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Burgdorf Verwaltung nimmt im April neues Rathaus in Betrieb
Umland Burgdorf Verwaltung nimmt im April neues Rathaus in Betrieb
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00:23 23.03.2019
Die Stadtverwaltung will in Kürze das neue Rathaus an der Rolandstraße beziehen. Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

Das neue Rathaus an der Rolandstraße ist so gut wie fertig. Sogar der Vorplatz für parkende Autos ist bereits gepflastert und gefegt. Pünktlich zum 1. April will die Stadtverwaltung mit vier Abteilungen und seiner Gleichstellungsbeauftragten dort einziehen. Errichtet hat das Gebäude Investorin Wiltrud Niebuhr, die bereits die ehemalige Molkerei nebenan nach den Bedürfnissen der Verwaltung zum Rathaus IV umbauen ließ und beide Gebäude an die Stadt vermietet.

Die Jugendverwaltung und die Schulabteilung ziehen demnächst ein. Quelle: Joachim Dege

Vier Abteilungen ziehen ins neue Rathaus

Die Stadtverwaltung informierte Anfang der Woche die Kommunalpolitiker im Ratsausschuss für Verwaltungsangelegenheiten über den unmittelbar bevorstehenden Umzug. Im März würde das Gebäude ans städtische EDV-Netz angeschlossen. Die Teeküche sei noch einzubauen. Der Besprechungsraum, der Sozialraum und die Wartebereiche bräuchten noch Mobiliar. Dann könne das Umzugsunternehmen anrücken und die Schreibtische und Schränke der Abteilung für Familien und Kinder, der Jugendhilfeabteilung und der Jugendverwaltungsabteilung aus dem Rathaus I an der Marktstraße abholen. Obendrein soll auch die Schul-, Kultur- und Sportabteilung aus der Nebenstelle an der Ecke Marktstraße/Klaukengasse, für die die Stadt den Mietvertrag gekündigt hat, ins neue Rathaus einziehen, wo künftig auch die Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape ihr Büro bezieht. Offiziell, so der Plan, will die Stadt das Gebäude am 1. April in Betrieb nehmen. Für Freitag, 5. April, 12 Uhr, plant die Stadt eine Einweihungsfeier.

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Stadt saniert ihr historisches Rathaus

Ist der Umzug erst erledigt, will sich die Stadt an die Dach- und die Innensanierung des dann leergeräumten historischen Rathauses I machen. Die Sanierungsarbeiten sollen einen Betrag von 2 Millionen Euro nicht überschreiten, versprach Kämmerer und Erster Stadtrat Lutz Philipps in der Ausschusssitzung den Politikern. Für die Dachsanierung schließe die Stadt aktuell einen Vertrag mit einem Architekturbüro. Dachdecker müssten die alten Ziegel abdecken, um die Dachkonstruktion darunter zu ertüchtigen und zu dämmen. Auch Klemptnerarbeiten seien zu erledigen. Die Arbeiten seien für den Zeitraum Mai bis August nächsten Jahres geplant. Dazu müsse das Rathaus eingerüstet werden.

Machbarkeitsstudie klärt wirkliche Kosten

Für den Innenausbau hat die Stadt eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die soll Aufschluss geben über alle notwendigen Arbeiten und die voraussichtlichen Kosten. Noch in diesem Jahr sollen das Gebäude aufgemessen sowie sämtliche Leitungen und die Bausubstanz mitsamt der Statik untersucht werden. Auch die Denkmalschutzbehörde will das historische Gebäude unter die Lupe nehmen. Später will die Stadt den Brandschutz auf den aktuellen Stand der Technik bringen lassen und prüfen, ob die Toiletten im Erdgeschoss auch außerhalb der Öffnungszeiten öffentlich zugänglich gemacht werden können. Sollte es sich die Stadt dann noch leisten können, will sie eventuell das zweite Dachgeschoss ausbauen. Geprüft wird ferner, ob es wirtschaftlich ist, die Obergeschosse barrierefrei umzubauen. Im Spätsommer soll feststehen, ob das alles im vorgegebenen Kostenrahmen zu stemmen sein wird.

Von Joachim Dege

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