Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf Tischler will Inklusionsbetrieb gründen
Umland Burgdorf Tischler will Inklusionsbetrieb gründen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.01.2019
Nils Altenkamp (links) und sein Kollege Jörg Meyer begutachten eine Treppenstufe. Quelle: Antje Bismark
Hülptingsen

 Mit großen Erwartungen startet Nils Altenkamp, Geschäftsführer der Firma Möbel Union aus Hülptingsen, ins neue Jahr: Der Unternehmer will im Laufe dieses Jahres einen inklusiven Betrieb, die Treppen Union, gründen. Dazu laufen seit Monaten die Gespräche mit beteiligten Behörden wie der Region und der Handwerkskammer. „Der gute Wille ist bei allen für das Projekt vorhanden, aber es gibt eben auch noch viele Fragen, die wir klären müssen“, sagt der Tischlermeister.

Er gründete 2011 seinen Betrieb, nachdem er die Meisterprüfung erfolgreich bestanden und mit seinem Konzept der Möbel Union inklusive eines Hängesideboards aus amerikanischem Nussbaum den Existenzgründerpreis gewonnen hatte. Inzwischen beschäftigt er acht Mitarbeiter und fühlt sich „gut ausgestattet mit Aufträgen“. Denn das Handwerk, sagt Altenkamp aus eigener Erfahrung, boome wie selten in den vergangenen Jahrzehnten. In seinem Betrieb fertigt er unter anderem hochwertige Möbel für Privatkunden, saniert Fenster und Türen in zum Teil denkmalgeschützten Häusern und produziert in der eigenen Werkstatt für große Handelsketten vorgegebene Elemente aus Holz.

Nun soll ein weiteres Standbein hinzukommen: die Sanierung von Hafentreppen in Reihenhäusern aus den Siebziger Jahren. „Das ist keine herausfordernde Arbeit, aber sie erfordert Fingerspitzengefühl und Geduld“, sagt er und zeigt auf eine Stufe aus Holz, die geschliffen und lackiert werden muss. Nachdem er bereits positive Erfahrungen mit einem gehörlosen Mitarbeiter gesammelt hat, will der Hülptingser nun einen weiteren Schritt gehen und einen inklusiven Betrieb gründen, der Treppenstufen saniert. „Dabei hängt der Einsatz des einzelnen Mitarbeiters von dessen Beeinträchtigung ab“, weiß Altenkamp aus der täglichen Arbeit. Bei einer körperlichen Einschränkung müsse er sehen, ob der Einsatz gelinge. Bei einer psychischen Erkrankung biete die Treppensanierung möglicherweise die Chance auf eine Rückkehr in den Alltag. „Das entscheidende Kriterium ist, dass der Mitarbeiter am Holzbau auch Spaß findet“, sagt Altenkamp und betont, es gehe nicht darum, eine Behindertenwerkstatt zu gründen oder einer solchen neue Konkurrenz zu machen.

„In meinem Inklusionsbetrieb sollen sowohl Menschen mit als auch ohne Beeinträchtigung in jeweils gleicher Zahl arbeiten, die voneinander lernen“, sagt der Tischlermeister, der für seinen Plan in diesem Jahr eine Zusatzausbildung beginnen wird – so die Behörden grünes Licht für die Betriebsgründung geben. Geplant sei, im späten Frühjahr oder Sommer zu starten. Davor stehe neben einer Präsentation, unter anderem bei der NBank, auch Praktika mit möglichen Bewerbern anzuschieben, sagt Altenkamp. „Das Projekt bedeutet deutliche Mehrarbeit für mich, aber ich freue mich drauf.“

Von Antje Bismark

Das Burgdorfer Frauen- und Mütterzentrum bietet in allen Ferien eine Betreuung für Grundschüler an. Am Donnerstag hat die Betreuerin mit den Kindern gemeinsam das Mittagessen vorbereitet.

03.01.2019

In der nächsten Woche beginnen die öffentlichen Erörtungstermine zur geplanten Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit Bauschutt und Bodenaushub. Sorgensens Ortsvorsteher bittet die Bürger zu kommen.

03.01.2019

Noch am Mittwoch liegen in den Straßen in Burgdorfs Süd- und Weststadt die prall gefüllten gelbe Säcke. Ihre Abfuhr hatte das Entsorgungsunternehmen Remondis bereits für Sonnabend angekündigt.

02.01.2019