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Burgdorf Deshalb sind Rollstühle an der Grundschule Burgdorf so gefragt
Umland Burgdorf

Deshalb sind Rollstühle an der Grundschule Burgdorf so gefragt

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11:26 30.09.2019
Mit den beiden Wheely Ridern und den Sulkys toben die Grundschüler durch die Aula - und bei gutem Wetter auf dem Pausenhof. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

„Hände weg vom Handy“ – das muss kein Lehrer oder Betreuer den Erst- bis Vierklässlern sagen. Zumindest dann nicht, wenn die Grundschüler in einem Wheely Rider oder einem Sulky Platz genommen haben. Denn die Jungen und Mädchen der Grundschule Burgdorf benötigen beim Toben durch die Aula beide Hände, um entweder die Räder des Spiel-Rollstuhls anzutreiben oder sich im Sulky festzuhalten. Und auch die Kinder, die an diesem Vormittag die zweirädrigen Karren ziehen dürfen, haben keine Zeit für elektronisches Spielzeug.

Für Sozialpädagogin Andrea Bruns und Kirsten Jagau-Brinkmann, Vorsitzende des Fördervereins, erfüllt sich mit dem bunten Toben ein kleiner Traum. Doch: „Wir haben schon einige Fahrzeuge im Fundus, doch die reichen bei Weitem nicht aus“, sagt Bruns. Immerhin gut 200 der 316 Grundschüler nehmen an der Ganztagsbetreuung teil, die wie der Unterricht einen Schwerpunkt auf Bewegung, Ernährung und Entspannung legt. Ob Roller oder Wavebords – alle Fortbewegungsmittel fänden großen Anklang.

Tui-Stiftung spendet 1000 Euro für Wheely Rider

Deshalb organisierte der Förderverein unter anderem einen Flohmarkt und sammelte Spenden, sodass er zunächst die Sulkys kaufen konnte. Über die Mutter Anja Seidel, Mitarbeiterin bei der Tui konnte der Freundeskreis eine weitere Spende generieren: „Wir haben im Mai den Antrag gestellt, der an die Beschäftigung der Eltern bei Tui gebunden ist“, sagt Bruns. Mit Erfolg: Die Konzern-Stiftung überwies 1000 Euro, von denen nun die beiden Rollstühle angeschafft wurden. Sie lassen sich auf der Stelle drehen, sind robust – und zeigen Kindern zugleich spielerisch, wie schwierig das Leben ist, wenn man nicht gehen kann.

„Im Sinne der Inklusion fördern die Wheelys das Verständnis für Kinder mit eingeschränkten Fähigkeiten“, sagt die Sozialpädagogin. Die Zweit- und Drittklässler wählen andere Worte: „Fahren mit den Rollstühlen trainiert meine Arme und Schulter“, sagt einer. Und ein anderer ergänzt: „Da merke ich, wie das ist, wenn ich nicht laufen kann. Das macht aber Spaß. Ich kann ja wieder aufstehen.“

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Von Antje Bismark

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