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Nachrichten Feuerwehr leidet unter der Enge
Umland Burgdorf Nachrichten Feuerwehr leidet unter der Enge
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00:15 09.02.2017
Befördert (von links): Inga Meister, Lena Ehrhardt, Kenneth Brockmann und Silke Heinemann. Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

Wenn die 30 aktiven Feuerwehrleute wie 2016 24-mal im Jahr zum Einsatz gerufen werden, dann greift sich jeder im Feuerwehrhaus schnellstmöglich seine Einsatzkleidung vom Haken. Allein, von diesen Haken gibt es im Feuerwehrhaus zu wenige, sodass sie teilweise doppelt belegt sind. Das kostet wertvolle Zeit.

Die fünf Feuerwehrfrauen müssen sich in der offen einsehbaren Garderobe des Hauses umkleiden. Das ist schon deshalb ein Problem, weil das Gebäude auch vom Schützenverein sowie für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird. Eine Dusche für die Frauen gibt es nicht. Die Umkleide für die Männer ist zu klein. Ebenso die sanitären Einrichtungen insgesamt. Der PC der Feuerwehr, auf dem etwa sämtliche Mitgliederdaten lagern, steht provisorisch auf einem kleinen Tisch in der Fahrzeughalle, weil es sonst nirgendwo einen Platz dafür gibt.

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So beschrieb Ortsbrandmeister Jörg Ehrhardt die alles andere als motivierende Situation im Gebäude an der Straße Vor den Höfen. Sein Wunsch an Rat und Verwaltung lautete: Die Stadt möge zeitnah Abhilfe schaffen. Die Stadt, so trug Erster Stadtrat Lutz Philipps in der Versammlung vor, wolle die Feuerwehr nicht hängen lassen, sondern sachgerecht ausstatten. Im Etat für dieses Jahr stünden 50.000 Euro bereit, um Verbesserungen am Gebäude zu erreichen. Laut Ehrheidt reicht das für neue Fenster und eine neue Dachrinne, keinesfalls aber dafür, alle Unzulänglichkeiten zu beseitigen.

Ehrhardt und diverse Grußredner lobten den großartigen Einsatz der Feuerwehrleute, die vergangenes Jahr fast 4000 Ausbildungsdienststunden leisteten, 13 Brände löschten, zu zwei Unfällen ausrückten, zwei hilflose Menschen retteten und bei drei Einsätzen des ABC-Zuges der Regionsfeuerwehr mitwirkten. "Ihr seid keine Hobby-Feuerwehrleute. Ihr seid freiwillige Profis", sagte Rüdiger Nijenhof, Vorsitzender des Ratsausschusses für Feuerwehrangelegenheiten. Das weiß der 40 Mitglieder zählende Förderverein der Feuerwehr zu schätzen. Dessen Vorsitzender Karlheinz Zärtner versprach, dass der Verein die Arbeit der Feuerwehr dieses Jahr mit 2000 bis 2500 Euro unterstützen werde.

Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Hauptfeuerwehrmann Sven Berkhahn das Feuerwehrzeichen des Landes überreicht. Ehrhardt nahm zudem vier Ernennungen vor: Inga Meister ist fortan Feuerwehrfrau, Silke Heinemann Hauptfeuerwehrfrau, Kenneth Brockmann Erster Hauptlöschmeister und Lena Ehrhardt Hauptlöschmeisterin.

Hauptfeuerwehrmann Sven Berghahn hat für 25 Jahre ehrenamtlich geleisteten Dienst als Brandbekämpfer das Feuerwehrabzeichens des Landes Niedersachsen verliehen bekommen. Quelle: Joachim Dege

Von Jaochim Dege

Joachim Dege 09.02.2017
Joachim Dege 08.02.2017
Joachim Dege 08.02.2017