kinderbetreuung sind für ihn die Tagespflegepersonen. „Wir lassen unsere Tochter selbst von einer Tagesmutter betreuen“, sagt er. Vier Großtagespflegestellen für jeweils maximal zehn Kinder und 16 Tagespflegepersonen, die bis zu fünf Kinder betreuen, gebe es aktuell in Burgdorf. Doch es braucht mehr. Um das zu erreichen, will die Stadt einen Vertretungspool einrichten. Der soll Eltern und Tagespflegepersonen mehr Sicherheit bieten.

Lesen Sie auch

Von Sandra Köhler