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19:02 24.10.2013
Von Joachim Dege
Symbolbild: Das Amtsgericht hat eine Geldstrafe von 1000 Euro verhängt. Quelle: Martin Lauber
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Burgdorf

Angeklagt war ein 29 Jahre alter Vater einer acht Jahre alten Tochter. Der von seiner Frau getrennte Mann und das Mädchen leben, ebenso wie die Kindsmutter, in Göttingen. Immer wenn das Kind beim Vater war, reiste dieser mit der Tochter zu seinen Eltern nach Burgdorf, um dort seiner Drogensucht zu frönen, wie er im Prozess offenbarte. Der Hartz-IV-Empfänger, der nach einer Drogentherapie aktuell sein Abitur nachmacht, rauchte Marihuana und zog sich das Aufputschmittel Amphetamin rein. Ab und zu verkaufte er kleine Mengen, um die Sucht zu finanzieren. Seine alte Mutter umsorgte derweil seine Tochter. Wie tief der Mann nun tatsächlich in die Drogenszene verstrickt war, das versuchte die Vorsitzende Richterin Stephanie Rohe mit bohrenden Nachfragen an die Adresse des Angeklagten wie des Hauptbelastungszeugen zu erhellen. Das diffizile Unterfangen glückte nur bedingt.

Der Zeuge, ein wegen seiner Beteiligung an Drogengeschäften und Waffenbesitzes verurteilter Straftäter, sagte dem Angeklagten nach, dass dieser ihn nicht nur mit kleinen Mengen zum Eigenverbrauch und Weiterverkauf in der Burgdorfer Szene versorgt, sondern auch mit größeren Mengen im Kilobereich gehandelt habe. Dabei verstrickte er sich aber in Widersprüche. Und stets, wenn die Richterin und der Verteidiger des Angeklagten konkrete Einzelheiten wissen wollten, wich der Zeuge aus oder zeigte Erinnerungslücken. Das taugte nicht zum Nachweis des gewerblichen Drogenhandels. Der Angeklagte räumte die Hälfte der 71 ihm von der Anklage zur Last gelegten Straftaten, also den Handel und Besitz kleiner Mengen, ein. Das brachte ihm eine Strafe von 100 Tagessätzen zu zehn Euro ein. Zudem ordnete die Richterin im Urteil an, dass der Angeklagte seinen bei 34 Drogengeschäften erzielten Gewinn in Höhe von 1725 Euro an die Staatskasse abführen muss.

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