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Umland Burgdorf Nachrichten Stadt setzt auf Container für Asylbewerber
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06:00 11.10.2014
Von Norbert Korte
Auf der Grünfläche gegenüber den Flüchtlingsheimen Friederikenstraße (oben im Hintergrund) soll zunächst ein Container für 40 Personen entstehen.
Auf der Grünfläche gegenüber den Flüchtlingsheimen Friederikenstraße (oben im Hintergrund) soll zunächst ein Container für 40 Personen entstehen. Quelle: Norbert Korte
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Als weitere Standorte sind Drei Eichen und dann Eseringer Straße ins Auge gefasst.

Derzeit hat die Stadt 46 Flüchtlinge in den Wohnheimen Friederikenstraße und 50 in angemieteten Wohnungen untergebracht, wie es in einer umfangreichen Ratsdrucksache unter der Überschrift „Gewährleistung der Unterbringung von Asylbewerbern“ heißt. Nach der vom Land festgesetzten Aufnahmequote müssen bis Ende Juni 2015 weitere 56 Flüchtlinge aufgenommen werden. Außerdem sei damit zu rechnen, dass die Quote weiter erhöht wird.

Für die Unterbringung reichen die 20 neuen Plätze, die nach Herrichtung des dritten, derzeit noch leer stehenden Flüchtlingsheims an der Friederikenstraße zum Jahresende zur Verfügung stehen sollen, nicht aus. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, in einer ersten Stufe auf der Grünfläche gegenüber den vorhandenen Unterkünften einen angemieteten mobilen Wohnkomplex für zunächst 40 Personen zu errichten.

Die Wohnanlage soll so angelegt werden, dass sie später auch auf mindestens die doppelte Kapazität erweiterbar ist. Die Stadtverwaltung hat für den Haushalt 2015 schon mal rund 270 000 Euro für die Herrichtung des Platzes und die Miete im ersten Jahr angemeldet. Der Mietpreis beträgt je nach Dauer der Mietzeit zwischen 85 000 und 100 000 Euro jährlich. Mit der bezugsfertigen Erstellung der Anlage ist nach bisherigen Planungen nicht vor Februar 2015 zu rechnen.

Rund 175.000 Euro hat die Verwaltung im nächsten Jahr vorsorglich auch schon für den Standort Drei Eichen angemeldet. „Nach Abriss des rückwärtigen Gebäudes ist hier ein vergleichbarer Neubau beziehungsweise die Errichtung von Wohnmodulen zur Unterbringung von Flüchtlingen planungsrechtlich ... zulässig“, heißt es in der Drucksache. Mit Fertigstellung eines Neubaus ist dort aber nicht vor Ende 2015 zu rechnen.

Denn neben dem Abriss werde zuvor vermutlich auch eine Sondierung des Geländes auf mögliche Altlasten durch eine Kampfmittelbeseitigungsfirma notwendig, schreibt die Verwaltung mit Hinweis auf die Erfahrungen an der Eseringer Straße. Das Gelände dort soll nach dem Abriss der ehemaligen Schlichtwohnungen eigentlich als Bauland vermarktet werden. Grundsätzlich kommt es aber auch als dritter Standort für eine vorübergehende Nutzung für mobile Wohneinheiten infrage.

Die Unterbringung von Asylbewerbern ist einziges Thema im Ratsausschuss für Soziales und Integration, der am Montag, 13. Oktober, 17 Uhr, im Sitzungsraum des Rathauses II, Vor dem Hannoverschen Tor 1, tagt.

Norbert Korte 09.10.2014
09.10.2014