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Umland Burgdorf Nachrichten Einwohner wehren sich gegen Windräder
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14:06 05.11.2015
Von Sabine Gurol
Im Osten Dachtmissens, diesseits der Stromtrasse, wollen die Eigentümer der Flächen Windräder bauen. Quelle: Hiller
Burgdorf

Bereits Anfang Oktober hatten sich 137 Einwohner mit ihren Unterschriften bei der Stadt gegen die im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) vorgesehene Fläche für Windräder ausgesprochen. Sorgen bereiten den Anwohnern vor allem mögliche gesundheitliche Risiken und der Wertverlust ihrer Grundstücke. „Die Angst ist schon sehr groß“, so Hübbe.

Die Dachtmisser hatten Erfolg: Der Burgdorfer Rat beschloss, dass Windräder mindestens 1000 Meter Abstand zum Ortsrand haben sollen. Zudem sprachen sich die Politiker dafür aus, den Schutz von Milan und Schwarzstorch zu berücksichtigen. Das hat zur Folge, dass die bestehenden zwei Windparks Schillerslage-West und Ehlershausen-Nord bis auf Weiteres die einzigen im Stadtgebiet bleiben sollen.

Die Entscheidung liegt nun bei der Region, die die politischen Vorgaben des Landes umsetzen muss. Diese sehen vor, 1,4 Prozent der Gesamtfläche Niedersachsens für die Windenergienutzung zur Verfügung zu stellen. Mit der Unterschriftenaktion wollten die Dachtmisser noch einmal ihren Standpunkt bekräftigen. „Unsere Chancen stehen 50 zu 50“, schätzt Hübbe die Erfolgsaussichten ein. Bei der Region will man die Einwände der Bürger zunächst sichten. „Wenn es zwingende fachliche Gründe gibt, dann kann es passieren, dass es Veränderungen gibt“, sagte Jung. Bei der Region gehe man davon aus, immerhin sei das Sinn der Bürgerbeteiligung. Ob das für Dachtmissen heißt, dass in der Nähe des Orts keine Windräderentstehen, entscheidet sich frühestens im Sommer 2016, wenn das RROP verabschiedet wird. Fällt dieses nicht im Sinne der Anwohner aus, ist man laut Hübbe in Dachtmissen auch bereit, andere Wege zu beschreiten. „Wenn die Region dem Bürgerbegehren nicht entspricht, gibt es eine breite Allianz, die bereit ist zu klagen“, sagte er.

Der November steht in Burgdorf erstmals unter dem Motto „Monat der Selbsthilfe“. Neben einem Infotag zum Thema Sucht wird am Donnerstag eine Ausstellung eröffnet. Doch welchen Stellenwert haben Selbsthilfegruppen für Suchtkranke? Der Anzeiger hat mit einem Betroffenen gesprochen.

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