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Burgdorf Großer Bedarf: Stadt baut die Kindertagespflege aus
Umland Burgdorf Großer Bedarf: Stadt baut die Kindertagespflege aus
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00:16 16.03.2019
Für den Ausbau der Kindertagespflege hat die Stadt Burgdorf einen Bundeszuschuss von 300.000 Euro beantragt. Quelle: Symbolbild
Burgdorf

Insgesamt 105 Plätze bieten Tagespflegeeltern in Burgdorf für Neugeborene bis 14-Jährige an – Tendenz steigend. Deshalb plant die Stadt nach Aussage von Sprecher Sebastian Kattler, eine Koordinierungsstelle für die Kindertagespflege zu bilden. Schon jetzt gebe es zwei Beschäftigte in der Verwaltung, die als Fachberaterinnen und Ansprechpartnerinnen bei Genehmigungsverfahren arbeiten. Deren Arbeitszeit und Aufgaben möchte Burgdorf gern erweitern, unter anderem mit Geld vom Bund. Dort hat die Stadt nach Aussage Kattlers beim Projekt ProKindertagespflege insgesamt 300.000 Euro für drei Jahre beantragt.

Aufgaben der Mitarbeiterinnen sollen wachsen

Das Geld solle zum großen Teil dafür verwendet werden, den beiden Mitarbeiterinnen mehr Zeit für die Organisation der Kindertagspflege zu finanzieren. Sie kümmern sich künftig insbesondere um die Qualifizierung der Tageseltern, deren pädagogische Beratung, die Suche nach geeigneten Tagespflegestellen, praktische Vertretungsregeln bei Urlaub und Krankheit sowie ein Beschwerdemanagement. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Familien.

Kattler weist darauf hin, dass die Tagespflege eine gleichwertige Alternative zur Krippe ist – mehr noch: Dank der kleinen Einheiten könnten die Tageseltern individuell vereinbarte, flexible Betreuungszeiten anbieten und mehr auf die Besonderheiten der Kleinsten eingehen. „Aus diesem Grund besteht das erklärte Ziel, das Angebot mit dem Bundesprogramm weiter auszubauen“, sagt der Stadtsprecher und fügt hinzu, dass die Elternbeiträge identisch behandelt würden, unabhängig davon, ob ein Kind zur Tagesmutter oder in eine Krippe und Kita geht.

Stadt rechnet mit fehlenden Betreuungsplätze für Kinder

Stadtweit indes gibt es Familien, die auf eine Betreuung für den Nachwuchs hoffen, sagt Stadtrat Michael Kugel. Seinen Angaben zufolge ermittelt das Familienservicebüro derzeit den Bedarf an Betreuung und das Angebot an freien Plätzen in Krippen, Kitas und Tagespflegestellen. „Wer keinen Platz bekommt, wird in eine Nachrückliste aufgenommen“, sagt Kugel. Schon jetzt ergebe sich aus der Kita-Bedarfsplanung eine Lücke – wie groß diese ausfallen werde, lasse sich derzeit nicht sagen. Kugel verweist auf Einrichtungen wie die Paulus-Kita, die Einrichtungen in Ehlershausen und in Otze sowie die Pusteblume, in denen neue Plätze entstehen. Ab Dezember 2020 öffne dann auch das Familienzentrum mit Kita in der Südstadt, allerdings 16 Monate später als geplant, mit 105 Plätzen. „Wir hoffen, dass sich die Situation dann entspannt.“

Die Einrichtungen melden allerdings immer öfter ein Problem, das auch Tageseltern kennen: Weil in den Kindergartengruppen freie Kapazitäten für über Dreijährige fehlen, wechseln diese Jungen und Mädchen im Laufe eines Kita-Jahres nicht in den Kindergarten, sondern bleiben in der Krippe oder in der Tagespflege. In der Folge fehlen dann freie Plätze für die unter Dreijährigen, so dass deren Eltern mitunter vergeblich auf eine Betreuung warten müssen.

Von Antje Bismark

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