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Burgdorf Zum 1. August fehlen rund 250 Kitaplätze
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15:59 03.05.2019
Die Stadt lässt zurzeit an die von der evangelischen Kirche betriebene Kindertagesstätte Pusteblume am Iseweg anbauen, kann den Bedarf an Betreuungsplätzen aber dennoch nicht decken. Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

 Viele Eltern von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter werden zum 1. August keinen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs haben. Laut Stadt fehlen rund 110 Krippen- und rund 145 Kindergartenplätze. Zu Beginn des laufenden Kitajahres war die Lücke zwischen Bedarf und Angebot ähnlich hoch. „Das hohe Fehl an Plätzen im Krippenbereich ist insbesondere auf die fehlenden Kindergartenplätze zurückzuführen“, erklärt Nicole Raue, Leiterin der Jugendverwaltung im Rathaus.

Im Laufe dieses Kitajahres wird sich die Situation etwas entspannen. Bis 15. Februar 2020 sollen 75 neue Kindergartenplätze für Jungen und Mädchen ab drei Jahre und 30 zusätzliche Krippenplätze für die Kleinsten entstehen. Die Erweitungspläne im Einzeln: Zum 1. Oktober 2019 kann die Kita Pustblume weitere 40 Kindergartenplätze anbieten. In der Kita Ramlingen-Ehlershausen werden ab 1. September und 1. Oktober 2019 zusätzlich 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze. In Otze soll zum 15. Januar 2020 eine Kleingruppe für zehn Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in Betrieb gehen. Die Räume für eine zweite Krippengruppe für 15 Ein- bis Dreijährige sollen zum 15. Februar 2020 fertig sein.

Die Kinderbetreuung in der Stadt ist zurzeit eine Baustelle: Es fehlen 110 Krippen- und 145 Kindergartenplätze. Quelle: Joachim Dege

Das Defizit an Kindergartenplätzen kann sich in den nächsten ein, zwei Wochen noch etwas verringern. Das liegt an dem neuen Flexi-Jahr bei der Einschulung. Zwar sind Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September eines Jahres geboren sind, grundsätzlich schulpflichtig, doch die Eltern können sie trotzdem in der Kita lassen. Zurzeit gibt es laut Stadt 50 Flexi-Kinder. Die Jugendverwaltung geht davon aus, dass circa 50 Prozent dieser Kinder eingeschult werden. Damit würden 25 Kindergartenplätze mehr zur Verfügung stehen und sich das Fehl zu Beginn des neuen Kitajahres auf rund 120 Plätze für die Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen reduzieren.

Dreijährige können nicht in Kindergarten wechseln

Sobald die Anbauten stehen, werden dort weitere Kinder betreut werden können, sodass noch rund 45 Betreuungsplätze im Kindergartenbereich und 80 im Krippenbereich fehlen. Die Stadt geht davon aus, dass danach voraussichtlich keine Kindergartenplätze mehr vergeben werden können. Die Folge: Krippenkinder, die ihr drittes Lebensjahr vollenden, können nicht in den Kindergarten wechseln, und es können keine neuen Kleinkinder aufgenommen werden.

Die Situation wird sich erst nachhaltig entspannen, wenn das Familienzentrum im Neubaugebiet An den Hecken eröffnet. Zurzeit geht die Stadt davon aus, dass die dort entstehenden 105 Betreuungsplätze Ende 2020 und somit 16 Monate später als geplant zur Verfügung stehen.Ab Sommer 2020 wird aller Voraussicht nach auch die neue Kita der St.-Nikolaus-Gemeinde für 15 Krippen- und 50 Kindergartenkinder öffnen. In beiden Neubauten können dann zusammengerechnet 275 Jungen und Mädchen betreut werden.

Nikolaus-Gemeinde baut Haus für 65 Kinder

Die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus will in ihrem weitläufigen Pfarrgarten in Burgdorf eine Kindertagesstätte für zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe mit insgesamt 65 Plätzen bauen. Ziel sei es, den Bauantrag noch vor der Sommerpause zu stellen, erklärt Wolfgang Obst vom Kirchenvorstand. Noch liefen die Verhandlungen. Denn die Abstimmungen seien etwas umfangreicher, weil mehrere Parteien an dem Projekt beteiligt sind, „die alle unter einen Hut gebracht werden müssen“. Der Garten und damit das Baugrundstück gehört laut Obst dem Bistum, Träger der Kita soll die Caritas werden. Zudem müssen bei den Planungen die Stadt und das Kultusministerium mit eingebunden sein.

„Ich bin der Meinung, wir sind auf einem guten Weg“, sagt Obst. Nach der Sommerpause sollen demnach die Bauarbeiten beginnen. Für die Bauzeit ist ein Jahr angesetzt, sodass die Einrichtung zum Beginn des Kitajahre 2020/21 in Betrieb gehen kann. In der Kita werden laut Obst Kinder aller Konfessionen und Nationalitäten aufgenommen. Das Bildungskonzept wird aber christlich geprägt sein.

Von Anette Wulf-Dettmer

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