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Nachrichten Stefan Heuer veröffentlicht zweiten Roman
Umland Burgdorf Nachrichten Stefan Heuer veröffentlicht zweiten Roman
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00:15 05.11.2017
Der Burgdorfer Autor und Lyriker Stefan Heuer hat es wieder getan: Soeben ist sein zweiter Roman erschienen. Quelle: Sandra Köhler
Burgdorf

Gelbe Quietscheenten auf gelbem Grund zeigt das Cover; eine von ihnen hängt an einem Angelhaken, der sich ganz durch den Schnabel gebohrt hat. Zu dieser martialischen Anmutung passen die orangefarbenen Flecken, die an vergossenes Blut erinnern. Heuer, der in seiner freien Zeit nicht nur der Lyrik frönt und für die aus Hannover stammende Soul und Pop spielende Formation tiefblau textet, sondern auch Collagen und Assemblagen klebt, gefällt das. Schließlich enthält es nicht nur von ihm favorisierte Farben, sondern verweist auch auf die Handlung des  Buches, ohne gleich zu viel zu verraten.

Entenangeln: Das ist das täglich Brot von Schausteller Frank. Mit seinem Kompagnon Rolf - Besitzer einer Schießbude -  teilt sich der Schausteller Stand, Wohnmobil, die Vorliebe für Filmzitate und einen gemächlichen Lebenswandel. Mit dem entspannten Leben ist es vorbei, als sich auf das als Scherz gemeinte Schild am Angelstand eine junge Frau zum Mitreisen meldet: Sybille, 19 Jahre alt, nach eigener Aussage ohne Arbeit oder sonstige Verpflichtungen, schließt sich den beiden an. Frank und Sybille kommen sich näher. Doch nach der Sommerpause, die sie bei ihrer Familie verbringen wollte, verliert sich Sybilles Spur. Frank und Rolf machen sich auf die Suche nach der Frau, die für Frank längst mehr geworden ist als eine mitreisende Hilfskraft.

Heuer hat für seinen Zweitling auch im Dunstkreis der norddeutschen Schützenfeste recherchiert. Auch wenn er der Schriftstellerei in seiner Freizeit nachgeht, so betreibt er sie doch mit aller nur denkbaren Ernsthaftigkeit. Bevor er seine Geschichte aufschreibt, formt er seine Figuren, stellt akribisch den Handlungsablauf zusammen, füllt jede Lücke zwischen Anfang und Ende, bis alles steht. "Es muss in sich stimmig sein", sagt er. "Wenn ich auf Seite 13 eine Figur beschreibe, dann muss das auf Seite 150 auch noch passen."

Es gibt Leser, die fragen: "Was ist das eigentlich für ein Buch, ein Krimi, eine Liebesgeschichte, oder was?". Heuer mag sich nicht festlegen lassen. "Lies es und du weißt es", lautet eine mögliche Heuer-Antwort. In "Katzen im Sack" verpackt er manch unerwartete Wendung in klare und deutliche Sprache. Er hat seinen Spaß daran, auch mal irrwitzige oder platte Dialoge einzubauen: "Resteficken", entgegnete Rolf (...) knapp. Und mit melodischer Stimme ergänzte er: "Da beim Auto-Scooter waren noch ein paar Mädels, die wollten einfach nicht nach Hause. Was hätte ich als Gentleman der alten Schule also anders machen sollen, als mich um sie zu kümmern?" "Ist klar, du hast dich geopfert. Wie außerordentlich großzügig von dir."

Nachdem das Buch nun fertig ist, will Heuer es hinter sich lassen. Statt Zeit und Kraft in zahlreiche Lesungen zu investieren, schraubt er bereits an neuen Projekten. So am - oh Wunder - Roman Nummer drei.

Nichts desto trotz können Leser des 260-Seiten-Druckwerkes, das im Elif-Verlag erschienen und für 14 Euro in jeder regionalen Buchhandlung bestellbar ist, den Autor lesen hören. Und zwar am Freitag und Sonnabend, 10. und 11. November, in Hannover beim zweitägigen Literaturhappening im Atelierkomplex Hainholz  an der Schulenburger Landstraße 152 mit  fünf Autoren aus Dresden und ebenso vielen aus Hannover.

Von Sandra Köhler

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