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Umland Burgdorf Nachrichten Ein Stillleben muss nicht immer klassisch sein
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00:41 04.05.2018
Der stellvertretende Bürgermeister Mirco Zschoch stößt mit der Fotografin Susanne Dessel auf die Fotoaausstellung "Stil.Leben" imRathaus I an. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Burgdorf

 Besucher des Rathauses I sollten sich etwas Zeit mitbringen. Denn im Erdgeschoss des historischen Gebäudes ist ab dem 2. Mai bis zum 15. Juni die Ausstellung „Stil.Leben“ mit 20 Fotos der Burgdorfer Hobbyfotografin Susanne Dessel zu sehen – und die Aufnahmen sind sehenswert. Der stellvertretende Bürgermeister Mirco Zschoch, der die Ausstellung jetzt eröffnete, beschrieb Dessels Bilder als „Fotografien mit großer Präzision und Klarheit in der Komposition“.

„Der Titel Stil.Leben ist ein kleines Wortspiel“, sagte Dessel. Die meisten dächten bei Stillleben an die klassischen Motive Blumen, Vasen und Obstschalen. Weil Stillleben nicht immer klassisch sein müssten, habe sie bei der alten Schreibweise des Wortes einen Punkt zwischen Stil und Leben gesetzt.

Die 49 Jahre alte kaufmännische Angestellte, die seit 2013 ihr Hobby intensiv betreibt, hat zum Beispiel durch ein Bullauge eines Schiffes aufs Meer fotografiert. Auf anderen Bildern sind ein Seil oder ein Plattenspieler zu sehen. 16 der 20 Bilder sind Schwarz-Weiß-Fotos. Nach Zschochs Ansicht erzielen die Aufnahmen gerade wegen des Verzichts auf Farben ihre Wirkung. Außerdem strich er heraus, dass Dessel ihre Bilder nicht am Computer nachbearbeite. Das sei möglich, weil Dessel die Gegenstände, die sie fotografiere, vor der Aufnahme sorgsam arrangiere.

Nach den Worten des stellvertretenden Bürgermeisters hat sich das Rathaus I seit vielen Jahren als Standort für Kunstausstellungen bewährt. „Wir haben hier viel Laufkundschaft.“ Mit den Ausstellungen im Verwaltungsgebäude würden auch Menschen erreicht, die sonst Distanz zu künstlerischen Arbeiten hielten. Stefan Heuer aus dem Team Schule, Sport und Kultur, der die Ausstellungen organisiert, wies darauf hin, dass Einwohner aller Altersgrupen ins Rathaus I kämen. Indem die Stadt das Gebäude als Ausstellungsraum zur Verfügung stelle, unterstütze sie heimische Künstler, sagte Heuer.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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