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Burgdorf C-Jugend der TSV: Klare Regeln sollen erneute Gewalt auf Fußballplatz verhindern
Umland Burgdorf

C-Jugend der TSV Burgdorf: Klare Regeln sollen erneute Gewalt auf Fußballplatz verhindern

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10:43 28.09.2019
Die Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule ist sich ihrer Verantwortung für ein friedvolles Miteinander bewusst: Projektpate Dagobert Strecker (von links) sowie die beiden Schülersprecher Marie-Christin und Mattia enthüllen das neue Schild „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Quelle: Laura Beigel
Burgdorf

Nach den gewaltsamen Übergriffen von C-Junioren der TSV Burgdorf wollen Aktive aus dem Verein, der Stadt und dem Burgdorfer Mehrgenerationenhaus (BMGH) Vorschläge entwickeln, um die Jungen zwischen 13 und 15 Jahren sowie ihre Familien intensiv zu begleiten. Das ist das Ergebnis des ersten Runden Tischs, der am Donnerstagabend erstmals tagte.

Daran nahmen nach Aussage von Stadtsprecher Sebastian Kattler unter anderem Stadtrat Michael Kugel, der Jugendamtsleiter Michael Niemann, Jugendpfleger Horst Gohla sowie Vertreter der TSV, des BMGH und des Kinderschutzbundes teil. Die IGS Burgdorf, die am Freitag das Schild „Schule ohne Rassismus“ an ihrem Gebäude anbrachte, hatte bereits zuvor mit dem TSV-Vorstand gesprochen, wie Schulleiterin Saskia van Waveren-Matschke sagte.

Gespräch auch zwischen Verein und IGS

Ihren Angaben zufolge suchen TSV und Schule einen Weg für die weitere Zusammenarbeit. Es geht laut Schulleiterin darum, dass der Verein den Schülern ein Platzverbot erteilt hat – die IGS die Anlage aber mitunter für den Sportunterricht nutzt. „Wir stehen in Gesprächen“, sagte van Waveren-Matschke und betonte zugleich, dass die IGS nur bedingt eingreifen könne, weil die Übergriffe außerhalb des Unterrichts geschehen seien.

Für den Soccercourt soll es klare Regeln geben

Aus dem Runden Tisch ergeben sich nach Aussage Kattlers weitere Ideen, um solche Angriffe in Zukunft zu verhindern und die Jugendlichen besser zu integrieren. Sie spielten bislang in einer C-Junioren-Mannschaft, die ausschließlich aus Geflüchteten und Kindern mit Migrationshintergrund bestand. Bei zwei Spielen in diesem Monat attackierten sie Gegenspieler, in einem Fall am Sonnabend so schwer, dass der betroffene Junge aus Lehrte mit schweren Verletzungen ins Kinderkrankenhaus kam. „Bei einem weiteren Treffen wollen die Beteiligten, darunter dann auch die Präventionsstelle der Polizei, konkrete Regeln für die Nutzung des Soccercourts erarbeiten“, sagte Kattler.

Vor dem Wechsel in die TSV hatten die Jugendlichen, gegen die die Polizei seit Sonnabend wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, auf dem Soccercourt gespielt. „Darüber hinaus bleibt die Mobile Jugendhilfe weiterhin in engem Austausch mit den Kindern“, sagte der Stadtsprecher und fügte hinzu, das BMGH werde zudem das Gespräch mit den Eltern der Kinder suchen. Und nicht zuletzt sollen die Jugendlichen auch die Chance bekommen, weiterhin Sport treiben zu können. „Deshalb soll geprüft werden, ob es möglich ist, ein alternatives Sportangebot für die Jugendlichen zur Verfügung zu stellen“, sagte Kattler.

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