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Umland Burgdorf Nachrichten Kein Anschluss bei der Telekom
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00:15 03.07.2016
Von Antje Bismark
Kein Anschluss: Die Kritik der Burgdorfer an der Kundenfreundlichkeit der Telekom hält an.
Kein Anschluss: Die Kritik der Burgdorfer an der Kundenfreundlichkeit der Telekom hält an. Quelle: Franziska Gabbert
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Burgdorf

Schnelles Internet zum Arbeiten und Surfen, das wünschte sich Frank Weidlich. Und nachdem die Telekom den Ausbau der VDSL-Leitungen vorangetrieben hatte, wollte der Anwohner des Föhrenkampes das auch ab dem 14. Juni nutzen. Seinen Anbieter 1&1 hatte der Burgdorfer informiert, das Umschalten sollte über die Telekom-Infrastruktur erfolgen – doch seit diesem Tag ist Weidlich von Telefon und Internet abgehängt. „Nach der ersten Störung kam zwei Tage später ein Techniker, dann funktionierte alles wieder und er fuhr davon“, berichtet Weidlich. Die Freude hielt genau eine Stunde, dann gab es den nächsten Totalausfall. „Und seitdem telefoniere ich jeden zweiten Tag mit 1&1, die wiederum mit der Telekom, aber alles hat keinen Erfolg“, sagt er desillusioniert. Auch mit der Bundesnetzagentur habe er Kontakt aufgenommen, helfen konnte ihm die Behörde nicht. „Ich behalte ja meinen Anbieter, der eben nur die Telekom-Leitungen nutzen möchte“, sagt er. Deshalb sei die Netzagentur für ihn auch nicht zuständig. Inzwischen leitet 1&1 auf eigene Kosten die Gespräche über das Festnetz auf Weidlichs Handy um, eine Lösung des Problems steht aus.

Die Telekom selbst äußert sich bislang nicht zu dem Problem, will den Sachverhalt aber prüfen, wie ein Sprecher sagt.

Gunnar Lundin kann Weidlich nur gute Nerven wünschen. Bei ihm fielen am 3. April „aus heiterem Himmel“ Telefon und Internet aus. Router, Anschlussdose, Kabel – alles tauschte Lundin aus, weil die Telekom die Störung in Lundins Haus verortete. „Ich habe täglich mit der Hotline telefoniert, immer neue Tickets erhalten und jedes Mal die Geschichte erzählen müssen“, sagt der Anwohner der Uetzer Straße und fügt hinzu, er habe zwar Mails übers Handy abrufen und darüber auch telefonieren können. „Doch der Ärger ist immer weiter gewachsen“, sagt er.

Zwei Wochen nach dem Ausfall endlich erneuerte ein Techniker ein Bauteil im Verteilerkasten auf der Straße. Bis Juni hielt die Technik, dann versagte sie erneut. „Und wieder ging alles von vorn los“, sagt der Burgdorfer und kritisiert, dass er zum Teil zwei Stunden am Telefon auf eine Antwort gewartet habe, dass Mitarbeiter sich nicht zurückgemeldet hätten oder nicht zu Terminen erschienen seien. Inzwischen sei der Fehler behoben, der Ärger aber bleibe: „Die Telekom muss das Ticketsystem zwingend verbessern“, fordert er.

Anette Wulf-Dettmer 02.07.2016
Antje Bismark 29.06.2016
Antje Bismark 29.06.2016