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Umland Burgdorf Nachrichten Beim Internetausbau sind Stadt die Hände gebunden
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15:55 12.02.2018
Glasfaserkabel hätte die Stadt Burgdorf gern flächendeckend im Stadtgebiet verlegt. Verfügbar ist diese Technologie nur in wenigen Bereichen, unter anderem im Neubaugebiet „An den Hecken“. Quelle: HAZ-Archiv
Burgdorf

Die VDSL-Vectoring-Technik ist Standard bei der Internetversorgung im Stadtgebiet, und bis auf wenige Grundstücke in ländlichen Bereichen Burgdorfs wird  überall eine Übertragungsgeschwindigkeit im Download von mindestens 30 Mbit/s erreicht. Doch damit sei allenfalls ein Etappe erreicht, sagt Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz: „Das Ziel muss sein, überall Glasfaser zu haben.“

Das Problem ist jedoch, dass den Kommunen weitestgehend die Hände gebunden, wenn sie ihre digitale Infrastruktur fit für das 21. Jahrhundert machen wollen. Nur wenn Telekommunikationsunternehmen  öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen, dann haben auch die Kommunen ein Mitspracherecht. Zuschüsse gibt es aber nur für sogenannte weiße Flecken – Gebiete, in denen die Internetgeschwindigkeit im Download geringer als 30 Mbit/s ist. Solche weißen Flecken gibt es laut Scholz in Burgdorf so gut wie nicht mehr.

 Die Regie beim Ausbau der Internetinfrastruktur und damit auch bei allen Breitbandprojekte liegt laut Scholz allein in den Händen der privaten Unternehmen – so ist die aktuelle Gesetzeslage.  „Wir dürfen als Kommune zwar neue Frischwasseranschlüsse ausschreiben, aber wollen wir beispielsweise überall Glasfaserleitungen verlegen lassen, dürfen wir das nicht “, erklärt der Wirtschaftsförderer.  In Burgdorf teilen sich die Pfründe die Deutsche Telekom AG, htp GmbH, FNOP-DSL Südheide GmbH sowie Vodafone Kabel Deutschland. Letztere versorgt die Bereiche, in denen Fernsehkabel verlegt ist. Die FNOP-DSL Südheide aus Hänigsen versorgt Ramlingen, Weferlingsen sowie den Beerbuschweg und den Ostlandring in der Kernstadt. Htp ist in Ehlershausen engagiert. 

Ein Lichtblick ist laut Scholz, dass die Telekom in die Burgdorfer Neubaugebiete, zum Beispiel „Nördlich Zilleweg“ und „An den Hecken“, Glasfaserkabel gelegt hat. „Aber auch das war eine individuelle Unternehmensentscheidung“, sagt Scholz.

Beim VDSL-Vectoring wird der jeweilige Kabelverzweiger an Glasfaserkabel angeschlossen. Es können damit Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit pro Sekunde –je nach Entfernung vom Kabelverzeiger – erreicht werden. Denn für den Anschluss der einzelnen Teilnehmer wird weiterhin das vorhandene konventionelle Kupferkabel verwendet. Dieses hat eine geschwindigkeitsdämpfende Wirkung, die sich mit zunehmender Entfernung verstärkt.

„Wir müssen handlungsfähig werden“, bekräftigt Scholz. Die Stadt sei gespannt, ob die neue Landesregierung, wie angekündigt, den flächendeckenden Ausbau der Breitbandinfrastruktur beschleunigen kann, um  bis spätestens 2025 ein Übertragungstempo von mehr als einem Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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