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Umland Burgdorf Nachrichten Die nächste Zugzählung ist für August geplant
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00:32 18.05.2018
24-Stunden-Aktion: Die Mitglieder der Bürgerinitiative Otze Schiene wollen Mitte August wieder die Güterzüge zählen, die den Otzer Bahnübergang passieren. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf/Otze

 Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke Celle-Burgdorf-Lehrte nimmt zu, ohne dass die geforderte Entlastung der Anlieger vorankommt, „Die Bahn versucht offensichtlich, die Einrichtung der zugesagten runden Tische und damit die vorzeitige Bürgerbeteiligung solange aufzuschieben, bis von Bahnseite konkrete Planungen für das Alpha-E-Projekt vorliegen“, sagt Manfred Kuchenbecker. Der Otzer ist Sprecher der Bürgerinitiative Otze Schiene (Bios). 

Eine der Voraussetzungen, dass die vom Ausbau des Güterzugverkehrwege betroffenen Kommunen, dem Alpha-E-Projekt zugestimmt haben, war die Einrichtung von runden Tischen in den einzelnen Regionen. Hintergrund des Ausbauprojekts ist der zunehmende Güterzugverkehr auf der Nord-Süd-Strecke. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 etwa 200 Güterzüge pro Tag zwischen Celle und Lehrte fahren werden. Bios hat die Züge, die den Otzer Bahnhof in 24 Stunden passieren, schon zweimal gezählt. „2017 waren es 15 Prozent mehr als 2016“, sagt Kuchenbecker. Das sei zwar nur eine Momentaufnahme, aber die Tendenz sei erkennbar. Die nächste Zählung bereitet Bios für den 16. August vor. 

Manfred Kuchenbecker hat die Bürgerinitiative Otze Schiene mitgegründet und ist seit zwei Jahren deren Sprecher.  Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Mit der offensichtlichen Verzögerungstaktik – Bios und die Städte Burgdorf, Lehrte und Sehne bemühen sich seit Monaten, dass der Runde Tisch im Osten der Region Hannover installiert wird – sieht Kuchenbecker den Geist des Dialogforums Schiene Nord verletzt. „Ich gehe davon aus, dass sich die Verhandlungen mit der Bahn und anderen Beteiligten noch über viele Jahre hinziehen werden“, sagt der 73-Jährige.

Deshalb kandidiere er in der Mitgliederversammlung am 15. Mai nicht erneut fürs Sprecheramt. „Es ist wenig sinnvoll, wenn ich dann mittendrin aussteige. Erfolgversprechender ist die Arbeit, wenn alles aus einer Hand kommt.“ Hinzukomme, dass Bios mit seinem Führungsteam und den 110 Mitgliedern gut aufgestellt und vor allem bis in die Bundesregierung hinein vernetzt sei. Demnächst werden sich auf Kuchenbeckers Initiative hin der Teamleiter für den Alpha-E-Abschnitt West bei der Bahn, Carsten-Alexander Müller, die Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch sowie Vertreter von Bios zum Gespräch treffen. „Die Terminsuche läuft.“

 Kuchenbecker bleibt Biosmitglied, will sich künftig aber stärker auf seine Arbeit im Seniorenrat und im Kinderschutzbund konzentrieren.

Von Anette Wulf-Dettmer

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