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Umland Burgdorf Nachrichten Keine Verschnaufpause für den Schützenchef
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18:07 22.06.2018
Jörg Hoppe begrüßt die Gäste zu Beginn des Festakts. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Burgdorf

Jörg Hoppe muss während des Schützenfestes Stehvermögen zeigen. Er ist Vorsitzender der Schützengesellschaft Burgdorf und hat während der Festtage einen vollen Terminkalender. Ein sehr langer Tag ist für ihn der Freitag.

Bereits um 6.15 Uhr hatten die Geneiter bei ihm zu Hause vorbeigeschaut, um ihn zu wecken. „Ich war aber schon seit halb sechs wach“, sagt der Schützenchef schmunzelnd. Seine Nacht war kurz. Denn am Abend zuvor war Hoppe um 23.30 Uhr von der Schaffermahlzeit nach Hause gekommen.

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Jörg Hoppe grüßt während des Umzugs nach der Reveille einen Passanten, der am Straßenrand steht. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Ab 6.15 Uhr geht es am Freitag dann Schlag auf Schlag: Nach dem Besuch der Geneiter radelte er zum gemeinsamen Frühstück im Schützenheim. Es folgten die Reveille mit Umzug und die Königsvesper mit Ehrungen. Selbstverständlich ist es für Hoppe, am Königsschießen teilzunehmen. Zweimal war er bereits Schützenkönig. Den Titel will er sich gern ein drittes Mal sichern, um mit seiner Frau Irana gleichzuziehen.

Beim abendlichen Festball am Freitag proklamiert Hoppe die Könige. „An dem Abend habe ich auch Zeltdienst“, sagt Hoppe. Da müsse er bis zum nächsten Morgen im Zelt nach dem Rechten zu sehen.

Um beim Schützenfest durchzuhalten, versucht Hoppe weitgehend Alkohol zu meiden. „Am Tage trinke ich Wasser, allenfalls ein Alster“, sagt der 59-Jährige. Mit Alster habe er auch während des Festakts am Mittwochabend seinen Durst gelöscht. „Wer in der Verantwortung steht, muss klaren Kopf behalten.“ Am Donnerstag kam er jedoch nicht darum herum, Bier zu trinken. Da stieß er nach dem Fassanstich mit dem Bürgermeister aufs Schützenfest an.

Jörg Hoppe unterhält sich vor dem Festakt mit seinem Stellvertreter Urs-Uwe Simanowsky und Werner Bösche, dem Präsidenten des Kreisschützenverbands. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Wegen des 425-jährigen Bestehens des Schützenwesens in Burgdorf dauert das Volksfest in diesem Jahr einen Tag länger als sonst. Für Hoppe hat es sogar schon am Dienstag begonnen – im „Riff“ beim Grillen mit Vereinsvorstand und Ehrenmitgliedern.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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