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Burgdorf Weil: Kein Landesgeld für Burgdorfs Schulen
Umland Burgdorf Weil: Kein Landesgeld für Burgdorfs Schulen
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00:15 13.03.2019
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: dpa
Burgdorf

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) macht der hoch verschuldeten Stadt Burgdorf keine Hoffnung auf zusätzliches Landesgeld für ihre Schulbauten. „Auch wenn es vielleicht wünschenswert wäre, wir werden keinen Sondertopf für wachsende Kommunen machen können.“ Die Stadt will bekanntlich für mehr als 50 Millionen Euro eine IGS bauen und für 20 Millionen Euro einen Neubau für die Gudrun-Pausewang-Grundschule errichten, abgesehen von der Schulerweiterung in Otze (12 Millionen Euro) sowie Kita-Neubauten und Feuerwehrhäusern. Laut Weil ist die Finanzsituation vieler Städte und Gemeinde heute viel besser als noch vor zehn Jahren. Manche Kommune schreibe heute sogar wieder schwarze Zahlen.

Anlässlich seines Besuchs am Weltfrauentag in Burgdorf bezeichnete Weil den Wohnungsmarkt in den Umlandkommunen der Landeshauptstadt im Gespräch mit dieser Zeitung als angespannt. Das Wohnraumversorgungskonzept der Region Hannover hatte unlängst von 1000 Wohnungen gesprochen, die bis 2025 allein in Burgdorf zusätzlich zum aktuellen Angebot benötigt werden. Dies sei nur zu ändern, wenn wieder mehr gebaut werde. Das Land wolle deshalb die Landesbauordnung verändern und vereinfachen. Dazu sei eine Novelle in Vorbereitung, welche auf der Arbeit des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum aufsetze. „Wir sind guten Mutes, dass in Niedersachsen 30.000 bis 40.000 Wohnungen im Jahr gebaut werden. Dieses Niveau wollen und müssen wir erreichen“, sagte der Ministerpräsident.

Damit nicht genug. Auch für mobilitätseingeschränkte Menschen wie Behinderte und Rentner, überdies für Studierende, kinderreiche Familien und Geringverdiener brauche es mehr öffentlich geförderten Wohnraum. Schon weil in den nächsten Jahren viele Belegungsrechte ausliefen, müsse etwas geschehen. „Wir wollen im Jahr 4000 neue Sozialwohnungen schaffen und dafür mehrere 100 Millionen Euro in die Hand nehmen“, sagte Weil. Das Thema Wohnraum gehe den Menschen unter die Haut, weil sich daran ablesen lasse, ob der Sozialstaat funktioniere. Burgdorf werde von den Anstrengungen des Landes profitieren, versprach der Ministerpräsident.

Burgdorf sei überall, beschrieb Weil den Fachkräftemangel in den öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen der Kommunen, wie er auch in dieser Stadt zutage tritt. So wie in Burgdorf mangle es allerorts an Erziehern. „Wir müssen dringend etwas für das Berufsbild tun“, forderte er. Dazu gehöre die Einführung einer Ausbildungsvergütung und mehr Praxisbezug während der gegenwärtig vier Jahre dauernden Schulausbildung. Das Land sei mit den Kommunen im Gespräch. Vorstellbar seien Modelle wie diese: Nach der Ausbildung zum Sozialassistenten könnten Kommunen Berufsanfänger zunächst in Teilzeit beschäftigen, während diese dann berufsbegleitend die Qualifikation zum Erzieher draufsattelten. Laut Bürgermeister Alfred Baxmann hat die Stadt im Doppelhaushalt sechs Ausbildungsstellen für Erzieher vorgesehen.

Von Joachim Dege

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