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Nachrichten Südlink: Stellungnahme bis Dienstag möglich
Umland Burgdorf Nachrichten Südlink: Stellungnahme bis Dienstag möglich
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18:39 28.11.2016
Von Anette Wulf-Dettmer
Die Baustelle für die acht Erdkabel der Südlink-Trasse wird etwa 60 Meter breit sein. Die Trasse selbst soll laut Tennet aber nur 30 Meter breit sein. Quelle: Archiv
Burgdorf/Uetze

Dienstagnacht, 29. November, endet das Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung der Stromautobahn von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg. Tennet hat zwei Varianten vorgelegt: Eine verläuft westlich Hannovers und die andere östlich.

Der östliche Korridor für die 30 Meter breite Erdkabeltrasse würde von Norden kommend die Otzer und Ehlershäuser Gemarkung tangieren und dann nordöstlich von Obershagen das Uetzer Gemeindegebiet erreichen. Der einen Kilometer breite Planungskorridor verläuft weiter zwischen Hänigser Freibad und Kaliwerk Riedel, streift im Osten das Burgdorfer Holz und Schwüblingsen

.
In seiner Stellungnahme verweist Burgdorf auf das Segelfluggelände Großes Moor bei Ehlershausen. „Es sollte bei der Detailplanung der Trasse möglichst mit Abstand umgangen werden.“ Offenbar könnte das magnetische Feld – laut Tennet 50 Mikrotesla – direkt über den acht Kabeln zu Navigationsproblemen führen. Des Weiteren lenkt die Stadt den Blick auf zahlreiche Biotope mit mittlerer bis sehr hoher Bedeutung nördlich und östlich Ehlershausens, darunter empfindliche Moore. Wobei die Gefahren für diese Gebiete vor allem von den Bauarbeiten ausgehen.

Für das Landschaftsschutzgebiet Burgdorfer Holz bittet die Stadt zu prüfen, ob die Erdkabeltrasse mit der dortigen 110-kV-Freileitung gebündelt werden kann. Zu beachten sei bei der Planung zudem der Windpark Ehlershausen, für den Repowering geplant sei. Burgdorf macht darüber hinaus auf die Ausweisung neuer Vorranggebiete für den Hochwasserschutz aufmerksam.

Für Uetze ist es wichtig, dass die Südlink-Trasse die Planungen der Gemeinde nicht negativ beeinflusst und örtliche Besonderheiten berücksichtigt werden. „Südlich von Riedel haben wir Gewerbeflächen ausgewiesen“, sagt Bürgermeister Werner Backeberg. „Von dieser gewaltigen Baumaßnahme ist bei uns zudem eine große Anzahl von Landwirten betroffen. Ich erwarte, dass deren Interessen berücksichtigt werden.“

Laut Backeberg koordiniert die Region Hannover alle Stellungnahmen der Umlandkommunen und verfasst zusätzlich eine eigene.

Für viele Besucher wird ein Rundgang durch die neue Ausstellung in der KulturWerkStadt einer Zeitreise gleichen. Unter dem Titel „Weihnachten in aller Welt – gestern und heute“ sind dort ab Sonnabend, 3. Dezember, zahlreiche Exponate aus Burgdorf zu bestaunen.

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