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Burgdorf Für die Artenvielfalt: So legen Sie ganz einfach eine neue Hecke an
Umland Burgdorf

Für die Artenvielfalt: So legen Sie ganz einfach eine neue Hecke an

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19:51 09.09.2019
Das Bild zeigt, wie eine Benjes-Hecke anzulegen ist. Quelle: privat
Burgdorf

Die Artenvielfalt in unserer Natur ist in Gefahr. Vor diesem Hintergrund lädt der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze für Donnerstag, 12. September, zu einem Vortrag ein über die Bedeutung von Hecken, und wie sie mit einfachen Mitteln anzulegen sind. Beginn ist um 19.30 Uhr im Jugendhaus JohnnyB. in Burgdorf. Der Eintritt ist frei.

Referent ist Uwe Quante vom Arbeitskreis Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt, der sich seit Jahren für den Erhalt und die Neuanlage von Hecken einsetzt. Er wird anschaulich darstellen, dass Hecken ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Vögeln, Amphibien, Kleinsäugern und Pflanzen sind.

Wie baue ich eine Benjes-Hecke?

Darüber hinaus wird er erklären, wie Benjes-Hecken anzulegen sind. Für diese Totholzhecken werden dünne Äste und Zweige aufeinandergestapelt und fixiert. Das Leben kommt dann ganz von allein – durch den Windanflug von Samen sowie den mit Samen versetzten Kot rastender Vögel.

„Wir haben auch gezielt Landwirte zu dem Vortrag eingeladen“, sagt Nabu-Sprecherin Margret Schäfer. Der Nabu möchte sie für das Projekt gewinnen. Denn „Hecken sind ein wichtiger Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt“. Solche Hecken in der Landschaft können nicht nur örtliche Schutzräume für Pflanzen und Tiere sein. Werden sie miteinander verbunden, bilden sie ein Netz, das es vor allem Amphibien und Kleinsäugern erlaubt, große Strecken zurückzulegen. Das wiederum erhöht die genetische Vielfalt einer Population.

Aus den Totholzstapeln entwickelt sich in wenigen Jahren eine dichte, blühende Feldhecke. Quelle: privat

Damit der Ackerboden nicht vom Winde verweht wird

Sinnvoll sind Hecken in der Feldmark nicht nur für die Biodiversität, sondern sie tragen dazu bei, die Bodenerosion einzudämmen. Es gibt in Burgdorf und in Uetze Landstriche, in den sich Acker an Acker reiht. Die Folge: Der Wind kann Fahrt aufnehmen und dabei die feine Bodenkrume abtragen. Mit Benjeshecken können Landwirte also auch ihren Boden schützen.

Dieses Foto ist beim Sandsturm im April 2011 zwischen Schwüblingsen und Dollbergen entstanden. Quelle: Anette Wulf-Dettmer (Archiv)
April 2011: Der Sturm fegt die Ackerkrume über die Felder zwischen Dollbergen und Schwüblingsen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer (Archiv)

Im April 2011 kam es beispielsweise zwischen Dollbergen und Schwüblingsen zu einem regelrechten Sandsturm, der sogar den Verkehr auf der Kreisstraße 132 behinderte. Starke Windböen aus Westen trieben die feine, trockene Ackerkrume samt den Samenkörnern eines gerade bestellten Feldes über die Straße. Zwischen der Bahnlinie und der Landesstraße konnte der Wind richtig Fahrt aufnehmen, denn in diesem Teil der Feldmark liegt Acker an Acker – weder eine Hecke noch ein kleines Waldstück bremsen den Wind. Der Landwirt reagierte damals sofort und bestellte seinen mehrere Hektar großen Acker neu.

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Von Anette Wulf-Dettmer

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