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Burgdorf Gas-Leck in Burgdorf gefunden: Großeinsatz beendet
Umland Burgdorf

Gas-Leck in Burgdorf gefunden: Großeinsatz beendet

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16:10 26.08.2019
Austretendes Gas im Schloss sorgte am Montagmorgen für einen Einsatz der Rettungskräfte. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Weil ein Mitarbeiter der Finanzabteilung der Stadt bei Arbeitsbeginn am Montagmorgen Gasgeruch wahrgenommen hat, hatte die zuständige Ordnungsabteilung der Stadtverwaltung um 7.34 Uhr Alarm geschlagen. Wenige Minuten später stand ein Großaufgebot der Polizei, Feuerwehr und des DRK auf dem Spitta- und dem Schlossvorplatz. Techniker des Energieversorgers Avacon eilten herbei. Alle im Schloss und im benachbarten Rathaus III beschäftigten Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden evakuiert.

Bürgerbüro und Kfz-Stelle bleiben den ganzen Tag geschlossen

Der Einsatz dauerte bis kurz vor 13 Uhr. Bereits um 11 Uhr stand fest, dass die Stadt ihre Mitarbeiter in den beiden Gebäuden für den Rest des Tages von der Arbeit freistellt. Bürgerbüro, Kfz-Zulassungsstelle und Sozialamt der Stadt bleiben den ganzen Tag geschlossen. Betroffen von dem Gasalarm im Schloss war auch die Erziehungsberatungsstelle der Region Hannover.

Gasleck ist Ursache für den Großeinsatz

Ursache des Großeinsatzes ist nach Auskunft der Stadt Burgdorf ein Leck an der Gasleitung, die zum Schloss führt. Die Öffnung, aus der das Gas strömte, soll sich unmittelbar vor dem Gebäude befinden. Nachdem das Leck ausgemacht war, machten Avacon-Mitarbeiter sich daran, es zu reparieren. Ein Stadtmitarbeiter gab gegenüber der Polizei zu Protokoll, dass der Gasgeruch aus dem Heizungskeller gekommen sei. Dort habe von der im Schloss arbeitenden Finanzverwaltung niemand Zutritt. Die Ordnungsabteilung löste deshalb Alarm aus und wies die Kollegen im Schloss an, sofort das Gebäude zu verlassen.

Schloss und Rathaus III: Während des Einsatzes der Rettungskräfte im Schloss, kann kein Stadtmitarbeiter an seinen Arbeitsplatz.

Atemschutzträger der Feuerwehr verschafften sich Zugang zum Gebäude und untersuchten alle Räume. Techniker und Bauarbeiter der Avacon stießen hinzu und stellten die Gaszufuhr ab. Ein Messtrupp der Feuerwehr Hänigsen, der zum Gefahrgutzug der Region Hannover gehört und über die entsprechende Ausrüstung verfügt, maß die Gaskonzentration in der Luft. Diese war besorgniserregend hoch, wie die Stadt bestätigte.

Um das Gas aus dem Schloss zu leiten und die Explosionsgefahr zu bannen, forderte Einsatzleiter Florian Bethmann Unterstützung aus Hannover an. Die Werksfeuerwehr eines großen Industrieunternehmens schickte ein Spezialfahrzeug mit einem riesigen Lüfter, der 120.000 Kubikmeter Luft pro Stunde ins Schloss blies. Dazu waren vorher alle Fenster weit geöffnet worden.

Die Regionsfeuerwehr mit ihrem Spezialfahrzeug hat Position vor dem Schloss bezogen. Quelle: Joachim Dege

Passanten versuchen Sicherheitsabsperrung zu umgehen

Um an das Gasleck heranzukommen, musste die Avacon den Erdboden vor dem Schloss aufgraben und die Gasleitung freilegen. Vom Abstellen des Stroms sah die Einsatzleitung in Absprache mit der Stadt wegen möglicher Explosionsgefahr ab. Der Grund für diese Entscheidung sei die Stromnotversorgung für die elektronische Datenverarbeitung, hieß es. Wenn diese anspringt, könnten Funken entstehen.

Das DRK übernahm derweil die Versorgung der Feuerwehrleute. Ein Bäcker hatte Brötchen spendiert, ein Supermarkt Obst und Getränke kostenlos zur Verfügung gestellt. Am Absperrband in Höhe des Biergartens am Spittaplatz kam es vereinzelt zu kniffligen Situationen für die Polizei. Beamte musste freundlich aber bestimmt immer wieder Menschen zurechtweisen, die auf ihren Gang ins Bürgerbüro die Sicherheitsabsperrung partout nicht respektieren wollten.

„Das war ein Montagmorgen, wie man ihn sich nicht wünscht“, sagte Hauptabteilungsleiterin Silke Vierke, die anstelle von Bürgermeister Alfred Baxmann von die Kamera eines Fernsehteams trat.

Von Joachim Dege

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